Reflexionen des Genossen Fidel: Es ist an der Zeit etwas zu unternehmen
Ich werde ein bisschen aus der Geschichte erzählen.
Als die Spanier uns vor fünf Jahrhunderten „entdeckt haben”, lag die geschätzte Bevölkerungszahl der Insel bei knapp 200.000 Einwohnern, die in Ausgewogenheit mit der Natur lebten. Ihre Hauptnahrungsmittelquellen befanden sich in den an Protein reichen Flüssen, Seen und Meeren. Zusätzlich betrieben sie eine rudimentäre Landwirtschaft, die sie mit Kalorien, Vitaminen, Mineralsalzen und Ballaststoffen versorgte.
In einigen Gebieten Kubas hat man immer noch die Gewohnheit Tapiokafladen zu produzieren, das ist wie ein Brot aus Maniok. Bestimmte Früchte und kleine wilde Tieren ergänzten ihre Kost. Sie haben außerdem einige Getränke aus vergärten Produkten hergestellt und haben der Weltkultur die überhaupt nicht gesunde Gewohnheit des Rauchens überliefert.
Die jetzige Bevölkerungszahl Kubas ist möglicherweise 60 Mal größer als die damalige. Obwohl die Spanier sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischten, haben sie diese doch durch die fast Sklavenarbeit auf dem Land und bei der Goldsuche im Fluss-Sand praktisch vernichtet.
Die einheimische Bevölkerung wurde durch den Import von mit Gewalt eingefangenen und versklavten Afrikanern ersetzt, eine grausame, über Jahrhunderte angewandte Methode.
Sehr wichtig für unser Leben waren die geschaffenen Ernährungsgewohnheiten. Wir wurden in Verbraucher von Schweine-, Rind- und Schaffleisch, sowie Milch, Käse und anderen Derivaten; Weizen, Hafer, Gerste, Reis, Kichererbsen, Bohnen, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten verwandelt, die aus klimatisch andersartigen Zonen stammen.
Ursprünglich verfügten wir über Mais, und es wurde das zu den kalorienreichsten Pflanzen gehörende Zuckerrohr eingeführt.
Die Konquistadoren haben den Kaffee aus Afrika und den Kakao möglicherweise aus Mexiko ins Land gebracht. Nach dem Sklavenaufstand in Haiti zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden beide neben dem Zucker, dem Tabak und anderen tropischen Produkten zu enormen Einnahmequellen für die Metropole.
Das auf der Sklaverei beruhende Produktionssystem hat praktisch bis zur Übergabe der kubanischen Souveränität an die Vereinigten Staaten durch die spanischen Kolonialherrscher Bestand gehabt, deren Herrschaft von den Kubanern in einem blutigen und außerordentlichen Krieg besiegt worden war.
Beim Sieg der Revolution im Jahr 1959 war unsere Insel eine echte Yankee-Kolonie. Die Vereinigen Staaten hatten unsere Befreiungsarmee getäuscht, betrogen und entwaffnet. Man konnte nicht von einer entwickelten Landwirtschaft sprechen. Es gab nur unermessliche Plantagen, die auf der Grundlage von Handarbeit und mit Zugtieren bearbeitet wurden. Sie benutzten normalerweise keine Düngermittel oder Maschinen. Die großen Zuckerfabriken waren US-Eigentum, verschiedene von denen mehr als 100.000 Hektar Land besaßen, andere zehntausende. Insgesamt handelte es sich um über 150 Zuckerfabriken, - einschließlich derjenigen in Händen von Kubanern - die weniger als vier Monate pro Jahr arbeiteten.
Während der zwei großen Weltkriege haben die Vereinigten Staaten die Zuckerlieferungen aus Kuba bekommen und sie hatten unserem Land eine Verkaufsquote für ihre Märkte bewilligt. Sie war mit Handelsverpflichtungen und Begrenzung unserer landwirtschaftlichen Produktion verbunden, obwohl der Zucker teilweise von ihnen produziert wurde. Andere entscheidende Wirtschaftszweige wie die Häfen und die Erdölraffinerien waren US-Eigentum. Ihre Unternehmen besaßen große Banken, Industrieanlagen, Bergwerke, Kais, Schifffahrts- und Eisenbahnlinien, sowie solch lebenswichtige öffentliche Dienste wie Stromversorgung und Fernmeldedienste.
Für diejenigen, die begreifen wollen, ist nichts weiter vonnöten.
Trotzdem es einen bedeutenden Bedarf an der Erzeugung von Reis, Mais, Fett, Getreide und anderen Nahrungsmitteln gab, legten die Vereinigten Staaten bestimmte Grenzwerte für alles das fest, was ihrer landeseigenen Produktion Konkurrenz machen könnte, einschließlich dem subventionierten Rübenzucker.
Natürlich ist es eine Tatsache, dass Kuba innerhalb der geografischen Grenzen eines kleinen, tropischen, regenreichen und von Wirbelstürmen heimgesuchten Landes, das weder einen Maschinenpark, noch Talsperren- und Bewässerungssysteme und adäquate Ausrüstungen hatte, bezüglich der Lebensmittelproduktion weder die Mittel zur Verfügung haben konnte, noch in der Lage war, mit den mechanisiert angebauten Soja-, Sonnenblumen-, Hülsenfrüchte- und Reisproduktionen der Vereinigten Staaten konkurrieren zu können. Einige von ihnen, wie zum Beispiel der Weizen und die Gerste, konnten nicht in unserem Land angebaut werden.
Ehrlich gesagt konnte die Revolution keine friedliche Minute genießen. Nachdem gerade die Agrarreform ausgerufen worden war, vor Ablauf des fünften Monats nach dem Revolutionssieg, wurden die Sabotageprogramme, die Brände, die Behinderungen und die Anwendung von chemischen Schadstoffen gegen das Land begonnen. Dabei wurden sogar Plagen gegen vitale Erzeugnisse und die menschliche Gesundheit angewandt.
Sie haben einen Fehler begangen, als sie unser Volk und seine Entschlusskraft zum Kampf um seine Rechte und seine Unabhängigkeit unterschätzt haben.
Natürlich besaß damals niemand von uns jene, in vielen Jahren erreichte Erfahrung; unser Ausgangspunkt waren gerechte Ideen und ein revolutionäres Konzept. Vielleicht bestand der begangene Hauptirrtum unseres Idealismus darin zu glauben, dass es auf der Welt eine gewisse Menge Gerechtigkeit und Achtung der Rechte der Völker geben würde, wo es dies in Wirklichkeit absolut nicht gab. Der Entschluss zu kämpfen hing jedoch nicht davon ab.
Die erste, unsere Anstrengungen in Anspruch nehmende Aufgabe war die Vorbereitung auf den uns bevorstehenden Kampf.
Die bei dem heldenhaften Kampf gegen die Batista-Tyrannei erworbene Erfahrung besagt, dass der Feind, egal welches auch seine Kräfte seien, das kubanische Volk nicht besiegen können wird.
Die Vorbereitung des Landes auf den Kampf wurde zur wichtigsten Anstrengung des Volkes, und führte uns zu solch entscheidenden Episoden wie der Schlacht gegen die von den Vereinigten Staaten geförderte Söldnerinvasion vom April 1961, die in Girón gelandet und von der Marineinfanterie und der Yankee-Luftwaffe eskortiert wurde.
Unfähig, sich mit der Unabhängigkeit von Kuba und dessen Ausübung seiner souveränen Rechte abzufinden, traf die Regierung jenes Landes die Entscheidung, unser Land zu überfallen. Die UdSSR hatte absolut nichts mit dem Sieg der Kubanischen Revolution zu tun. Diese hat den sozialistischen Charakter nicht durch die Unterstützung seitens der UdSSR angenommen, sondern es war umgekehrt: die Unterstützung der UdSSR erfolgte aufgrund des sozialistischen Charakters der Kubanischen Revolution. Und dass das vollkommen stimmt, zeigte sich bei Folgendem: als die UdSSR sich auflöste, blieb Kuba trotzdem weiterhin sozialistisch.
Die UdSSR erfuhr auf irgendeinem Wege, dass Kennedy bei Kuba dieselbe Methode anzuwenden gedachte, wie sie in Ungarn. Das führte zu den Fehlern, die Chruschtschow bezüglich der Raketenkrise vom Oktober begangen hat, die ich mich zu kritisieren gezwungen sah. Aber nicht nur Chruschtschow hat sich geirrt, sondern auch Kennedy. Weder hatte Kuba etwas mit der Geschichte von Ungarn zu tun, noch die UdSSR mit der Revolution in Kuba. Das war einzig und allein Ergebnis des Kampfes unseres Volkes. Chruschtschow zeigte sich nur solidarisch gegenüber Kuba, indem er dem Land Waffen schickte, als es von der Söldnerinvasion bedroht war, die von den Vereinigten Staaten organisiert, ausgebildet, bewaffnet und befördert worden ist. Ohne die Kuba geschickten Waffen hätte unser Volk die Söldnertruppen besiegt, wie es die Armee von Batista besiegte und ihre gesamte militärische Ausrüstung - 100.000 Waffen - in Beschlag nahm. Wenn die direkte Invasion von Kuba durch die Vereinigten Staaten stattgefunden hätte, dann würde unser Volk noch bis heute gegen deren Soldaten kämpfen, die sicherlich ebenfalls gegen Millionen von Lateinamerikanern hätten kämpfen müssen. Die Vereinigten Staaten hätten den größten Fehler ihrer Geschichte begangen, und vielleicht würde es die UdSSR noch geben.
Einige Stunden vor der Invasion, nach dem verschlagenen Angriff auf unsere Luftstützpunkte durch mit kubanischen Flaggen gekennzeichnete Flugzeuge der Vereinigten Staaten, war der sozialistische Charakter der Revolution ausgerufen worden. Das kubanische Volk hat bei jener Schlacht, die als der erste Sieg gegen den Imperialismus in Amerika in die Geschichte eingegangen ist, für den Sozialismus gekämpft.
Zehn Präsidenten der Vereinigten Staaten sind aufeinander gefolgt und die Zeit des elften geht langsam vorbei, und die Sozialistische Revolution hält sich aufrecht. Auch alle jene Regierungen, die Komplizen der Vereinigten Staaten bei ihren Verbrechen gegen Kuba waren, sind vorbeigegangen, und unsere Revolution ist weitergegangen. Die UdSSR verschwand und die Revolution ist weitergegangen. Sie wurde nicht mit Erlaubnis der Vereinigten Staaten durchgeführt, sondern einer grausamen und erbarmungslosen Blockade unterworfen; und zwar unter Anwendung von Terrorakten, die tausenden Menschen das Leben genommen haben bzw. diese verletzt haben, und deren Autoren heute völlige Straffreiheit genießen, während fünf kubanische Anti-Terror-Kämpfer zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt worden sind und ein Cuban Adjustment Act genanntes Gesetz Eintritt in die Vereinigten Staaten und Wohnsitz und Beschäftigung dort absichert. Kuba ist das einzige Land auf der Welt, auf dessen Bürger jenes Privileg angewandt wird, das denen aus Haiti verweigert wird, nach dem Erdbeben, das über 300.000 Menschen getötet hat, und ebenso den anderen Bürgern der Hemisphäre, die das Imperium verfolgt und abschiebt. Jedoch die Kubanische Revolution hält sich aufrecht.
Kuba ist das einzige Land des Planeten, dass nicht von den US-Bürgern besucht werden kann; aber Kuba existiert und hält sich aufrecht, nur 90 Meilen von den Vereinigten Staaten entfernt, und ficht weiter seinen heldenhaften Kampf aus.
Wir, die kubanischen Revolutionäre, haben Fehler begangen und werden weiterhin Fehler begehen, aber niemals werden wir den Fehler begehen, Verräter zu sein.
Wir haben niemals die Illegalität, die Lüge, die Demagogie, den Betrug an dem Volk, die Vortäuschung, die Scheinheiligkeit, den Opportunismus, die Bestechung, den vollkommenen Mangel an Ethik, den Machtmissbrauch gewählt, oder sogar das Verbrechen und die ekelhafte Folter, die mit offensichtlichen, ohne Zweifel lobenswerten Ausnahmen das Verhalten der US-Präsidenten ausgezeichnet haben.
Zum aktuellen Zeitpunkt konfrontiert die Menschheit ernsthafte Probleme ohnegleichen. Das Schlimmste ist, dass die Lösungen zu einem großen Teil von den reichsten, am weitesten entwickelten Ländern abhängen werden, die dahin kommen werden, eine Situation konfrontieren zu müssen, der sie nicht ins Auge blicken können, ohne dass ihr Weltbild zusammenfällt, das sie sich zugunsten ihrer egoistischen Interessen zu formen versucht haben, und das unweigerlich zur Katastrophe führt.
Ich spreche hier nicht nur von Kriegen, deren Gefahren und Folgen weise und brillante Leute, darunter viele US-Amerikaner, übermittelt haben.
Ich meine die Nahrungskrise, verursacht von wirtschaftlichen Tatsachen und dem Klimawandel, die infolge des menschlichen Handels scheinbar irreversibel sind, bezüglich denen aber der menschliche Geist trotzdem die Pflicht hat, ihnen schleunigst die Stirn zu bieten. Es wurde darüber seit Jahren gesprochen, was eigentlich verlorene Zeit war. Aber der größte Emittent von Treibhausgasen der Welt, d.h. die Vereinigten Staaten, hat sich systematisch geweigert, die Meinung der Weltöffentlichkeit zu berücksichtigen. Abgesehen vom Protokoll und anderen üblichen Lappalien der Staatsmänner von Konsumgesellschaften, normalerweise in ihrem Zugang zur Macht verwirrt und betäubt durch den Einfluss der Massenmedien, ist die Wahrheit die, dass sie der Sache keine Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ein alkoholabhängiger Mann, dessen Probleme bekannt waren, und den ich nicht zu nennen brauche, hat seine Linie in der internationalen Gemeinschaft durchgesetzt.
Die Probleme haben jetzt plötzlich Gestalt angenommen, durch Phänomene, die sich auf allen Kontinenten wiederholen: Hitze, Waldbrände, Ernteverluste in Russland, mit zahlreichen Opfern; Klimawechsel in China, übermäßiger Regen oder Dürreperioden; zunehmende Verluste an Wasservorrat im Himalaja-Gebirge, die Indien, China, Pakistan und andere Länder bedrohen; übermäßige Regenfälle in Australien, die fast eine Million Quadratkilometer überflutet haben; ungewöhnliche und saisongemäß verschobene Kältewellen in Europa, die beachtlich die Landwirtschaft geschädigt haben; Dürreperioden in Kanada; ungewöhnliche Kältewellen in diesem Land und in den Vereinigten Staaten; Regenfälle wie nie zuvor in Kolumbien, die Millionen Hektar Ackerland geschädigt haben; unerhörte Niederschläge in Venezuela; Katastrophen wegen übermäßigem Regen in den großen Städten von Brasilien und Dürreperioden im Süden. Praktisch gibt es kein Gebiet auf der Welt, wo diese Ereignisse nicht stattgefunden haben.
Die Produktionen von Weizen, Soja, Mais, Reis und anderen zahlreichen Getreide- und Hülsefruchtarten, die die Nahrungsgrundlage der Welt sind, - deren Bevölkerung heute Schätzungen zufolge knapp 6,9 Milliarden Einwohner beträgt und die sich der Rekordziffer von 7 Milliarden nähert, und wo mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung leiden – werden schon ernsthaft von den Klimaveränderungen beschädigt, was auf der Welt schon ein großes Problem bewirkt. Jetzt wo die Reserven und der Vorrat sich noch nicht vollständig oder nur teilweise und bei einigen Produkten erholt haben, schafft schon eine ernsthafte Bedrohung Probleme und Destabilisierung in zahlreichen Staaten.
Über 80 Länder, alle von der Dritten Welt, die schon an sich echte Schwierigkeiten haben, sind von wirklichen Hungersnöten bedroht.
Ich werde mich darauf beschränken, diese Erklärungen und Berichte, die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, kurz zu zitieren:
„Die UNO warnt vor Gefahr einer neuen Nahrungskrise.
11. Januar 2011 (AFP)“
„'Wir stehen vor einer angespannten Situation'…“ stimmte die FAO überein.
Etwa 80 Länder konfrontieren ein Nahrungsmitteldefizit…“
“Der globale Preisindex von landwirtschaftlicher Grunderzeugnissen (Getreide, Fleisch, Zucker, ölhaltigen Pflanzen und Milchprodukten) ist heutzutage auf dem höchsten Niveau, seitdem die FAO diesen Index vor 20 Jahren zu entwickeln begonnen hat.
„VEREINTE NATIONEN, Januar (IPS)”
„Die Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), mit Amtsitz in Rom, hat in der letzten Woche gewarnt, dass die weltweiten Preise für Reis, Weizen, Zucker, Gerste und Fleisch […] im Jahr 2011 einen erheblichen Anstieg aufweisen werden…“
„PARIS, den 10. Januar (Reuters) – Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wird seine Kampagne, um den weltweit hohen Nahrungsmittelspreisen zu begegnen, diese Woche nach Washington bringen …“
„Basel (Schweiz), den 10. Januar (EFE) - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, Sprecher der Zentralbankpräsidenten der Group-of-ten (G10) hat heute vor dem starken Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und der inflationären Bedrohung in den Schwellenländer gewarnt.“
„Weltbank befürchtet eine Krise bei den Nahrungsmittelpreisen, 15. Januar (BBC)”
„Robert Zoellick, Weltbankpräsident, sagte der BBC, dass diese Krise tief greifender als die vom Jahr 2008 sein werde“
„MEXIKO FD, den 7. Januar (Reuters)"
„Der jährliche Inflationszunahmerhythmus bei Nahrungsmitteln hat sich im November in Mexiko im Vergleich zu den letzten zwei Monaten verdreifacht..."
“Washington, den 18. Januar (EFE)“
„Einer Untersuchung zufolge wird der Klimawandel den Nahrungsmittelmangel verschärfen“
„Liliana Hisas, Exekutivdirektorin der US-Filiale dieser Organisation, sagte gegenüber EFE Folgendes: ‘Seit über 20 Jahren warnen die Forscher vor den Auswirkungen des Klimawandels. Aber nichts ändert sich, abgesehen von der Zunahme der Emissionen, die die globale Erwärmung verursachen.’“
„Osvaldo Canziani, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2007 und wissenschaftlicher Berater des Berichts, gab an, dass ‘überall auf der Welt meteorologische Ereignisse und extreme klimatische Bedingungen auftreten werden und die Erhöhung der durchschnittlichen Oberflächentemperaturen die Intensität derselben verschärfen wird.’“
„(Reuters) 18. Januar. Algerien kauft Weizen, um Knappheit und Unruhen zu vermeiden
Eine Quelle aus dem Ministerium für Landwirtschaft teilte Reuters mit: Die staatliche Getreideagentur Algeriens hat in den letzten zwei Wochen circa eine Million Tonnen Getreide gekauft, um Knappheit zu vermeiden, falls Unruhen auftreten.“
„(Reuters) 18. Januar – Starker Preisanstieg bei Weizen in Chicago nach Einkäufen von Algerien“
„Zeitung El Economista, 18. Januar 2011
Weltweiter Alarm wegen Nahrungsmittelpreisen“
„Zu den Hauptgründen gehören die vom Klimawandel verursachten Überschwemmungen und Dürreperioden, die Verwendung von Nahrungsmitteln zur Biokraftstoff-Erzeugung und die Spekulation bei den Preisen der commodities (Konsumartikel).“
Die Probleme sind dramatisch ernst. Dennoch ist nicht alles verloren.
Die geschätzte gegenwärtige Weizenproduktion hat knapp 650 Millionen Tonnen erreicht.
Bei Mais wird diese Menge übertroffen und werden annähernd 770 Millionen Tonnen erzeugt.
Bei Soja könnte man knapp 260 Millionen erreichen, wobei die Vereinigten Staaten damit rechnen, 92 Millionen zu produzieren und Brasil 77. Sie sind die beiden größten Produzenten.
Die Angaben insgesamt über die zur Verfügung stehenden Körner- und Hülsenfrüchte für das Jahr 2011 sind bekannt.
Die erste Sache, die die Völkergemeinschaft zu lösen hat, wäre, die Wahl zwischen Nahrungsmitteln und Biokraftstoff zu treffen. Brasil, ein Entwicklungsland, müsste selbstverständlich einen Ausgleich erhalten.
Wenn die Millionen Tonnen Soja und Mais, die zukünftig in Biokraftstoffe investiert werden, der Produktion von Nahrungsmitteln gewidmet werden, würde der ungewöhnliche Preisanstieg aufgehalten werden und könnten die Wissenschaftler der Welt Formeln vorschlagen, die die Situation irgendwie aufhalten und sie sogar umkehren können.
Zu viel Zeit wurde vergeudet. Es ist an der Zeit, etwas zu tun.
Fidel Castro Ruz
19. Januar 2011
21:55 Uhr
Hier finden Sie chronologisch sortiert Reden und Schriften des kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro Ruz
Mittwoch, 19. Januar 2011
Donnerstag, 13. Januar 2011
Obamas Rede in Arizona
Reflexionen des Genossen Fidel: Obamas Rede in Arizona
Ich habe ihm gestern zugehört, als er an der Universität Tucson gesprochen hat, wo eine Veranstaltung zu Ehren der bei dem Blutbad von Arizona ermordeten 6 Personen und der 14 Verletzten, besonders der durch einen Kopfschuss schwer verletzten demokratischen Kongressabgeordneten für diesen Staat, stattgefunden hat.
Die Tat war Werk einer geistig gestörten, durch die in der US-Gesellschaft herrschende Hasspredigt vergifteten Person, einer Gesellschaft, wo die faschistische Gruppe Tea Party ihren Extremismus der Republikanischen Partei aufgezwungen hat, welche die Welt unter der Schirmherrschaft von George W. Bush dahin geführt hat, wo sie sich heute befindet, am Rande des Abgrunds.
Zur Katastrophe der Kriege ist die größte Wirtschaftskrise der Geschichte der Vereinigten Staaten hinzugekommen und eine Staatsschuld, die schon 100% des Bruttoinlandsprodukts beträgt, was zu einem monatlichen Defizit hinzukommt, das die 80 Milliarden Dollar übersteigt, und erneut zur Zunahme jener Wohnstätten, die durch Hypothekenschulden verloren gehen. Der Preis des Erdöls, der Metalle und der Lebensmittel steigt fortschreitend. Das Misstrauen in die Papierwährung erhöht den Ankauf von Gold und nicht Wenige versichern, dass sich der Preis dieses Metalls bis Ende des Jahres auf 2.000 Dollar je Feingold-Unze erhöhen wird. Manche glauben, dass er sogar bis auf 2.500 steigen wird.
Die Klima-Phänomen haben sich verschärft, mit bedeutenden Ernte-Verlusten in der Russischen Föderation, in Europa, China, Australien, im Norden und Süden von Amerika und in anderen Gebieten, was die Lebensmittelversorgung von über 80 Ländern der Dritten Welt gefährdet und politische Instabilität in einer zunehmenden Anzahl von ihnen schafft.
Die Welt hat so vielen Problemen sowohl von politischem, militärischem und energetischem Charakter als auf dem Gebiet der Ernährung und Umwelt zu begegnen, dass kein Land eine Rückkehr der Vereinigten Staaten auf extremistische Positionen wünscht, was die Gefahren eines Atomkrieges erhöhen würde.
Die internationale Verurteilung des Verbrechens von Arizona war fast einstimmig und man sah in ihm einen Ausdruck jenes Extremismus. Vom Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde keine leidenschaftliche bzw. auf Konfrontation zielende Rede erwartet, da das weder seinem Stil entsprechen würde, noch den inneren Umständen und dem Klima des in den Vereinigten Staaten vorherrschenden irrationellen Hasses.
Die Attentatsopfer waren zweifellos mutig, hatten persönliche Verdienste, und die meisten waren einfache Bürger; sonst wären sie nicht dort gewesen, um die medizinische Fürsorge für alle US-Amerikaner zu verteidigen und sich gegen die Immigranten-feindlichen Gesetze zu wenden.
Die Mutter des am 11. September geborenen 9jährigen Mädchens hatte mutig erklärt, das der auf der Welt ausgelöste Hass aufhören müsse. Ich hege meinerseits nicht den geringsten Zweifel, dass die Opfer sowohl der Anerkennung des US-Präsidenten als der Bürger von Tucson, der Studenten der Universität und der Ärzte würdig waren, welche immer, wenn solcherart Taten geschehen, ohne Vorbehalte die Solidarität zum Ausdruck bringen, welche die Menschen in ihrem Inneren beherbergen. Die schwer verletzte US-Abgeordnete Gabrielle Giffords verdient die nationale und internationale Anerkennung, die ihr gezollt wurde. Das Ärzteteam machte heute weitere positive Mitteilungen über den Verlauf ihrer Genesung.
Der Rede von Obama fehlte jedoch die moralische Verurteilung jener Politik, welche solch eine Handlung inspiriert hat.
Ich habe versucht mir vorzustellen, wie solche Männer wie Franklin Delano Roosevelt gegenüber solch einer Tat gehandelt hätten, um gar nicht erst Lincoln zu nennen, der nicht gezögert hat, seine berühmte Rede in Gettysburg zu halten. Auf welchen anderen Augenblick wartet der Präsident der Vereinigten Staaten, um die Meinung auszudrücken, welche, da bin ich mir sicher, die große Mehrheit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten teilt?
Es handelt sich nicht darum, dass eine außergewöhnliche Persönlichkeit an der Spitze der US-Regierung fehlen würde. Das, was einen Präsidenten, - der aufgrund seiner Verdienste fähig war, dieses Amt zu erreichen - zu einem historisch bedeutenden macht, ist nicht die Person an sich, sondern der Bedarf an ihm zu einem bestimmten Augenblick der Geschichte seines Landes.
Als er gestern seine Rede begann, sah er erst angespannt und sehr von dem geschriebenen Text abhängig aus. Bald hatte er die Gelassenheit zurückgewonnen, seine gewöhnliche Beherrschung bei öffentlichen Auftritten, und die genauen Worte gefunden, um seine Ideen auszudrücken. Es ist so, dass er das, was er nicht gesagt hat, nicht sagen wollte.
Als literarisches Stück und gerechtes Lob für diejenigen, die es verdient hatten, kann man ihm einen Preis verleihen.
Als politische Rede ließ sie viel zu wünschen übrig.
Fidel Castro Ruz
13. Januar 2011
19:38 Uhr
Ich habe ihm gestern zugehört, als er an der Universität Tucson gesprochen hat, wo eine Veranstaltung zu Ehren der bei dem Blutbad von Arizona ermordeten 6 Personen und der 14 Verletzten, besonders der durch einen Kopfschuss schwer verletzten demokratischen Kongressabgeordneten für diesen Staat, stattgefunden hat.
Die Tat war Werk einer geistig gestörten, durch die in der US-Gesellschaft herrschende Hasspredigt vergifteten Person, einer Gesellschaft, wo die faschistische Gruppe Tea Party ihren Extremismus der Republikanischen Partei aufgezwungen hat, welche die Welt unter der Schirmherrschaft von George W. Bush dahin geführt hat, wo sie sich heute befindet, am Rande des Abgrunds.
Zur Katastrophe der Kriege ist die größte Wirtschaftskrise der Geschichte der Vereinigten Staaten hinzugekommen und eine Staatsschuld, die schon 100% des Bruttoinlandsprodukts beträgt, was zu einem monatlichen Defizit hinzukommt, das die 80 Milliarden Dollar übersteigt, und erneut zur Zunahme jener Wohnstätten, die durch Hypothekenschulden verloren gehen. Der Preis des Erdöls, der Metalle und der Lebensmittel steigt fortschreitend. Das Misstrauen in die Papierwährung erhöht den Ankauf von Gold und nicht Wenige versichern, dass sich der Preis dieses Metalls bis Ende des Jahres auf 2.000 Dollar je Feingold-Unze erhöhen wird. Manche glauben, dass er sogar bis auf 2.500 steigen wird.
Die Klima-Phänomen haben sich verschärft, mit bedeutenden Ernte-Verlusten in der Russischen Föderation, in Europa, China, Australien, im Norden und Süden von Amerika und in anderen Gebieten, was die Lebensmittelversorgung von über 80 Ländern der Dritten Welt gefährdet und politische Instabilität in einer zunehmenden Anzahl von ihnen schafft.
Die Welt hat so vielen Problemen sowohl von politischem, militärischem und energetischem Charakter als auf dem Gebiet der Ernährung und Umwelt zu begegnen, dass kein Land eine Rückkehr der Vereinigten Staaten auf extremistische Positionen wünscht, was die Gefahren eines Atomkrieges erhöhen würde.
Die internationale Verurteilung des Verbrechens von Arizona war fast einstimmig und man sah in ihm einen Ausdruck jenes Extremismus. Vom Präsidenten der Vereinigten Staaten wurde keine leidenschaftliche bzw. auf Konfrontation zielende Rede erwartet, da das weder seinem Stil entsprechen würde, noch den inneren Umständen und dem Klima des in den Vereinigten Staaten vorherrschenden irrationellen Hasses.
Die Attentatsopfer waren zweifellos mutig, hatten persönliche Verdienste, und die meisten waren einfache Bürger; sonst wären sie nicht dort gewesen, um die medizinische Fürsorge für alle US-Amerikaner zu verteidigen und sich gegen die Immigranten-feindlichen Gesetze zu wenden.
Die Mutter des am 11. September geborenen 9jährigen Mädchens hatte mutig erklärt, das der auf der Welt ausgelöste Hass aufhören müsse. Ich hege meinerseits nicht den geringsten Zweifel, dass die Opfer sowohl der Anerkennung des US-Präsidenten als der Bürger von Tucson, der Studenten der Universität und der Ärzte würdig waren, welche immer, wenn solcherart Taten geschehen, ohne Vorbehalte die Solidarität zum Ausdruck bringen, welche die Menschen in ihrem Inneren beherbergen. Die schwer verletzte US-Abgeordnete Gabrielle Giffords verdient die nationale und internationale Anerkennung, die ihr gezollt wurde. Das Ärzteteam machte heute weitere positive Mitteilungen über den Verlauf ihrer Genesung.
Der Rede von Obama fehlte jedoch die moralische Verurteilung jener Politik, welche solch eine Handlung inspiriert hat.
Ich habe versucht mir vorzustellen, wie solche Männer wie Franklin Delano Roosevelt gegenüber solch einer Tat gehandelt hätten, um gar nicht erst Lincoln zu nennen, der nicht gezögert hat, seine berühmte Rede in Gettysburg zu halten. Auf welchen anderen Augenblick wartet der Präsident der Vereinigten Staaten, um die Meinung auszudrücken, welche, da bin ich mir sicher, die große Mehrheit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten teilt?
Es handelt sich nicht darum, dass eine außergewöhnliche Persönlichkeit an der Spitze der US-Regierung fehlen würde. Das, was einen Präsidenten, - der aufgrund seiner Verdienste fähig war, dieses Amt zu erreichen - zu einem historisch bedeutenden macht, ist nicht die Person an sich, sondern der Bedarf an ihm zu einem bestimmten Augenblick der Geschichte seines Landes.
Als er gestern seine Rede begann, sah er erst angespannt und sehr von dem geschriebenen Text abhängig aus. Bald hatte er die Gelassenheit zurückgewonnen, seine gewöhnliche Beherrschung bei öffentlichen Auftritten, und die genauen Worte gefunden, um seine Ideen auszudrücken. Es ist so, dass er das, was er nicht gesagt hat, nicht sagen wollte.
Als literarisches Stück und gerechtes Lob für diejenigen, die es verdient hatten, kann man ihm einen Preis verleihen.
Als politische Rede ließ sie viel zu wünschen übrig.
Fidel Castro Ruz
13. Januar 2011
19:38 Uhr
Montag, 10. Januar 2011
Ein weiterer Star der Tea Party
Reflexionen des Genossen Fidel: Ein weiterer Star der Tea Party
Keine Geringere als Ileana Ros, die das Kind Elián in Miami entführt hielt und Anstifterin von Staatsstreichen, Verbrechen wie jenen von Posada Carriles und anderen Gewalttaten ist, wird in das benachbarte Haiti reisen, wo aufgrund des Erbebens 250.000 Menschen umgekommen sind und wo die Choleraepidemie, während der schon knapp 4.000 Menschen ihr Leben verloren haben, weiterhin Opfer fordert und eine Bedrohung für den ganzen Kontinent darstellt.
Eine Pressemeldung der Agentur DPA informierte wie folgt:
„Die republikanische US-Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen wird am Dienstag Haiti besuchen. Das wird ihre erste Reise ins Ausland sein, seitdem sie zur Vorsitzenden des Außenpolitikausschusses des Repräsentantenhauses, jetzt in Händen der Republikaner, ernannt wurde, teilte heute ihr Büro in einem Kommuniqué mit.
Die Abgeordnete kubanischer Herkunft sagte, dass sie erwarte, während ihres Aufenthalts in Port-au-Prince einen Bericht über ‘die Fortschritte’ beim Wiederaufbau in diesem verwüsteten Land zu erhalten, sowie über den ‘fortdauernden Wahlstreit’ nach der Präsidentenwahl vom 28. November.
‘Es ist wichtig, dass ich nach Haiti reisen kann, ein für die Vereinigten Staaten sehr nahes und geliebtes Land’, erklärte die Kongressabgeordnete für Florida, ein Staat, wo eine bedeutende haitianische Bevölkerungsgruppe lebt.
‘Es ist sehr wichtig für die Interessen der Vereinigten Staaten und wir haben auch ein persönliches Interesse daran, dass die Stabilität, die Demokratie und die freien Unternehmen sich dort festsetzen’, fügte sie hinzu.“
Ich frage mich, ob die US-Regierung sich der Herausforderung bewusst ist, welche die beunruhigende Präsenz von Ileana Ros-Lehtinen in Haiti für ihre moralische Autorität gegenüber dieser Nation bedeutet.
Aber das ist noch nicht alles, eine andere Pressemeldung aus Port-au-Prince, diesmal von der Agentur AP, besagt Folgendes:
„PORT-AU-PRINCE, Haiti (AP) _ Gemäß einer Kopie eines vom The Associated Press erhaltenen Berichts werden die Beobachter der Organisation Amerikanischer Staaten vorschlagen, den regierungsnahen Kandidaten bei der Präsidentenwahl in Haiti von der zweiten Wahlrunde auszuschließen, um seinen Platz einem bekannten Musiker zu überlassen, der bei der umstrittenen ersten Wahlrunde den dritten Platz erreicht hatte.“
„Die OAS hatte vorgesehen, Präsident René Preval das Dokument am Montag vorzulegen.
Der Bericht ist noch nicht veröffentlicht worden, aber die AP hat eine Kopie erlangt und ein mit demselben vertrauter Diplomat hat die dortigen Empfehlungen bestätigt. Ein anderer Beamter eines Außenministeriums sagte, dass das Dokument sich in der letzten Phase der Bearbeitung und Übersetzung ins Französische befinde, er bestätigte aber, dass die Schlussfolgerungen so beibehalten werden.
Die Wahlkommission von Haiti soll dann entscheiden, wie sie auf diesen Aufruf antwortet, aber die Empfehlungen des OAS-Teams könnten großen Einfluss ausüben. Drei Kandidaten sind der Meinung, dass sie an der zweiten Wahlrunde teilnehmen müssten. Nachdem die Vorergebnisse der ersten Wahlrunde veröffentlicht wurden, entfesselten sich Unruhen im Land.
Es ist nicht vorgesehen, dass Preval diesen Bericht vor Mittwoch öffentlich beantwortet, wenn genau ein Jahr nach dem zerstörerischen Erbeben vom 12. Januar 2010 abgelaufen ist.
Die zweite Wahlrunde war für letzten Sonntag vorgesehen, aber man hat sie in Erwartung der Einschätzungen der OAS verzögert, die versucht, eine Lösung für den politischen Stillstand zu finden. Hohe Beamte haben gesagt, dass die Wahlen nicht vor dem nächsten Monat stattfinden werden.“
Im Land herrschte vollkommen Ruhe. Der Kampf gegen die Epidemie ging erfolgreich voran. In den letzten 17 aufeinander folgenden Tagen haben die Kubanische Medizinische Mission und die „Henry-Reeve-Brigade“ 9.857 Cholerakranke behandelt, ohne dass es einen Verstorbenen gegeben hätte.
Präsident Preval hatte mit den diplomatischen Vertretungen, einschließlich der von der OAS und dem brasilianischen Schriftsteller Ricardo Seitenfus über eine politische Lösung für dieses komplizierte Problem diskutiert.
Gemäß den erhaltenen Nachrichten, nachdem er vom Sekretär dieser Organisation überraschend von seiner Funktion entlassen wurde, ist das jetzige Problem aufgetreten. Wir hoffen, dass es den Vertretern Lateinamerikas und der in den Vereinten Nationen akkreditierten Länder gelingt, das Chaos zu vermeiden, das sich in Haiti entfesseln könnte, wenn in der jetzigen Situation der Kampf zwischen rivalisierenden Parteien inmitten der Zerstörung, der Armut und der Epidemie, die diesem Land immer noch kräftige Schläge versetzt, ausgelöst würde.
Fidel Castro Ruz
10. Januar 2011
21:50 Uhr
Keine Geringere als Ileana Ros, die das Kind Elián in Miami entführt hielt und Anstifterin von Staatsstreichen, Verbrechen wie jenen von Posada Carriles und anderen Gewalttaten ist, wird in das benachbarte Haiti reisen, wo aufgrund des Erbebens 250.000 Menschen umgekommen sind und wo die Choleraepidemie, während der schon knapp 4.000 Menschen ihr Leben verloren haben, weiterhin Opfer fordert und eine Bedrohung für den ganzen Kontinent darstellt.
Eine Pressemeldung der Agentur DPA informierte wie folgt:
„Die republikanische US-Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen wird am Dienstag Haiti besuchen. Das wird ihre erste Reise ins Ausland sein, seitdem sie zur Vorsitzenden des Außenpolitikausschusses des Repräsentantenhauses, jetzt in Händen der Republikaner, ernannt wurde, teilte heute ihr Büro in einem Kommuniqué mit.
Die Abgeordnete kubanischer Herkunft sagte, dass sie erwarte, während ihres Aufenthalts in Port-au-Prince einen Bericht über ‘die Fortschritte’ beim Wiederaufbau in diesem verwüsteten Land zu erhalten, sowie über den ‘fortdauernden Wahlstreit’ nach der Präsidentenwahl vom 28. November.
‘Es ist wichtig, dass ich nach Haiti reisen kann, ein für die Vereinigten Staaten sehr nahes und geliebtes Land’, erklärte die Kongressabgeordnete für Florida, ein Staat, wo eine bedeutende haitianische Bevölkerungsgruppe lebt.
‘Es ist sehr wichtig für die Interessen der Vereinigten Staaten und wir haben auch ein persönliches Interesse daran, dass die Stabilität, die Demokratie und die freien Unternehmen sich dort festsetzen’, fügte sie hinzu.“
Ich frage mich, ob die US-Regierung sich der Herausforderung bewusst ist, welche die beunruhigende Präsenz von Ileana Ros-Lehtinen in Haiti für ihre moralische Autorität gegenüber dieser Nation bedeutet.
Aber das ist noch nicht alles, eine andere Pressemeldung aus Port-au-Prince, diesmal von der Agentur AP, besagt Folgendes:
„PORT-AU-PRINCE, Haiti (AP) _ Gemäß einer Kopie eines vom The Associated Press erhaltenen Berichts werden die Beobachter der Organisation Amerikanischer Staaten vorschlagen, den regierungsnahen Kandidaten bei der Präsidentenwahl in Haiti von der zweiten Wahlrunde auszuschließen, um seinen Platz einem bekannten Musiker zu überlassen, der bei der umstrittenen ersten Wahlrunde den dritten Platz erreicht hatte.“
„Die OAS hatte vorgesehen, Präsident René Preval das Dokument am Montag vorzulegen.
Der Bericht ist noch nicht veröffentlicht worden, aber die AP hat eine Kopie erlangt und ein mit demselben vertrauter Diplomat hat die dortigen Empfehlungen bestätigt. Ein anderer Beamter eines Außenministeriums sagte, dass das Dokument sich in der letzten Phase der Bearbeitung und Übersetzung ins Französische befinde, er bestätigte aber, dass die Schlussfolgerungen so beibehalten werden.
Die Wahlkommission von Haiti soll dann entscheiden, wie sie auf diesen Aufruf antwortet, aber die Empfehlungen des OAS-Teams könnten großen Einfluss ausüben. Drei Kandidaten sind der Meinung, dass sie an der zweiten Wahlrunde teilnehmen müssten. Nachdem die Vorergebnisse der ersten Wahlrunde veröffentlicht wurden, entfesselten sich Unruhen im Land.
Es ist nicht vorgesehen, dass Preval diesen Bericht vor Mittwoch öffentlich beantwortet, wenn genau ein Jahr nach dem zerstörerischen Erbeben vom 12. Januar 2010 abgelaufen ist.
Die zweite Wahlrunde war für letzten Sonntag vorgesehen, aber man hat sie in Erwartung der Einschätzungen der OAS verzögert, die versucht, eine Lösung für den politischen Stillstand zu finden. Hohe Beamte haben gesagt, dass die Wahlen nicht vor dem nächsten Monat stattfinden werden.“
Im Land herrschte vollkommen Ruhe. Der Kampf gegen die Epidemie ging erfolgreich voran. In den letzten 17 aufeinander folgenden Tagen haben die Kubanische Medizinische Mission und die „Henry-Reeve-Brigade“ 9.857 Cholerakranke behandelt, ohne dass es einen Verstorbenen gegeben hätte.
Präsident Preval hatte mit den diplomatischen Vertretungen, einschließlich der von der OAS und dem brasilianischen Schriftsteller Ricardo Seitenfus über eine politische Lösung für dieses komplizierte Problem diskutiert.
Gemäß den erhaltenen Nachrichten, nachdem er vom Sekretär dieser Organisation überraschend von seiner Funktion entlassen wurde, ist das jetzige Problem aufgetreten. Wir hoffen, dass es den Vertretern Lateinamerikas und der in den Vereinten Nationen akkreditierten Länder gelingt, das Chaos zu vermeiden, das sich in Haiti entfesseln könnte, wenn in der jetzigen Situation der Kampf zwischen rivalisierenden Parteien inmitten der Zerstörung, der Armut und der Epidemie, die diesem Land immer noch kräftige Schläge versetzt, ausgelöst würde.
Fidel Castro Ruz
10. Januar 2011
21:50 Uhr
Das Verbrechen gegen die demokratische US-Abgeordnete
Reflexionen des Genossen Fidel: Das Verbrechen gegen die demokratische US-Abgeordnete
Wie bekannt, ist der Staat Arizona ein Mexiko von den Vereinigten Staaten neben vielen anderen Landstücken entrissenes Gebiet, ein Schauplatz schmerzhafter Ereignisse wegen der vielen hundert Lateinamerikaner, die beim Versuch, in die Vereinigten Staaten zu emigrieren, ums Leben kommen. Ihr Ziel ist es, dort eine Arbeit zu finden, bzw. die Familienzusammenführung mit ihren Eltern, Ehegatten oder anderen engsten Familienangehörigen zu erreichen, die dort leben.
Sie sind es, die in diesem Land die härtesten Arbeiten ausführen und ständig unter der Angst vor Verhaftung und Zwangsdeportation leben. Trotz der drastischen Maßnahmen wächst Jahr für Jahr die Zahl der Personen, die beim Versuch sterben, und hunderttausende Menschen werden jährlich in ihre Herkunftsländer abgeschoben.
Eine ständig zunehmende Anzahl von US-Amerikanern wendet sich gegen diesen Missbrauch. Das ist der Fall derjenigen, die die junge Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords unterstützt haben und sie zum dritten Mal gewählt haben.
Der Staat Arizona ist heutzutage einer der reichsten in den Vereinigten Staaten, dank der dort geförderten Mineralien, vor allem Kupfer und Molybdän; dank der umfangreichen Baumwoll- und Rindfleischproduktion, für welche sie ausgedehnte Ländereien nutzen; dank der wunderschönen Landschaften wie dem Grand Canyon vom Colorado River, als eines der schönsten des Planeten angesehen; und dank einer der drei großen eingeborenen Gemeinschaften. 30 Millionen einheimische und ausländische Touristen besuchen jährlich den Staat. Ungefähr 30% seiner Bevölkerung sind hispanoamerikanischer Herkunft.
Auf der anderen Seite versucht die Tea Party, die sich aus den reaktionärsten und politisch rückschrittlichsten Elementen der Gesellschaft zusammensetzt, die republikanische Partei auf extremistische und kriegerische Positionen mitzureißen, die inmitten der Krise und der Enttäuschung wegen der Versprechen von Obama, die er nicht erfüllen wollte oder nicht zu erfüllen gewusst hat, das Land in den Abgrund führen würden. Aus der obligatorisch bevorstehenden Debatte wird man die opportune Schlussfolgerung ziehen können.
Über den Gesundheitszustand der Kongressabgeordneten hat heute Morgen, am Montag dem 10. Januar, ein spanisches Digitalpresseorgan, El Mundo, Folgendes veröffentlicht:
„Die Gewehrkugel ist auf der Kopf-Hinterseite der US-Abgeordneten eingedrungen, […] durch die linke Gehirnhemisphäre hindurchgegangen und auf der Stirnseite ausgetreten. Nach zwei Operationsstunden, wo die noch verbliebenen Reste der Gewehrkugel sowie ein Teil des abgestorbenen Gehirngewebes und fast die Hälfte des Schädels – der zur späteren Neuimplantation aufbewahrt wurde - entfernt worden sind, zeigen sich die Chirurgen des Universitätskrankenhaus von Tucson […] ‚vorsichtig’ optimistisch.
Die Operation scheint gut verlaufen zu sein, sagte Dr. Peter Rhee, Leiter der Traumatologie des Krankenhauses. Er erklärte, dass die Patientin, obwohl sie unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln stehe und künstliche Beatmung bekomme und deshalb nicht sprechen könne, trotzdem in der Lage gewesen sei, sich durch Gesten zu verständigen und einfache Anordnungen zu befolgen, wie z.B. ‚eine Hand drücken oder zwei Finger zu heben’, das ist ein Zeichen dafür, das eine ‚Gehirnfunktion’ vorhanden ist.“
„Dr. Francisco Villarejo, Leiter der Neurochirurgie des Krankenhauses Niño Jesús und der Klinik La Luz, mit genug Erfahrung bei solchen Operationen, hat El Mundo Folgendes erklärt: ‘das Gefährlichste für die Abgeordnete besteht jetzt darin, dass das Gehirn anschwellen könnte, denn die Gewehrkugel hat unterwegs Knochenstücke mitgerissen und das kann eine Gehirnschwellung produzieren. Dieses Risiko ist noch größer nach der Operation, da dieses Gebiet sehr sensibel ist’.“
Hoffentlich kann die Weltöffentlichkeit so schnell wie möglich klar und präzise den wirklichen Zustand der Kongressabgeordneten erfahren. Das interessiert uns alle.
Fidel Castro Ruz
10. Januar 2011
19.11 Uhr
Wie bekannt, ist der Staat Arizona ein Mexiko von den Vereinigten Staaten neben vielen anderen Landstücken entrissenes Gebiet, ein Schauplatz schmerzhafter Ereignisse wegen der vielen hundert Lateinamerikaner, die beim Versuch, in die Vereinigten Staaten zu emigrieren, ums Leben kommen. Ihr Ziel ist es, dort eine Arbeit zu finden, bzw. die Familienzusammenführung mit ihren Eltern, Ehegatten oder anderen engsten Familienangehörigen zu erreichen, die dort leben.
Sie sind es, die in diesem Land die härtesten Arbeiten ausführen und ständig unter der Angst vor Verhaftung und Zwangsdeportation leben. Trotz der drastischen Maßnahmen wächst Jahr für Jahr die Zahl der Personen, die beim Versuch sterben, und hunderttausende Menschen werden jährlich in ihre Herkunftsländer abgeschoben.
Eine ständig zunehmende Anzahl von US-Amerikanern wendet sich gegen diesen Missbrauch. Das ist der Fall derjenigen, die die junge Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords unterstützt haben und sie zum dritten Mal gewählt haben.
Der Staat Arizona ist heutzutage einer der reichsten in den Vereinigten Staaten, dank der dort geförderten Mineralien, vor allem Kupfer und Molybdän; dank der umfangreichen Baumwoll- und Rindfleischproduktion, für welche sie ausgedehnte Ländereien nutzen; dank der wunderschönen Landschaften wie dem Grand Canyon vom Colorado River, als eines der schönsten des Planeten angesehen; und dank einer der drei großen eingeborenen Gemeinschaften. 30 Millionen einheimische und ausländische Touristen besuchen jährlich den Staat. Ungefähr 30% seiner Bevölkerung sind hispanoamerikanischer Herkunft.
Auf der anderen Seite versucht die Tea Party, die sich aus den reaktionärsten und politisch rückschrittlichsten Elementen der Gesellschaft zusammensetzt, die republikanische Partei auf extremistische und kriegerische Positionen mitzureißen, die inmitten der Krise und der Enttäuschung wegen der Versprechen von Obama, die er nicht erfüllen wollte oder nicht zu erfüllen gewusst hat, das Land in den Abgrund führen würden. Aus der obligatorisch bevorstehenden Debatte wird man die opportune Schlussfolgerung ziehen können.
Über den Gesundheitszustand der Kongressabgeordneten hat heute Morgen, am Montag dem 10. Januar, ein spanisches Digitalpresseorgan, El Mundo, Folgendes veröffentlicht:
„Die Gewehrkugel ist auf der Kopf-Hinterseite der US-Abgeordneten eingedrungen, […] durch die linke Gehirnhemisphäre hindurchgegangen und auf der Stirnseite ausgetreten. Nach zwei Operationsstunden, wo die noch verbliebenen Reste der Gewehrkugel sowie ein Teil des abgestorbenen Gehirngewebes und fast die Hälfte des Schädels – der zur späteren Neuimplantation aufbewahrt wurde - entfernt worden sind, zeigen sich die Chirurgen des Universitätskrankenhaus von Tucson […] ‚vorsichtig’ optimistisch.
Die Operation scheint gut verlaufen zu sein, sagte Dr. Peter Rhee, Leiter der Traumatologie des Krankenhauses. Er erklärte, dass die Patientin, obwohl sie unter dem Einfluss von Beruhigungsmitteln stehe und künstliche Beatmung bekomme und deshalb nicht sprechen könne, trotzdem in der Lage gewesen sei, sich durch Gesten zu verständigen und einfache Anordnungen zu befolgen, wie z.B. ‚eine Hand drücken oder zwei Finger zu heben’, das ist ein Zeichen dafür, das eine ‚Gehirnfunktion’ vorhanden ist.“
„Dr. Francisco Villarejo, Leiter der Neurochirurgie des Krankenhauses Niño Jesús und der Klinik La Luz, mit genug Erfahrung bei solchen Operationen, hat El Mundo Folgendes erklärt: ‘das Gefährlichste für die Abgeordnete besteht jetzt darin, dass das Gehirn anschwellen könnte, denn die Gewehrkugel hat unterwegs Knochenstücke mitgerissen und das kann eine Gehirnschwellung produzieren. Dieses Risiko ist noch größer nach der Operation, da dieses Gebiet sehr sensibel ist’.“
Hoffentlich kann die Weltöffentlichkeit so schnell wie möglich klar und präzise den wirklichen Zustand der Kongressabgeordneten erfahren. Das interessiert uns alle.
Fidel Castro Ruz
10. Januar 2011
19.11 Uhr
Sonntag, 9. Januar 2011
Ohne Gewalt und ohne Drogen
Reflexionen des Genossen Fidel: Ohne Gewalt und ohne Drogen
Gestern habe ich die grauenhafte Gewalttat gegen die US-Abgeordnete Gabrielle Giffords analysiert, bei der 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden sind, sechs starben und die anderen 12 wurden verletzt, mehrere davon äußerst schwer, darunter die Abgeordnete durch einen Kopfschuss. Dem Ärzteteam blieb nur als Alternative, sie am Leben zu erhalten zu versuchen und die Folgeerscheinungen der kriminellen Tat möglichst zu vermeiden.
Das hierbei ums Leben gekommene 9jährige Mädchen war am selben Tag der Zerstörung der Zwillingstürme geboren worden und in der Schule war es eine hervorragende Schülerin. Ihre Mutter erklärte, dass man soviel Hass ein Ende setzen müsse.
Ich erinnerte mich an eine schmerzhafte Realität, die sicherlich viele ehrliche, von den Lügen und dem Hass noch nicht vergiftete US-Amerikaner beunruhigen würde. Wie viele von ihnen wissen, dass Lateinamerika jene Weltregion ist, wo die größte Ungleichheit bei der Verteilung des Reichtums existiert? Wie viele von ihnen sind über die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeitsraten, die Lebenserwartung, die medizinische Betreuung, die Kinderarbeit, die Bildung und die überwiegende Armut in den anderen Ländern der Hemisphäre informiert worden?
Ausgehend von dem abscheulichen Ereignis von gestern in Arizona werde ich allein die Gewaltrate aufzeigen.
Ich sagte schon, dass Jahr für Jahr hunderttausende von der Armut und der Unterentwicklung verfolgte lateinamerikanische und karibische Emigranten, die in die Vereinigten Staaten gehen, festgenommen und oftmals von ihren engsten Familienangehörigen getrennt und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden.
Ich wiederhole, das Geld und die Waren können die Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Jedoch die Drogen und die Waffen überqueren diese Linie in der einen und anderen Richtung unaufhörlich. Die Vereinigten Staaten sind der größte Rauschgiftverbraucher der Welt und gleichzeitig der größte Zulieferer von Waffen, symbolisiert mit dem auf der Website von Sarah Palin veröffentlichten Visier bzw. mit dem M-16-Gewehr auf den Wahlplakaten des ehemaligen Marineinfanteristen Jesse Kelly, mit der unterschwelligen Botschaft, das gesamte Magazin abzuschießen.
Kennt die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten das mit der sozialen Ungleichheit und der Armut im Zusammenhang stehende Gewaltniveau in Lateinamerika?
Warum veröffentlicht man die sachdienlichen Angaben nicht?
In einem auf der Website ALAI veröffentlichten Artikel des spanischen Journalisten und Schriftstellers Xavier Caño Tamayo werden Angaben geboten, die die US-Amerikaner kennen sollten.
Obwohl sein Autor an den bis heutzutage angewandten Methoden zur Besiegung der von den großen Drogenhändlern angesammelten Macht Zweifel hegt, liefert sein Artikel unumstritten wertvolle Angaben, die ich ganz kurz zusammenzufassen versuchen werde.
„…27% der gewaltsamen Todesfälle der Welt kommen in Lateinamerika vor, obwohl seine Bevölkerung nicht einmal 9% der Weltbevölkerung ausmacht. In den letzten zehn Jahren haben 1.200.000 Menschen in der Region einen gewaltsamen Tod gefunden.
Gewalttätige Slums, die von der Militärpolizei besetzt sind, Gemetzel in Mexiko; Zwangsverschwundene, Morde und Massaker in Kolumbien. […] Die größte Mordrate der Welt tritt in Lateinamerika auf.“
„Wie ist diese grausame Realität zu erklären?“
„Die Antwort findet man in einer neuen Untersuchung der Lateinamerikanischen Stiftung für Sozialwissenschaften. Der Bericht zeigt, wie die Armut, die soziale Ungleichheit und der Chancenmangel die Hauptgründe für die Gewalt sind, obwohl der Drogenhandel und der Handel leichter Waffen als Beschleuniger der Gewaltkriminalität wirken.“
„Der iberoamerikanischen Organisation der Jugend zufolge haben die Hälfte der über 100 Millionen lateinamerikanischen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren keine Arbeit oder eine Chance, eine zu bekommen. […] Der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und der Karibik (CEPAL) zufolge besitzt die Region eine der höchsten Raten der informellen Arbeit bei Jugendlichen, außerdem ist es so, dass jeder vierte Jugendliche weder arbeitet noch in Ausbildung ist.“
„Der CEPAL zufolge haben in Lateinamerika in den letzten Jahren 35% der Bevölkerung unter der Armut bzw. der äußersten Armut gelitten und leiden darunter. Fast 190 Millionen Lateinamerikaner. Und der OECD zufolge werden in Lateinamerika vor Jahresende 2010 weitere 40 Millionen Menschen in die Armut verfallen bzw. verfallen sein.“
„Den Vereinten Nationen zufolge spricht man von Armut, wenn die Menschen nicht in der Lage sind, ihre Hauptbedürfnisse zu decken, um würdig zu leben, d.h. genug Ernährung, Trinkwasser, in einer angemessenen Wohnung leben, wesentliche Gesundheitsbetreuung, Grundbildung… Die Weltbank misst diese Armut in Zahlen und fügt hinzu, dass eine Person extrem arm ist, wenn sie mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag in Not lebt.“
„Dem von Capgemini und Merrill Lynch veröffentlichten Bericht 2010 über den Weltreichtum zufolge sind die Vermögen der reichen Lateinamerikaner […] im Jahr 2009 um 15% gewachsen. […] In den letzten zwei Jahren sind die Vermögen der reichen Lateinamerikaner mehr als diejenigen aus allen anderen Regionen der Welt gewachsen. Nach dem Bericht von Capgemini und Merrill Lynch handelt es sich um 500.000 Reiche. Eine halbe Million gegen 190 Millionen Menschen. […] Wenn wenige so viel besitzen, dann ermangelt es vielen an allem.“
„… Es gibt auch andere Gründe, die die Gewalt in Lateinamerika erklären. […] Die Armut und die soziale Ungleichheit sind immer mit dem Tod und dem Schmerz verbunden. […] Ist es vielleicht zufällig, dass […] 64% der acht Millionen Todesfälle wegen Krebs auf der Welt in den Regionen mit den kleineren Einkommen auftreten, für die nur 5% des Geldes für die Krebsbekämpfung aufgewandt werden?
Wenn Sie ihr Herz befragen und uns dabei in die Augen schauen: Könnten Sie mit 1,25 US-Dollar pro Tag leben?“, so schließt Xavier Caño sein Analyse.
Die Nachrichten über das Blutbad in Arizona nehmen heute den wichtigsten Raum bei den Kommentaren der US-Pressemedien ein.
Die Spezialisten des Medizinischen Zentrums der Universität von Arizona in Tucson sind vorsichtig optimistisch. Sie haben die Arbeit des Rettungspersonals gelobt, durch die es ihnen möglich war, die Abgeordnete nur 38 Minuten nach dem Schuss zu operieren. Diese Angaben wurden heute zwischen 18:00 und 19:00 Uhr über Internet bekannt.
Ihrer Meinung nach „ist die Gewehrkugel an der Stirnseite ganz nah an der Hirnmasse eingedrungen, und zwar auf der linken Seite des Kopfes.“
„Sie kann einfache Anweisungen ausführen, aber wir wissen, dass bei weiterem Anschwellen des Gehirns eine Verschlechterung eintreten könnte“, bestätigten sie.
Sie erklären die Details aller vorgenommenen Schritte, um die Atmung zu kontrollieren und den Druck im Gehirn zu verringern. Sie fügen auch hinzu, dass die Genesung Wochen oder Monate dauern kann. Die Neurochirurgen im Allgemeinen und die mit diesem Gebiet verbundenen Fachrichtungen werden die Informationen dieses Teams aufmerksam folgen.
Die Kubaner verfolgen immer alles aus der Nähe, was mit der Gesundheit zu tun hat, sie sind normalerweise gut informiert und werden sich über den Erfolg dieser Ärzte freuen.
Wir wissen, zu welchen Extremen sich die Gewalt auf der anderen Seite der Grenze, in den nahe gelegenen mexikanischen Staaten, wo es auch hervorragende Ärzte gibt, gesteigert hat. Es geschieht jedoch nicht selten, dass die Mafia des Drogenhandels, ausgerüstet mit ihren hoch entwickelten Waffen der US-Rüstungsindustrie, in die Operationssäle eindringt, um die Tötung zu vollenden.
Die Säuglingssterblichkeitsrate in Kuba liegt unter 5 pro Tausend lebend geborenen Kindern; und die Tötungsrate aufgrund von Gewalthandlungen unter 5 pro hunderttausend Einwohner.
Obwohl es unsere Bescheidenheit verletzt, ist es eine bittere Pflicht zu sagen, dass unser mit Blockade belegtes, bedrohtes und verleumdetes Land bewiesen hat, dass die lateinamerikanischen Völker ohne Gewalt und ohne Drogen leben können. Sie können sogar, und so ist es über mehr als ein halbes Jahrhundert gewesen, ohne Beziehungen mit den Vereinigten Staaten leben. Letzteres haben nicht wir bewiesen, sondern sie.
Fidel Castro Ruz
9. Januar 2011
19:56 Uhr
Gestern habe ich die grauenhafte Gewalttat gegen die US-Abgeordnete Gabrielle Giffords analysiert, bei der 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden sind, sechs starben und die anderen 12 wurden verletzt, mehrere davon äußerst schwer, darunter die Abgeordnete durch einen Kopfschuss. Dem Ärzteteam blieb nur als Alternative, sie am Leben zu erhalten zu versuchen und die Folgeerscheinungen der kriminellen Tat möglichst zu vermeiden.
Das hierbei ums Leben gekommene 9jährige Mädchen war am selben Tag der Zerstörung der Zwillingstürme geboren worden und in der Schule war es eine hervorragende Schülerin. Ihre Mutter erklärte, dass man soviel Hass ein Ende setzen müsse.
Ich erinnerte mich an eine schmerzhafte Realität, die sicherlich viele ehrliche, von den Lügen und dem Hass noch nicht vergiftete US-Amerikaner beunruhigen würde. Wie viele von ihnen wissen, dass Lateinamerika jene Weltregion ist, wo die größte Ungleichheit bei der Verteilung des Reichtums existiert? Wie viele von ihnen sind über die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeitsraten, die Lebenserwartung, die medizinische Betreuung, die Kinderarbeit, die Bildung und die überwiegende Armut in den anderen Ländern der Hemisphäre informiert worden?
Ausgehend von dem abscheulichen Ereignis von gestern in Arizona werde ich allein die Gewaltrate aufzeigen.
Ich sagte schon, dass Jahr für Jahr hunderttausende von der Armut und der Unterentwicklung verfolgte lateinamerikanische und karibische Emigranten, die in die Vereinigten Staaten gehen, festgenommen und oftmals von ihren engsten Familienangehörigen getrennt und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden.
Ich wiederhole, das Geld und die Waren können die Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Jedoch die Drogen und die Waffen überqueren diese Linie in der einen und anderen Richtung unaufhörlich. Die Vereinigten Staaten sind der größte Rauschgiftverbraucher der Welt und gleichzeitig der größte Zulieferer von Waffen, symbolisiert mit dem auf der Website von Sarah Palin veröffentlichten Visier bzw. mit dem M-16-Gewehr auf den Wahlplakaten des ehemaligen Marineinfanteristen Jesse Kelly, mit der unterschwelligen Botschaft, das gesamte Magazin abzuschießen.
Kennt die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten das mit der sozialen Ungleichheit und der Armut im Zusammenhang stehende Gewaltniveau in Lateinamerika?
Warum veröffentlicht man die sachdienlichen Angaben nicht?
In einem auf der Website ALAI veröffentlichten Artikel des spanischen Journalisten und Schriftstellers Xavier Caño Tamayo werden Angaben geboten, die die US-Amerikaner kennen sollten.
Obwohl sein Autor an den bis heutzutage angewandten Methoden zur Besiegung der von den großen Drogenhändlern angesammelten Macht Zweifel hegt, liefert sein Artikel unumstritten wertvolle Angaben, die ich ganz kurz zusammenzufassen versuchen werde.
„…27% der gewaltsamen Todesfälle der Welt kommen in Lateinamerika vor, obwohl seine Bevölkerung nicht einmal 9% der Weltbevölkerung ausmacht. In den letzten zehn Jahren haben 1.200.000 Menschen in der Region einen gewaltsamen Tod gefunden.
Gewalttätige Slums, die von der Militärpolizei besetzt sind, Gemetzel in Mexiko; Zwangsverschwundene, Morde und Massaker in Kolumbien. […] Die größte Mordrate der Welt tritt in Lateinamerika auf.“
„Wie ist diese grausame Realität zu erklären?“
„Die Antwort findet man in einer neuen Untersuchung der Lateinamerikanischen Stiftung für Sozialwissenschaften. Der Bericht zeigt, wie die Armut, die soziale Ungleichheit und der Chancenmangel die Hauptgründe für die Gewalt sind, obwohl der Drogenhandel und der Handel leichter Waffen als Beschleuniger der Gewaltkriminalität wirken.“
„Der iberoamerikanischen Organisation der Jugend zufolge haben die Hälfte der über 100 Millionen lateinamerikanischen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren keine Arbeit oder eine Chance, eine zu bekommen. […] Der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und der Karibik (CEPAL) zufolge besitzt die Region eine der höchsten Raten der informellen Arbeit bei Jugendlichen, außerdem ist es so, dass jeder vierte Jugendliche weder arbeitet noch in Ausbildung ist.“
„Der CEPAL zufolge haben in Lateinamerika in den letzten Jahren 35% der Bevölkerung unter der Armut bzw. der äußersten Armut gelitten und leiden darunter. Fast 190 Millionen Lateinamerikaner. Und der OECD zufolge werden in Lateinamerika vor Jahresende 2010 weitere 40 Millionen Menschen in die Armut verfallen bzw. verfallen sein.“
„Den Vereinten Nationen zufolge spricht man von Armut, wenn die Menschen nicht in der Lage sind, ihre Hauptbedürfnisse zu decken, um würdig zu leben, d.h. genug Ernährung, Trinkwasser, in einer angemessenen Wohnung leben, wesentliche Gesundheitsbetreuung, Grundbildung… Die Weltbank misst diese Armut in Zahlen und fügt hinzu, dass eine Person extrem arm ist, wenn sie mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag in Not lebt.“
„Dem von Capgemini und Merrill Lynch veröffentlichten Bericht 2010 über den Weltreichtum zufolge sind die Vermögen der reichen Lateinamerikaner […] im Jahr 2009 um 15% gewachsen. […] In den letzten zwei Jahren sind die Vermögen der reichen Lateinamerikaner mehr als diejenigen aus allen anderen Regionen der Welt gewachsen. Nach dem Bericht von Capgemini und Merrill Lynch handelt es sich um 500.000 Reiche. Eine halbe Million gegen 190 Millionen Menschen. […] Wenn wenige so viel besitzen, dann ermangelt es vielen an allem.“
„… Es gibt auch andere Gründe, die die Gewalt in Lateinamerika erklären. […] Die Armut und die soziale Ungleichheit sind immer mit dem Tod und dem Schmerz verbunden. […] Ist es vielleicht zufällig, dass […] 64% der acht Millionen Todesfälle wegen Krebs auf der Welt in den Regionen mit den kleineren Einkommen auftreten, für die nur 5% des Geldes für die Krebsbekämpfung aufgewandt werden?
Wenn Sie ihr Herz befragen und uns dabei in die Augen schauen: Könnten Sie mit 1,25 US-Dollar pro Tag leben?“, so schließt Xavier Caño sein Analyse.
Die Nachrichten über das Blutbad in Arizona nehmen heute den wichtigsten Raum bei den Kommentaren der US-Pressemedien ein.
Die Spezialisten des Medizinischen Zentrums der Universität von Arizona in Tucson sind vorsichtig optimistisch. Sie haben die Arbeit des Rettungspersonals gelobt, durch die es ihnen möglich war, die Abgeordnete nur 38 Minuten nach dem Schuss zu operieren. Diese Angaben wurden heute zwischen 18:00 und 19:00 Uhr über Internet bekannt.
Ihrer Meinung nach „ist die Gewehrkugel an der Stirnseite ganz nah an der Hirnmasse eingedrungen, und zwar auf der linken Seite des Kopfes.“
„Sie kann einfache Anweisungen ausführen, aber wir wissen, dass bei weiterem Anschwellen des Gehirns eine Verschlechterung eintreten könnte“, bestätigten sie.
Sie erklären die Details aller vorgenommenen Schritte, um die Atmung zu kontrollieren und den Druck im Gehirn zu verringern. Sie fügen auch hinzu, dass die Genesung Wochen oder Monate dauern kann. Die Neurochirurgen im Allgemeinen und die mit diesem Gebiet verbundenen Fachrichtungen werden die Informationen dieses Teams aufmerksam folgen.
Die Kubaner verfolgen immer alles aus der Nähe, was mit der Gesundheit zu tun hat, sie sind normalerweise gut informiert und werden sich über den Erfolg dieser Ärzte freuen.
Wir wissen, zu welchen Extremen sich die Gewalt auf der anderen Seite der Grenze, in den nahe gelegenen mexikanischen Staaten, wo es auch hervorragende Ärzte gibt, gesteigert hat. Es geschieht jedoch nicht selten, dass die Mafia des Drogenhandels, ausgerüstet mit ihren hoch entwickelten Waffen der US-Rüstungsindustrie, in die Operationssäle eindringt, um die Tötung zu vollenden.
Die Säuglingssterblichkeitsrate in Kuba liegt unter 5 pro Tausend lebend geborenen Kindern; und die Tötungsrate aufgrund von Gewalthandlungen unter 5 pro hunderttausend Einwohner.
Obwohl es unsere Bescheidenheit verletzt, ist es eine bittere Pflicht zu sagen, dass unser mit Blockade belegtes, bedrohtes und verleumdetes Land bewiesen hat, dass die lateinamerikanischen Völker ohne Gewalt und ohne Drogen leben können. Sie können sogar, und so ist es über mehr als ein halbes Jahrhundert gewesen, ohne Beziehungen mit den Vereinigten Staaten leben. Letzteres haben nicht wir bewiesen, sondern sie.
Fidel Castro Ruz
9. Januar 2011
19:56 Uhr
Samstag, 8. Januar 2011
Eine grauenhafte Tat
Reflexionen des Genossen Fidel: Eine grauenhafte Tat
Am heutigen Nachmittag wurde aus den Vereinigten Staaten eine bedauerliche und beschämende Nachricht bekannt gegeben: die demokratische Kongressabgeordnete für Arizona, Gabrielle Giffords, war während ihrer Teilnahme an einer politischen Veranstaltung in ihrem Wahldistrikt Tucson Opfer eines kriminellen Attentats geworden. Auf der anderen Seite der Grenze liegt Mexiko, das lateinamerikanische Land, zu dem jenes Gebiet gehörte, als ihm in einem ungerechten Krieg über die Hälfte seines Territoriums entrissen wurde.
Über seine karge Oberfläche versuchen viele derjenigen zu emigrieren, die aus Mexiko, Mittelamerika und anderen lateinamerikanischen Ländern dem Hunger, der Armut und der Unterentwicklung zu entfliehen suchen, zu denen jene Völker von den Vereinigten Staaten geführt wurden. Das Geld und die Waren können diese Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Und das ohne die Drogen und die Waffen zu erwähnen, die diese Linie in der einen und anderen Richtung überqueren.
Hunderttausende Lateinamerikaner, die in jenem Land die härtesten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen, werden Jahr für Jahr festgenommen und an ihre Ausgangspunkte zurückgeschickt, oftmals getrennt von ihren engsten Familienangehörigen. Sie erwarteten von der neuen Regierung eine Berichtigung dieser kriminellen und unmenschlichen Politik.
Gemäß den kürzlich erhaltenen Nachrichten sind 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden und sechs starben, darunter ein Mädchen von 9 Jahren und der Bundesrichter John Roll.
Die Abgeordnete ist durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Die Ärzte kämpfen darum, sie am Leben zu erhalten.
Sie ist mit Mark Kelly, Astronaut der NASA, verheiratet. Mit 36 Jahren wurde sie 2006 das erste Mal in den Kongress gewählt. „Sie ist Befürworterin der Migrationreform, der Forschung mit Embryonalzellen und der alternativen Energien“, Maßnahmen, welche die Äußerste Rechte verabscheut.
Sie war bei den letzten Wahlen als Vertreterin der Demokraten wieder gewählt worden.
Als ihr Vater von der Presse befragt wurde, ob sie Feinde habe, antwortete dieser: „die gesamte Tea Party“.
Es ist bekannt, dass Sarah Palin, die ehemalige Kandidatin für die Vizepräsidentschaft der Vereinigten Staaten bei den Wahlen von 2008 und Führerin der Tea Party, auf ihrer Website als Zielstellung für die Anhänger ihrer Partei eine Landkarte des Kongressdistrikts mit 20 von jenen Abgeordneten veröffentlicht hat, welche die Gesundheitsreform von Präsident Obama unterstützt haben, und diese mit dem Visier eines Gewehrs gekennzeichnet hatte.
Der Widersacher der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords war ein ehemaliger Marineinfanterist, der zur Wahlkampagne mit einem Gewehr M-16 erschien, mit einer Botschaft, dessen Inhalt Mitteilungen zufolge lautete: „Hilf Gabrielle Giffords zu entfernen… Schieß mit Jesse Kelly das gesamte Magazin eines M-16-Selbstladegewehrs ab.“
Im März 2010 wurde das Wahlbüro von Gabrielle angegriffen. Sie erklärte, dass die Leute, wenn sie dies machen, sich dessen Folgen bewusst werden müsse; dass die führenden politischen Persönlichkeiten sich zusammensetzen und eine Grenze setzen müssen.
Jegliche besonnene Person könnte sich fragen, ob eine Tat wie diese in Afghanistan oder in einem Wahldistrikt von Arizona stattgefunden habe.
Obama hat wörtlich Folgendes erklärt: „Es ist eine unbeschreibliche, schmähliche Tragödie, eine Anzahl von US-Amerikanern ist beschossen worden…“.
„Und während wir mit den Nachforschungen fortfahren, ist uns bekannt, dass einige verstorben sind und dass die Abgeordnete Giffords schwer verletzt ist…“.
„Wir haben noch nicht auf alles eine Antwort. Aber wir wissen, dass eine so unvernünftige und schreckliche Tat keinen Platz in einer freien Gesellschaft hat…“.
„Ich bitte alle US-Amerikaner darum, sich mir und Michelle anzuschließen, und die Abgeordnete Giffords, die Opfer dieser Tragödie und ihre Familienangehörigen in unsere Gebete einzuschließen.“
Sein Appell ist relativ dramatisch und recht traurig. Selbst wir, d.h. diejenigen, die seine politischen bzw. philosophischen Ideen absolut nicht teilen, wünschen aufrichtig, dass weder Kinder noch Richter, oder Abgeordnete bzw. irgendein US-Bürger auf so absurde und nicht zu rechtfertigende Art und Weise sterben.
Es ist traurig, daran zu denken, dass auf der Welt jedes Jahr viele Millionen Menschen infolge von durch die reichsten und am weitesten entwickelten Nationen des Planeten geförderten absurden Kriegen, Armut, zunehmenden Hungersnöten und Beeinträchtigung der Umwelt ums Leben kommen.
Wir wünschten, dass Obama und der Kongress der Vereinigten Staaten mit den anderen Völkern diese Sorgen teilen würde.
Fidel Castro Ruz
8.Januar 2011
21:11 Uhr
Am heutigen Nachmittag wurde aus den Vereinigten Staaten eine bedauerliche und beschämende Nachricht bekannt gegeben: die demokratische Kongressabgeordnete für Arizona, Gabrielle Giffords, war während ihrer Teilnahme an einer politischen Veranstaltung in ihrem Wahldistrikt Tucson Opfer eines kriminellen Attentats geworden. Auf der anderen Seite der Grenze liegt Mexiko, das lateinamerikanische Land, zu dem jenes Gebiet gehörte, als ihm in einem ungerechten Krieg über die Hälfte seines Territoriums entrissen wurde.
Über seine karge Oberfläche versuchen viele derjenigen zu emigrieren, die aus Mexiko, Mittelamerika und anderen lateinamerikanischen Ländern dem Hunger, der Armut und der Unterentwicklung zu entfliehen suchen, zu denen jene Völker von den Vereinigten Staaten geführt wurden. Das Geld und die Waren können diese Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Und das ohne die Drogen und die Waffen zu erwähnen, die diese Linie in der einen und anderen Richtung überqueren.
Hunderttausende Lateinamerikaner, die in jenem Land die härtesten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen, werden Jahr für Jahr festgenommen und an ihre Ausgangspunkte zurückgeschickt, oftmals getrennt von ihren engsten Familienangehörigen. Sie erwarteten von der neuen Regierung eine Berichtigung dieser kriminellen und unmenschlichen Politik.
Gemäß den kürzlich erhaltenen Nachrichten sind 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden und sechs starben, darunter ein Mädchen von 9 Jahren und der Bundesrichter John Roll.
Die Abgeordnete ist durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Die Ärzte kämpfen darum, sie am Leben zu erhalten.
Sie ist mit Mark Kelly, Astronaut der NASA, verheiratet. Mit 36 Jahren wurde sie 2006 das erste Mal in den Kongress gewählt. „Sie ist Befürworterin der Migrationreform, der Forschung mit Embryonalzellen und der alternativen Energien“, Maßnahmen, welche die Äußerste Rechte verabscheut.
Sie war bei den letzten Wahlen als Vertreterin der Demokraten wieder gewählt worden.
Als ihr Vater von der Presse befragt wurde, ob sie Feinde habe, antwortete dieser: „die gesamte Tea Party“.
Es ist bekannt, dass Sarah Palin, die ehemalige Kandidatin für die Vizepräsidentschaft der Vereinigten Staaten bei den Wahlen von 2008 und Führerin der Tea Party, auf ihrer Website als Zielstellung für die Anhänger ihrer Partei eine Landkarte des Kongressdistrikts mit 20 von jenen Abgeordneten veröffentlicht hat, welche die Gesundheitsreform von Präsident Obama unterstützt haben, und diese mit dem Visier eines Gewehrs gekennzeichnet hatte.
Der Widersacher der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords war ein ehemaliger Marineinfanterist, der zur Wahlkampagne mit einem Gewehr M-16 erschien, mit einer Botschaft, dessen Inhalt Mitteilungen zufolge lautete: „Hilf Gabrielle Giffords zu entfernen… Schieß mit Jesse Kelly das gesamte Magazin eines M-16-Selbstladegewehrs ab.“
Im März 2010 wurde das Wahlbüro von Gabrielle angegriffen. Sie erklärte, dass die Leute, wenn sie dies machen, sich dessen Folgen bewusst werden müsse; dass die führenden politischen Persönlichkeiten sich zusammensetzen und eine Grenze setzen müssen.
Jegliche besonnene Person könnte sich fragen, ob eine Tat wie diese in Afghanistan oder in einem Wahldistrikt von Arizona stattgefunden habe.
Obama hat wörtlich Folgendes erklärt: „Es ist eine unbeschreibliche, schmähliche Tragödie, eine Anzahl von US-Amerikanern ist beschossen worden…“.
„Und während wir mit den Nachforschungen fortfahren, ist uns bekannt, dass einige verstorben sind und dass die Abgeordnete Giffords schwer verletzt ist…“.
„Wir haben noch nicht auf alles eine Antwort. Aber wir wissen, dass eine so unvernünftige und schreckliche Tat keinen Platz in einer freien Gesellschaft hat…“.
„Ich bitte alle US-Amerikaner darum, sich mir und Michelle anzuschließen, und die Abgeordnete Giffords, die Opfer dieser Tragödie und ihre Familienangehörigen in unsere Gebete einzuschließen.“
Sein Appell ist relativ dramatisch und recht traurig. Selbst wir, d.h. diejenigen, die seine politischen bzw. philosophischen Ideen absolut nicht teilen, wünschen aufrichtig, dass weder Kinder noch Richter, oder Abgeordnete bzw. irgendein US-Bürger auf so absurde und nicht zu rechtfertigende Art und Weise sterben.
Es ist traurig, daran zu denken, dass auf der Welt jedes Jahr viele Millionen Menschen infolge von durch die reichsten und am weitesten entwickelten Nationen des Planeten geförderten absurden Kriegen, Armut, zunehmenden Hungersnöten und Beeinträchtigung der Umwelt ums Leben kommen.
Wir wünschten, dass Obama und der Kongress der Vereinigten Staaten mit den anderen Völkern diese Sorgen teilen würde.
Fidel Castro Ruz
8.Januar 2011
21:11 Uhr
Donnerstag, 6. Januar 2011
Was würde Einstein dazu sagen
Reflexionen des Genossen Fidel: Was würde Einstein dazu sagen
In einer am 25. August unter dem Titel „Die Meinung eines Experten“ veröffentlichten Reflexion habe ich eine wirklich ungewöhnliche Tätigkeit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten erwähnt, die meinem Dafürhalten nach die Gefahr eines Konflikts von atomarem Charakter unterstrich. Ich bezog mich auf einen langen Artikel des bekannten Journalisten Jeffrey Goldberg, der in der September-Ausgabe jenes Jahres der US-amerikanischen Zeitschrift The Atlantic unter dem Titel „Der Punkt, nach dem es kein Zurück gibt“ veröffentlicht wurde.
Goldberg war nicht Israel-feindlich, sondern im Gegenteil, Bewunderer von Israel, dessen Staatsbürgerschaft er neben der der Vereinigten Staaten innehat, und in jenem Land hat er seinen Militärdienst abgeleistet.
Im Anfangsteil seines Artikels schrieb er wörtlich Folgendes: „Es ist ebenso möglich, dass durch die ‘Operationen der Vereitelung’, die von den Geheimdiensten von Israel, der Vereinigten Staaten, von Großbritannien und von anderen Westmächten durchgeführt werden (Programme, die dazu bestimmt sind, die iranischen Anstrengungen auf dem Gebiet der Atomkraft durch Sabotage und eventuell durch das sorgfältig koordinierte Verschwinden von Atomwissenschaftlern zu unterminieren) der Vormarsch von Iran in irgendeinem Maße bedeutend verlangsamt werden kann.“
Das in Klammern Geschriebene im obigen Paragraphen ist ebenfalls von ihm.
Nach Erwähnung des geheimnisvollen Satzes fuhr ich mit der Analyse jenes gordischen Knotens der internationalen Politik fort, der zu jenem von Einstein so befürchteten Krieg führen konnte. Was würde er dazu sagen, wenn ihm die zur Beseitigung der fähigsten Atomwissenschaftler bestimmten „Operationen der Vereitelung“ bekannt geworden wären?
Vielleicht habe ich dem aufgrund dessen, dass es so absurd und unglaublich war, nicht sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, als ich aber Monate danach die kürzlichen Anklagen der Regierung von Iran las, sowie die Nachrichten und Meinungen von gut informierten Personen, kam mir jener Absatz erneut kraftvoll ins Gedächtnis.
Vier Wochen vor dem Jahresabschluss 2010 berichtete eine Agenturmeldung von AFP wie folgt:
„Ein iranischer Atomwissenschaftler findet den Tod durch Ermordung“
„Teheran beschuldigt die USA und Israel, hinter einem Doppelattentat zu stecken.“
„AFP. 30. November 2010
‘Die Hand von westlichen Regierungen und dem zionistischen Regime steckt hinter den Attentaten’. Mahmud Ahmadineyad hegte keine Zweifel, als es darum ging, Schuldige für das Doppelattentat gegen Atomexperten zu suchen, das gestern in den ersten Morgenstunden in Teheran ausgeführt wurde. Majid Shariari, Professor an der Universität Shahid Beheshti von Teheran und Mitglied der Atomgesellschaft von Iran, verlor bei einer, wenige Meter von seinem Haus entfernt registrierten Explosion sein Leben und seine Frau wurde dabei verletzt. Sein Kollege Fereydoon Abbasi, Physiker, Experte in Laser an derselben Universität, und seine Ehefrau wurden aufgrund eines ähnlichen Angriffs verletzt. Obwohl in einigen Medien sogar schon der Tod von Abbasi angekündigt worden war, bestätigte schließlich die Agentur Mehr, dass es ihm gelungen war, zu überleben. Gemäß der Agentur Fars näherten sich ‘unbekannte Terroristen’ auf Motorrädern den Fahrzeugen, um Haftbomben zu legen.“
„Mitglieder der Exekutive von Ahmadineyad, wie der Innenminister Mostafa Mohamad Najjar, haben direkt die CIA und den Mossad beschuldigt, – die jeweiligen Geheimdienste der USA und von Israel – hinter diesen Aktionen zu stecken, die an der Schwelle einer möglichen neuen Verhandlungsrunde mit den Mitgliedern der 5+1 ein neuer Schlag für die atomare Aufrüstung des Landes bedeuten…“
„Mit dem gestrigen Attentat sind es schon drei iranische Wissenschaftler, die seit 2007 ermordet wurden. Doktor Masoud Alí Mohamadi ist im vergangenen Januar in Teheran ums Leben gekommen, als beim Verlassen seines Hauses eine Bombe explodierte, ein Tod, der von den Behörden noch nicht aufgeklärt worden ist, die ebenfalls die westlichen Geheimdienste beschuldigten, das vereiteln zu wollen, was sie als ein Recht ansehen, die atomare Aufrüstung zu zivilen Zwecken. Das erste Opfer innerhalb der Wissenschaftler-Gemeinschaft war Ardeshir Hosseinpour, der im Jahr 2007 unter seltsamen Umständen im Atomkraftwerk von Isfahan starb.“
Ich kann mich an keinen anderen Zeitpunkt der Geschichte erinnern, zu dem der Mord an Wissenschaftlern zur offiziellen Politik einer Gruppe von Mächten geworden wäre, die mit Atomwaffen ausgerüstet sind. Das Schlimmste ist, dass sie das im Fall Iran auf eine muslimische Nation anwenden, mit der sie – auch wenn sie auf dem Gebiet der Technologie mit ihr konkurrieren und sie übertreffen können – niemals auf einem anderen Gebiet standhalten können, auf dem diese sie aus kulturellen und religiösen Gründen vielfach übertreffen kann, d.h. in der Bereitschaft ihrer Bürger, zu jeglichem Augenblick zu sterben, wenn Iran beschließen würde, dieselbe absurde und kriminelle Formel auf die Akademiker ihrer Gegner anzuwenden.
Es gibt weitere schwerwiegende Ereignisse im Zusammenhang mit dem Blutbad von Wissenschaftlern, das von Israel, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und andern Mächten gegen die iranischen Wissenschaftler organisiert wurde, über welche die großen Medien die Weltöffentlichkeit nicht informieren.
Ein Artikel von Christian Elia, der am 25. August 2010 auf der Website Rebelión veröffentlicht wurde, teilte Folgendes mit:
„Eine Explosion tötete den Vater der Drohnen (unbemannte Luftfahrzeuge), – von Iran – aber er ist nur der letzte Wissenschaftler, der im Land ums Leben gekommen ist.
Ein Foto von Reza Baruni in Internet zu finden, ist eine nicht erfüllbare Aufgabe. Jedoch in den letzten Tagen stand sein Name im Zentrum eines Mysteriums, das viele internationale Aspekte hat…“
„Die einzige Gewissheit ist die, dass der iranische Luftfahrtingenieur Reza Baruni tot ist. Alles Andere ist mit einem absoluten Mysterium bedeckt. Baruni wird von allen Fachleuten der Industrie als Vater der […] nicht bemannten Luftfahrzeuge (UAV) der Islamischen Republik […] angesehen. Am 1. August 2010 wurde sein Haus gesprengt.“
„Am 17. August 2010 veröffentlichte Debka (dem israelischen Geheimdienst sehr nahe stehend) die Nachricht über den Tod von Baruni und gibt ihre Schlussfolgerungen bekannt: Das Haus des iranischen Ingenieurs flog aufgrund der Explosion von drei sehr mächtigen Sprengkörpern in die Luft. Baruni ist ermordet worden.“
„Aber die zweifelhafteste Episode ist dagegen die des Todes von Massud Ali-Mohammadi, Dozent für Kernphysik an der Universität Teheran, ermordet am 11. Januar 2010 in der iranischen Hauptstadt. Professor Ali-Mohammadi starb aufgrund der Explosion einer Motorrad-Bombe, die durch Fernbedienung in dem Augenblick ausgelöst wurde, als der Dozent aus seinem Haus kam, um auf Arbeit zu gehen…“
In einem auf der Website CubaDebate veröffentlichten Artikel wird berichtet:
„Israel gesteht zu, dass es vergangene Woche einen iranischen Atomwissenschaftler ermordet hat“
„Der israelische Geheimdienst Mossad hat zugestanden, dass er vergangenen Woche in einer in Teheran durchgeführten Operation Majid Shahriari ermordet hat und einen anderen Physiker im Iran verletzt hat, wie Quellen des Mossad selbst besagen. ‘Das ist die letzte Operation des Mossad-Chefs’, behaupteten zufrieden die an ihrem Sitz in Gelilot, im Norden von Tel Aviv versammelten Verantwortlichen des israelischen Geheimdienstes.“
„Gordon Thomas, britischer Experte im Mossad, bestätigte der britischen Tageszeitung The Sunday Telegraph, dass Israel verantwortlich für diesen Doppelmord ist, der dazu bestimmt ist, das iranische Atomprogramm zu behindern.“
„Thomas behauptet, dass alle israelischen Attentate der letzten Jahre gegen im iranischen Atomprojekt eingebundene Persönlichkeiten von der Einheit Kidon (Bajonett) begangen worden sind. Gemäß der hebräischen Tageszeitung Yediot Ahronot besteht diese Einheit aus 38 Agenten. Fünf sind Frauen. Alle sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, sprechen zahlreiche Sprachen – einschließlich Persisch – und können mit Leichtigkeit in Iran ein- und ausreisen. Ihr Stützpunkt befindet sich in der Wüste Negev.“
Zur Zeiten der Diaspora hat sich die Linke der Welt mit dem Volk von Israel solidarisiert. Verfolgt aufgrund ihrer Ethnie und Religion haben viele von ihnen in den Reihen der revolutionären Parteien gekämpft. Die Völker haben die Vernichtungslager verurteilt, welche die europäische Bourgeoisie und die der Welt zu ignorieren beabsichtigten.
Heute betreiben die Führer des Staates Israel den Völkermord und gehen Verbindungen mit den reaktionärsten Kräften des Planeten ein.
Noch aufzuklären ist auch das von den Führungspersönlichkeiten jenes Staates und vom Südafrika der verhassten Apartheid unterhaltene Bündnis, der sie unter Beihilfe der Vereinigten Staaten die Technologie geliefert haben, um jene Atomwaffen zu entwickeln, die dazu bestimmt waren, jenen kubanischen Truppen Schläge zu versetzen, die 1975 der Invasion des rassistischen Südafrika die Stirn boten, dessen Geringschätzung der afrikanischen Völker und Hass ihnen gegenüber sich in nichts von der Ideologie jener Nazis unterschieden, die in den Vernichtungslagern von Europa Millionen Juden, Russen, Zigeuner und Angehörige anderer europäischen Nationalitäten ermordeten.
Wenn es nicht die iranische Revolution gegeben hätte, – die bar von Waffen den am besten ausgerüsteten Verbündeten der Vereinigten Staaten an der Südflanke der Sowjetunion weggefegt hat – dann würde heute nicht Israel sondern der Schah von Iran und mit Atomwaffen ausgestattet in dieser so strategischen und immens Erdöl- und Erdgasreichen Region das Hauptbollwerk der Yankee-Imperiums und der NATO für die sichere Belieferung der am höchsten entwickelten Länder des Planeten sein.
Das ist ein fast unerschöpfliches Thema.
Fidel Castro Ruz
6. Januar 2011
20:16 Uhr
In einer am 25. August unter dem Titel „Die Meinung eines Experten“ veröffentlichten Reflexion habe ich eine wirklich ungewöhnliche Tätigkeit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten erwähnt, die meinem Dafürhalten nach die Gefahr eines Konflikts von atomarem Charakter unterstrich. Ich bezog mich auf einen langen Artikel des bekannten Journalisten Jeffrey Goldberg, der in der September-Ausgabe jenes Jahres der US-amerikanischen Zeitschrift The Atlantic unter dem Titel „Der Punkt, nach dem es kein Zurück gibt“ veröffentlicht wurde.
Goldberg war nicht Israel-feindlich, sondern im Gegenteil, Bewunderer von Israel, dessen Staatsbürgerschaft er neben der der Vereinigten Staaten innehat, und in jenem Land hat er seinen Militärdienst abgeleistet.
Im Anfangsteil seines Artikels schrieb er wörtlich Folgendes: „Es ist ebenso möglich, dass durch die ‘Operationen der Vereitelung’, die von den Geheimdiensten von Israel, der Vereinigten Staaten, von Großbritannien und von anderen Westmächten durchgeführt werden (Programme, die dazu bestimmt sind, die iranischen Anstrengungen auf dem Gebiet der Atomkraft durch Sabotage und eventuell durch das sorgfältig koordinierte Verschwinden von Atomwissenschaftlern zu unterminieren) der Vormarsch von Iran in irgendeinem Maße bedeutend verlangsamt werden kann.“
Das in Klammern Geschriebene im obigen Paragraphen ist ebenfalls von ihm.
Nach Erwähnung des geheimnisvollen Satzes fuhr ich mit der Analyse jenes gordischen Knotens der internationalen Politik fort, der zu jenem von Einstein so befürchteten Krieg führen konnte. Was würde er dazu sagen, wenn ihm die zur Beseitigung der fähigsten Atomwissenschaftler bestimmten „Operationen der Vereitelung“ bekannt geworden wären?
Vielleicht habe ich dem aufgrund dessen, dass es so absurd und unglaublich war, nicht sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, als ich aber Monate danach die kürzlichen Anklagen der Regierung von Iran las, sowie die Nachrichten und Meinungen von gut informierten Personen, kam mir jener Absatz erneut kraftvoll ins Gedächtnis.
Vier Wochen vor dem Jahresabschluss 2010 berichtete eine Agenturmeldung von AFP wie folgt:
„Ein iranischer Atomwissenschaftler findet den Tod durch Ermordung“
„Teheran beschuldigt die USA und Israel, hinter einem Doppelattentat zu stecken.“
„AFP. 30. November 2010
‘Die Hand von westlichen Regierungen und dem zionistischen Regime steckt hinter den Attentaten’. Mahmud Ahmadineyad hegte keine Zweifel, als es darum ging, Schuldige für das Doppelattentat gegen Atomexperten zu suchen, das gestern in den ersten Morgenstunden in Teheran ausgeführt wurde. Majid Shariari, Professor an der Universität Shahid Beheshti von Teheran und Mitglied der Atomgesellschaft von Iran, verlor bei einer, wenige Meter von seinem Haus entfernt registrierten Explosion sein Leben und seine Frau wurde dabei verletzt. Sein Kollege Fereydoon Abbasi, Physiker, Experte in Laser an derselben Universität, und seine Ehefrau wurden aufgrund eines ähnlichen Angriffs verletzt. Obwohl in einigen Medien sogar schon der Tod von Abbasi angekündigt worden war, bestätigte schließlich die Agentur Mehr, dass es ihm gelungen war, zu überleben. Gemäß der Agentur Fars näherten sich ‘unbekannte Terroristen’ auf Motorrädern den Fahrzeugen, um Haftbomben zu legen.“
„Mitglieder der Exekutive von Ahmadineyad, wie der Innenminister Mostafa Mohamad Najjar, haben direkt die CIA und den Mossad beschuldigt, – die jeweiligen Geheimdienste der USA und von Israel – hinter diesen Aktionen zu stecken, die an der Schwelle einer möglichen neuen Verhandlungsrunde mit den Mitgliedern der 5+1 ein neuer Schlag für die atomare Aufrüstung des Landes bedeuten…“
„Mit dem gestrigen Attentat sind es schon drei iranische Wissenschaftler, die seit 2007 ermordet wurden. Doktor Masoud Alí Mohamadi ist im vergangenen Januar in Teheran ums Leben gekommen, als beim Verlassen seines Hauses eine Bombe explodierte, ein Tod, der von den Behörden noch nicht aufgeklärt worden ist, die ebenfalls die westlichen Geheimdienste beschuldigten, das vereiteln zu wollen, was sie als ein Recht ansehen, die atomare Aufrüstung zu zivilen Zwecken. Das erste Opfer innerhalb der Wissenschaftler-Gemeinschaft war Ardeshir Hosseinpour, der im Jahr 2007 unter seltsamen Umständen im Atomkraftwerk von Isfahan starb.“
Ich kann mich an keinen anderen Zeitpunkt der Geschichte erinnern, zu dem der Mord an Wissenschaftlern zur offiziellen Politik einer Gruppe von Mächten geworden wäre, die mit Atomwaffen ausgerüstet sind. Das Schlimmste ist, dass sie das im Fall Iran auf eine muslimische Nation anwenden, mit der sie – auch wenn sie auf dem Gebiet der Technologie mit ihr konkurrieren und sie übertreffen können – niemals auf einem anderen Gebiet standhalten können, auf dem diese sie aus kulturellen und religiösen Gründen vielfach übertreffen kann, d.h. in der Bereitschaft ihrer Bürger, zu jeglichem Augenblick zu sterben, wenn Iran beschließen würde, dieselbe absurde und kriminelle Formel auf die Akademiker ihrer Gegner anzuwenden.
Es gibt weitere schwerwiegende Ereignisse im Zusammenhang mit dem Blutbad von Wissenschaftlern, das von Israel, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und andern Mächten gegen die iranischen Wissenschaftler organisiert wurde, über welche die großen Medien die Weltöffentlichkeit nicht informieren.
Ein Artikel von Christian Elia, der am 25. August 2010 auf der Website Rebelión veröffentlicht wurde, teilte Folgendes mit:
„Eine Explosion tötete den Vater der Drohnen (unbemannte Luftfahrzeuge), – von Iran – aber er ist nur der letzte Wissenschaftler, der im Land ums Leben gekommen ist.
Ein Foto von Reza Baruni in Internet zu finden, ist eine nicht erfüllbare Aufgabe. Jedoch in den letzten Tagen stand sein Name im Zentrum eines Mysteriums, das viele internationale Aspekte hat…“
„Die einzige Gewissheit ist die, dass der iranische Luftfahrtingenieur Reza Baruni tot ist. Alles Andere ist mit einem absoluten Mysterium bedeckt. Baruni wird von allen Fachleuten der Industrie als Vater der […] nicht bemannten Luftfahrzeuge (UAV) der Islamischen Republik […] angesehen. Am 1. August 2010 wurde sein Haus gesprengt.“
„Am 17. August 2010 veröffentlichte Debka (dem israelischen Geheimdienst sehr nahe stehend) die Nachricht über den Tod von Baruni und gibt ihre Schlussfolgerungen bekannt: Das Haus des iranischen Ingenieurs flog aufgrund der Explosion von drei sehr mächtigen Sprengkörpern in die Luft. Baruni ist ermordet worden.“
„Aber die zweifelhafteste Episode ist dagegen die des Todes von Massud Ali-Mohammadi, Dozent für Kernphysik an der Universität Teheran, ermordet am 11. Januar 2010 in der iranischen Hauptstadt. Professor Ali-Mohammadi starb aufgrund der Explosion einer Motorrad-Bombe, die durch Fernbedienung in dem Augenblick ausgelöst wurde, als der Dozent aus seinem Haus kam, um auf Arbeit zu gehen…“
In einem auf der Website CubaDebate veröffentlichten Artikel wird berichtet:
„Israel gesteht zu, dass es vergangene Woche einen iranischen Atomwissenschaftler ermordet hat“
„Der israelische Geheimdienst Mossad hat zugestanden, dass er vergangenen Woche in einer in Teheran durchgeführten Operation Majid Shahriari ermordet hat und einen anderen Physiker im Iran verletzt hat, wie Quellen des Mossad selbst besagen. ‘Das ist die letzte Operation des Mossad-Chefs’, behaupteten zufrieden die an ihrem Sitz in Gelilot, im Norden von Tel Aviv versammelten Verantwortlichen des israelischen Geheimdienstes.“
„Gordon Thomas, britischer Experte im Mossad, bestätigte der britischen Tageszeitung The Sunday Telegraph, dass Israel verantwortlich für diesen Doppelmord ist, der dazu bestimmt ist, das iranische Atomprogramm zu behindern.“
„Thomas behauptet, dass alle israelischen Attentate der letzten Jahre gegen im iranischen Atomprojekt eingebundene Persönlichkeiten von der Einheit Kidon (Bajonett) begangen worden sind. Gemäß der hebräischen Tageszeitung Yediot Ahronot besteht diese Einheit aus 38 Agenten. Fünf sind Frauen. Alle sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, sprechen zahlreiche Sprachen – einschließlich Persisch – und können mit Leichtigkeit in Iran ein- und ausreisen. Ihr Stützpunkt befindet sich in der Wüste Negev.“
Zur Zeiten der Diaspora hat sich die Linke der Welt mit dem Volk von Israel solidarisiert. Verfolgt aufgrund ihrer Ethnie und Religion haben viele von ihnen in den Reihen der revolutionären Parteien gekämpft. Die Völker haben die Vernichtungslager verurteilt, welche die europäische Bourgeoisie und die der Welt zu ignorieren beabsichtigten.
Heute betreiben die Führer des Staates Israel den Völkermord und gehen Verbindungen mit den reaktionärsten Kräften des Planeten ein.
Noch aufzuklären ist auch das von den Führungspersönlichkeiten jenes Staates und vom Südafrika der verhassten Apartheid unterhaltene Bündnis, der sie unter Beihilfe der Vereinigten Staaten die Technologie geliefert haben, um jene Atomwaffen zu entwickeln, die dazu bestimmt waren, jenen kubanischen Truppen Schläge zu versetzen, die 1975 der Invasion des rassistischen Südafrika die Stirn boten, dessen Geringschätzung der afrikanischen Völker und Hass ihnen gegenüber sich in nichts von der Ideologie jener Nazis unterschieden, die in den Vernichtungslagern von Europa Millionen Juden, Russen, Zigeuner und Angehörige anderer europäischen Nationalitäten ermordeten.
Wenn es nicht die iranische Revolution gegeben hätte, – die bar von Waffen den am besten ausgerüsteten Verbündeten der Vereinigten Staaten an der Südflanke der Sowjetunion weggefegt hat – dann würde heute nicht Israel sondern der Schah von Iran und mit Atomwaffen ausgestattet in dieser so strategischen und immens Erdöl- und Erdgasreichen Region das Hauptbollwerk der Yankee-Imperiums und der NATO für die sichere Belieferung der am höchsten entwickelten Länder des Planeten sein.
Das ist ein fast unerschöpfliches Thema.
Fidel Castro Ruz
6. Januar 2011
20:16 Uhr
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