Kurz vor dem 50. Jahrestag des Triumphes beglückwünsche ich unser heroisches Volk.
Fidel Castro Ruz
31. Dezember 2008
19:00 Uhr
Hier finden Sie chronologisch sortiert Reden und Schriften des kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro Ruz
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Montag, 15. Dezember 2008
Die nicht zu rechtfertigende Zerstörung der Umwelt
Reflexionen des Genossen Fidel: Die nicht zu rechtfertigende Zerstörung der Umwelt
Kann die kapitalistische Gesellschaft sie verhindern? Die Nachrichten, die uns zu dem Thema erreichen, sind nicht ermutigend. In Poznań steht das Projekt zur Debatte, das im Dezember kommenden Jahres in Kopenhagen vorgestellt werden soll, wo das Kyoto-Nachfolgeabkommen diskutiert und beschlossen wird.
Die mit der Ausarbeitung desselben beauftragte Kommission steht unter dem Vorsitz von Al Gore, dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Vereinigten Staaten, der bei den Wahlen von 2001 durch Betrug eine Niederlage gegenüber Bush erlitt. Diejenigen, die an der Ausarbeitung beteiligt sind, legen alle Hoffnung in Barack Obama, als ob dieser den Gang der Geschichte ändern könnte.
Ein veranschaulichendes Beispiel kommt aus Kanada.
Ein Artikel von BBC Mundo unter dem Titel »Bituminöse-Fieber in Kanada«, weist darauf hin, dass das im Augenblick erschlossene Gebiet 420 km² beträgt, aber die Regierung von Alberta den Erdölunternehmen knapp 65 000 km² überlassen hat. Das Gebiet der nutzbaren Reserven macht 140 000 km² aus, das entspricht territorial ungefähr der Größe des Staates Florida.
»Aus der Vogelperspektive kann man beobachten, wie die Bergwerke den Wald in eine Mondlandschaft von Kratern und Seen mit großen Rauchsäulen, welche in der Atmosphäre riesige Wolken hervorbringen, verwandelt haben. Alles das geschieht in einer abgelegenen Region von Alberta.«
An anderer Stelle heißt es im Text: »…die Hauptakteure sind im Augenblick Suncor, Syncrude und ein von Shell angeführtes Konsortium, aber es gibt immer mehr ausländische Investoren, die an dem Geschäft teilhaben wollen.
…die fehlende Antwort seitens der Regierung bedeutet, dass nicht genug getan wurde, um den Auswirkungen auf die Umwelt entgegenzuwirken.
…der Rat für Krebserkrankungen von Alberta sieht vor, zum Jahresbeginn einen Bericht zu dem Thema zu veröffentlichen; 500 Enten, die an ein Absatzbecken in Syncrude gekommen sind, starben … die Regierung hat eine Untersuchung begonnen. Unabhängig vom Ergebnis dieser Nachforschungen scheint es so, dass die Opposition gegen die Nutzung der bituminösen Ölsande weiter zunimmt.«
Die spanische Tageszeitung El País teilt mit, dass »…Schätzungen dieser der OECD (Organisation for Economic Cooperacion Development) untergeordneten Einrichtung als Ausgangspunkt die Voraussagen des IWF nehmen, welche eine langsame und stufenweise Wiederbelebung der globalen Wirtschaft ab dem zweiten Semester 2009 andeuten, wenn die weltweite tägliche Ölförderung 86,3 Millionen Barrel erreichen wird.«
Dieses spanische Presseorgan schreibt, dass »der Direktor der Abteilung Klimawandel Chinas will festhalten, dass Beijing seine Emissionen nur im Eintausch gegen viele Investitionen und Patente für saubere Technologien vermindern wird. Seine Unterschrift ist unbedingt erforderlich, damit die 187 in der polnischen Stadt versammelten Länder bezüglich eines Protokolls vorankommen, welches das von 1997 ablösen soll. Obama verzögert den Kampf gegen den Klimawandel um 20 Jahre.«
Eine weitere Agenturmeldung, diesmal von NOTIMEX vom 13. Dezember, erläutert, dass »…der durch den ehemaligen Chef des Unternehmens Nasdaq, Bernard L. Madoff, durchgeführte riesengroße Wall Street-Betrug in Spanien Verluste in Millionenhöhe verursacht«, wie heute die Zeitung Expansión hervorhebt, die auf Wirtschaftsfragen spezialisiert ist.
»…An diesem Freitag wurde einer der größten Skandale in Wall Street aufgedeckt,« ― fährt die Meldung fort ― »nachdem der ehemalige Chef des Unternehmens Nasdaq, Bernard L. Madoff, wegen Teilnahme an einem Betrug mit einem Investitionsfond festgenommen wurde, der 50 Milliarden Dollar betragen kann.
…Madoff, ehemaliger Gründerpräsident von Nasdaq Stock Market, wurde am Donnerstag Abend festgenommen, nachdem sein eigener Sohn vor Bundesbehörden angezeigt hatte, dass sein Vater einen wie er sich ausdrückte ‘enormen Betrug durch Schneeballsystem’ betrieben hat.
…Bei diesem Schema würden nur die ersten Investoren Dividende von ihren Investitionen erhalten, wobei die anderen jene Verluste tragen müssen, die gemäß dem Bundesschatzamt in New York die genannte Ziffer erreichen könnten.«
Eine weitere Mitteilung vom gleichen Tag, von der Agentur Reuters, zitiert: »…Der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, sieht einen Plan zur Wiederbelebung der Wirtschaft seines Landes vor, der viel höher als vorherige Schätzungen angesetzt sein könne …, ließ am Samstag das Wall Street Journal verlauten.
…Die Berater von Obama, die bis vor zwei Wochen ein Paket von 500 Milliarden in Betracht gezogen hatten, sehen jetzt während zwei Jahren 600 Milliarden (pro Jahr) vor, ‘eine Schätzung, die sehr unter jenem Wert liegt’, der benötigt wird, berichtet die Tageszeitung.
…Der Gesamtbetrag für den Plan innerhalb des Budgets würde aufgrund der schlechten Wirtschaftslage eine Billion Dollar während jenes Zeitraums betragen.
...Mitglieder von Obamas Team haben es vermieden, auf die Presseartikel Bezug zu nehmen, die über den Gesamtbetrag des eventuellen Pakets spekulieren, das der Demokrat lancieren wird, sobald er am 20. Januar die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten antritt.«
Das Bild sieht noch schlimmer aus, wenn die Nachrichten der Agenturen ankommen, die über jede Art von Problemen berichten, begonnen beim Zusammenbruch der Automobilindustrie aufgrund der Finanzkrise bis zu Naturkatastrophen, einschließlich der steigenden Kosten für Nahrungsmittel, über den Hunger, den Krieg und viele weitere Tatsachen.
Das Problem ist, dass es auf unserem Planeten schon keinen bewohnbaren Raum mehr zu verteilen gibt. Der letzte war Australien, dessen sich das Vereinigte Königreich am 19. Januar 1788 bemächtigte.
Die Umwelt ist schon seit langem gefährdet. Wird unsere Gattung diese Schranke überwinden können?
Fidel Castro Ruz
15. Dezember 2008
18:12 Uhr
Kann die kapitalistische Gesellschaft sie verhindern? Die Nachrichten, die uns zu dem Thema erreichen, sind nicht ermutigend. In Poznań steht das Projekt zur Debatte, das im Dezember kommenden Jahres in Kopenhagen vorgestellt werden soll, wo das Kyoto-Nachfolgeabkommen diskutiert und beschlossen wird.
Die mit der Ausarbeitung desselben beauftragte Kommission steht unter dem Vorsitz von Al Gore, dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Vereinigten Staaten, der bei den Wahlen von 2001 durch Betrug eine Niederlage gegenüber Bush erlitt. Diejenigen, die an der Ausarbeitung beteiligt sind, legen alle Hoffnung in Barack Obama, als ob dieser den Gang der Geschichte ändern könnte.
Ein veranschaulichendes Beispiel kommt aus Kanada.
Ein Artikel von BBC Mundo unter dem Titel »Bituminöse-Fieber in Kanada«, weist darauf hin, dass das im Augenblick erschlossene Gebiet 420 km² beträgt, aber die Regierung von Alberta den Erdölunternehmen knapp 65 000 km² überlassen hat. Das Gebiet der nutzbaren Reserven macht 140 000 km² aus, das entspricht territorial ungefähr der Größe des Staates Florida.
»Aus der Vogelperspektive kann man beobachten, wie die Bergwerke den Wald in eine Mondlandschaft von Kratern und Seen mit großen Rauchsäulen, welche in der Atmosphäre riesige Wolken hervorbringen, verwandelt haben. Alles das geschieht in einer abgelegenen Region von Alberta.«
An anderer Stelle heißt es im Text: »…die Hauptakteure sind im Augenblick Suncor, Syncrude und ein von Shell angeführtes Konsortium, aber es gibt immer mehr ausländische Investoren, die an dem Geschäft teilhaben wollen.
…die fehlende Antwort seitens der Regierung bedeutet, dass nicht genug getan wurde, um den Auswirkungen auf die Umwelt entgegenzuwirken.
…der Rat für Krebserkrankungen von Alberta sieht vor, zum Jahresbeginn einen Bericht zu dem Thema zu veröffentlichen; 500 Enten, die an ein Absatzbecken in Syncrude gekommen sind, starben … die Regierung hat eine Untersuchung begonnen. Unabhängig vom Ergebnis dieser Nachforschungen scheint es so, dass die Opposition gegen die Nutzung der bituminösen Ölsande weiter zunimmt.«
Die spanische Tageszeitung El País teilt mit, dass »…Schätzungen dieser der OECD (Organisation for Economic Cooperacion Development) untergeordneten Einrichtung als Ausgangspunkt die Voraussagen des IWF nehmen, welche eine langsame und stufenweise Wiederbelebung der globalen Wirtschaft ab dem zweiten Semester 2009 andeuten, wenn die weltweite tägliche Ölförderung 86,3 Millionen Barrel erreichen wird.«
Dieses spanische Presseorgan schreibt, dass »der Direktor der Abteilung Klimawandel Chinas will festhalten, dass Beijing seine Emissionen nur im Eintausch gegen viele Investitionen und Patente für saubere Technologien vermindern wird. Seine Unterschrift ist unbedingt erforderlich, damit die 187 in der polnischen Stadt versammelten Länder bezüglich eines Protokolls vorankommen, welches das von 1997 ablösen soll. Obama verzögert den Kampf gegen den Klimawandel um 20 Jahre.«
Eine weitere Agenturmeldung, diesmal von NOTIMEX vom 13. Dezember, erläutert, dass »…der durch den ehemaligen Chef des Unternehmens Nasdaq, Bernard L. Madoff, durchgeführte riesengroße Wall Street-Betrug in Spanien Verluste in Millionenhöhe verursacht«, wie heute die Zeitung Expansión hervorhebt, die auf Wirtschaftsfragen spezialisiert ist.
»…An diesem Freitag wurde einer der größten Skandale in Wall Street aufgedeckt,« ― fährt die Meldung fort ― »nachdem der ehemalige Chef des Unternehmens Nasdaq, Bernard L. Madoff, wegen Teilnahme an einem Betrug mit einem Investitionsfond festgenommen wurde, der 50 Milliarden Dollar betragen kann.
…Madoff, ehemaliger Gründerpräsident von Nasdaq Stock Market, wurde am Donnerstag Abend festgenommen, nachdem sein eigener Sohn vor Bundesbehörden angezeigt hatte, dass sein Vater einen wie er sich ausdrückte ‘enormen Betrug durch Schneeballsystem’ betrieben hat.
…Bei diesem Schema würden nur die ersten Investoren Dividende von ihren Investitionen erhalten, wobei die anderen jene Verluste tragen müssen, die gemäß dem Bundesschatzamt in New York die genannte Ziffer erreichen könnten.«
Eine weitere Mitteilung vom gleichen Tag, von der Agentur Reuters, zitiert: »…Der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, sieht einen Plan zur Wiederbelebung der Wirtschaft seines Landes vor, der viel höher als vorherige Schätzungen angesetzt sein könne …, ließ am Samstag das Wall Street Journal verlauten.
…Die Berater von Obama, die bis vor zwei Wochen ein Paket von 500 Milliarden in Betracht gezogen hatten, sehen jetzt während zwei Jahren 600 Milliarden (pro Jahr) vor, ‘eine Schätzung, die sehr unter jenem Wert liegt’, der benötigt wird, berichtet die Tageszeitung.
…Der Gesamtbetrag für den Plan innerhalb des Budgets würde aufgrund der schlechten Wirtschaftslage eine Billion Dollar während jenes Zeitraums betragen.
...Mitglieder von Obamas Team haben es vermieden, auf die Presseartikel Bezug zu nehmen, die über den Gesamtbetrag des eventuellen Pakets spekulieren, das der Demokrat lancieren wird, sobald er am 20. Januar die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten antritt.«
Das Bild sieht noch schlimmer aus, wenn die Nachrichten der Agenturen ankommen, die über jede Art von Problemen berichten, begonnen beim Zusammenbruch der Automobilindustrie aufgrund der Finanzkrise bis zu Naturkatastrophen, einschließlich der steigenden Kosten für Nahrungsmittel, über den Hunger, den Krieg und viele weitere Tatsachen.
Das Problem ist, dass es auf unserem Planeten schon keinen bewohnbaren Raum mehr zu verteilen gibt. Der letzte war Australien, dessen sich das Vereinigte Königreich am 19. Januar 1788 bemächtigte.
Die Umwelt ist schon seit langem gefährdet. Wird unsere Gattung diese Schranke überwinden können?
Fidel Castro Ruz
15. Dezember 2008
18:12 Uhr
Dienstag, 9. Dezember 2008
Eine riesengroße und unverdiente Ehre
Reflexionen des Genossen Fidel: Eine riesengroße und unverdiente Ehre
Ich konnte die Debatte der karibischen Führungskräfte verfolgen, deren höchstrangige Vertreter an der Zusammenkunft in Santiago de Cuba, Hauptstadt der ehemaligen Provinz Oriente und Wiege der Revolution, teilnahmen. In wenigen Tagen begehen wir den 50. Jahrestag jenes Sieges vom Ersten Januar 1959.
Der Ehrenorden der Gemeinschaft Karibischer Staaten ist eine riesengroße und unverdiente Ehrenerweisung, für die ich unendlich danken möchte.
Jeder der Führer hat seine Ideen mit hervorragenden Argumentationen zum Ausdruck gebracht. Man konnte bei Ihnen Kenntnisse zu historischen, wirtschaftlichen und politischen Themen, Aufrichtigkeit und Mut wahrnehmen.
Ich nehme die noble Idee der Auszeichnung mit Bescheidenheit an und werde sie in meinem Gedächtnis Seite an Seite mit dem Gedankengut von Marti aufbewahren, das besagt, dass „die freien Antillen die Unabhängigkeit Unseres Amerikas retten werden.“
Fidel Castro Ruz
9. Dezember 2008
13:25 Uhr
Ich konnte die Debatte der karibischen Führungskräfte verfolgen, deren höchstrangige Vertreter an der Zusammenkunft in Santiago de Cuba, Hauptstadt der ehemaligen Provinz Oriente und Wiege der Revolution, teilnahmen. In wenigen Tagen begehen wir den 50. Jahrestag jenes Sieges vom Ersten Januar 1959.
Der Ehrenorden der Gemeinschaft Karibischer Staaten ist eine riesengroße und unverdiente Ehrenerweisung, für die ich unendlich danken möchte.
Jeder der Führer hat seine Ideen mit hervorragenden Argumentationen zum Ausdruck gebracht. Man konnte bei Ihnen Kenntnisse zu historischen, wirtschaftlichen und politischen Themen, Aufrichtigkeit und Mut wahrnehmen.
Ich nehme die noble Idee der Auszeichnung mit Bescheidenheit an und werde sie in meinem Gedächtnis Seite an Seite mit dem Gedankengut von Marti aufbewahren, das besagt, dass „die freien Antillen die Unabhängigkeit Unseres Amerikas retten werden.“
Fidel Castro Ruz
9. Dezember 2008
13:25 Uhr
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Schwimmen gegen den Strom
Reflexionen des Genossen Fidel: Schwimmen gegen den Strom
Nach der Ansprache Obamas am Abend des 23. Mai dieses Jahres vor der von Ronald Reagan gegründeten Cuban American National Foundation schrieb ich eine Reflexion unter dem Titel »Die zynische Politik des Imperiums« mit Datum vom 25. dieses Monats.
Darin habe ich seine Worte vor den Annexionisten Miamis wörtlich zitiert:
»Wir werden zusammen die Freiheit Kubas suchen; das ist mein Versprechen; das ist meine Verpflichtung… Es ist an der Zeit, dass es das US-amerikanische Geld schafft, das kubanische Volk weniger abhängig von dem Regime Castros zu machen. Ich werde das Embargo beibehalten«.
Nachdem ich weitere Gedanken und Beispiele über das im Allgemeinen überhaupt nicht ethische Verhalten der Präsidenten hinzufügte, die dem in den Wahlen vom 4. November gewählten vorangegangenen waren, schrieb ich wörtlich:
»Ich sehe mich zu verschiedenen heiklen Fragen verpflichtet:
1. Ist es korrekt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten die Ermordung von irgendeiner Person auf der Welt anordnet, egal unter welchem Vorwand?
2. Ist es ethisch, dass der Präsident der Vereinigten Staaten anordnet, andere Menschen zu foltern?
3. Ist Staatsterrorismus ein Instrument, das ein so mächtiges Land wie die Vereinigten Staaten anwenden sollte, damit es Frieden auf dem Planeten gibt?
4. Kann man ein Gesetz gut und ehrbar nennen, das wie das Adjustment Act als eine Bestrafung nur auf ein einziges Land, Kuba, angewendet wird, um es zu destabilisieren, auch wenn es das Leben von unschuldigen Kindern und Müttern kostet? Wenn es gut genannt werden kann, warum wendet man nicht das automatische Aufenthaltsrecht auf Haitianer, Dominikaner und Bürger der anderen Länder der Karibik an und tut dasselbe mit den Mexikanern, Zentralamerikanern und Südamerikanern, die wie Fliegen an der Mauer der mexikanischen Grenze bzw. in den Gewässern des Atlantischen und Pazifischen Ozeans sterben?
5. Können die Vereinigten Staaten auf die Immigranten verzichten, welche das Gemüse, die Früchte, die Mandeln und andere Delikatessen für die US-Amerikaner anbauen? Wer würde ihre Straßen fegen, die Hausdienste leisten und die schwersten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen?
6. Sind die Razzien gegen die illegalen Einwanderer, die sogar die in den Vereinigten Staaten geborenen Kinder betreffen, gerecht?
7. Sind das Brain Draining (Raub von Gehirnen) und die andauernde Abwerbung der besten wissenschaftlichen und intellektuellen Intelligenz der armen Länder moralisch und zu rechtfertigen?
8. Sie behaupten, dass Ihr Land schon vor langer Zeit die europäischen Mächte darauf hingewiesen hat, dass es keine Interventionen in der Hemisphäre zulassen würde, und unterstreichen gleichzeitig die Beanspruchung jenes Rechts für sich, indem Sie gleichzeitig fordern, an jeglichem Ort der Welt mit Unterstützung von Hunderten auf der ganze Welt verteilten Militärstützpunkten, See-, Luft- und Weltraumstreitkräften eingreifen zu können. Ich frage Sie: Ist das die Art und Weise, durch welche die Vereinigten Staaten ihre Achtung gegenüber der Freiheit, der Demokratie und den Menschenrechten ausdrücken?
9. Ist es gerecht, - unter welchem Vorwand auch immer - durch Überraschungshandlungen und vorbeugend sechzig oder mehr dunkle Winkel der Welt, wie sie Bush nennt, anzugreifen?
10. Ist es ehrbar und klug, Billionen und Aberbillionen Dollar im Militärindustriekomplex zu investieren, um Waffen herzustellen, welche die Erde mehrmals zerstören können?
Ich hätte noch weitere Fragen stellen können.
Trotz der einschneidenden Fragen blieb ich dem afroamerikanischen Kandidaten gegenüber freundlich, in dem ich eine viel größere Fähigkeit und Begabung für die Kunst der Politik sah als in den gegnerischen Kandidaten, nicht nur denen der gegnerischen Partei, sondern auch innerhalb der eigenen.
Letzte Woche hat der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, sein Wirtschaftskonjunktur-Programm angekündigt.
Am Montag, dem 1. Dezember, stellte er das Team für die Nationale Sicherheit und das für die Außenpolitik vor:
»Biden und ich freuen uns, unser Team für Nationale Sicherheit vorzustellen… die alten Konflikte sind noch nicht gelöst und neue, sich festigende Weltmächte üben mehr Druck auf das internationales System aus. Die Verbreitung der Atomwaffen birgt die Gefahr, dass die tödlichste Technologie der Welt in gefährliche Hände geraten kann. Unsere Abhängigkeit vom ausländischen Erdöl stärkt autoritäre Regierungen und gefährdet unseren Planeten.
…unsere wirtschaftliche Macht muss es uns ermöglichen, unsere militärische Kraft, unseren diplomatischen Einfluss und unsere globale Führungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.
Wir werden alte Allianzen erneuern und neue und dauerhafte Bündnissen schaffen… die Werte der Vereinigten Staaten sind das Größte, was dieses Land in die Welt exportieren kann.
…das Team, das wir hier heute versammelt haben, ist gerade dafür besonders vorbereitet.“
… die Männer und Frauen stellen alle diese Elementen der US-Macht dar… Sie haben ihre Dienste als Militärangehörige und als Diplomaten geleistet … Sie teilen meinen Pragmatismus über den Gebrauch der Macht und meine Ziele bezüglich der Rolle der USA als Weltführer.«
»Ich kenne Hillary Clinton«, sagt er.
Meinerseits vergesse ich nicht, dass sie die Rivalin des gewählten Präsidenten Barack Obama war und die Ehefrau des Präsidenten Clinton, der die exterritorialen Gesetze gegen Kuba, das Torricelli- und das Helms Burton-Gesetz, bestätigt hat. Während ihres Wahlkampfes engagierte sie sich für diese Gesetze und für die Wirtschaftsblockade. Ich beschwere mich nicht, ich stelle es nur fest.
»Es erfüllt mich mit Stolz, dass sie unsere nächste Außenministerin sein wird«, sagte Obama weiter. »Man wird sie in allen Hauptstädten respektieren, und natürlich wird sie die Fähigkeit haben, unsere Interesse in der Welt voranzubringen. Die Ernennung Hillarys ist ein Zeichen an Freunde und Feinde für die Ernsthaftigkeit meines Engagements…«
»Zu diesem Zeitpunkt, wo wir einem beispiellosen Übergang inmitten zweier Kriege gegenüberstehen, habe ich Robert Gates darum gebeten, weiter in seinem Amt als Verteidigungsminister zu bleiben…
Sobald ich das Amt antrete, werde ich unserem Minister Gates und unserer Armee eine neue Aufgabe geben: die Verantwortung, den Krieg im Irak durch einen erfolgreichen Übergang zur irakischen Kontrolle zu beenden.«
Mir fällt auf, dass Gates Republikaner und nicht Demokrat ist, der einzige, der als Verteidigungsminister und Direktor der CIA amtiert hat, und der das eine oder das andere Amt unter der Regierung der einen oder der anderen Partei ausgeübt hat. Gates, der weiß, dass er populär ist, hat erklärt, dass er sich erst Gewissheit darüber verschafft hat, dass der gewählte Präsident ihn für die erforderliche Zeit auswählen würde.
Während Condolezza Rice mit Anweisungen von Bush nach Indien und Pakistan reiste, um in den gespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vermitteln, hat der Verteidigungsminister von Brasilien vor zwei Tagen einer brasilianischen Firma genehmigt, MAR-1-Raketen herzustellen, aber statt wie bisher einer, fünf von ihnen monatlich, um für einen geschätzten Preis von 85 Millionen Euro 100 Raketen an Pakistan zu verkaufen.
»Diese Raketen werden an Flugzeuge gekoppelt und sind für die Lokalisierung von Radaren auf dem Land entwickelt. Sie funktionieren als eine sehr wirksame Form der Überwachung sowohl des Luftraumes als auch der Oberfläche«, sagte der Minister wörtlich in einer öffentlichen Erklärung.
Obama führt seinerseits in seiner Erklärung vom Montag unerschütterlich weiter aus: »Um voranzukommen, werden wir weiter die notwendigen Investitionen tätigen, um unsere Armee zu stärken und unsere Landstreitkräfte weiter auszubauen, mit dem Ziel, die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zu besiegen.«
Über Janet Napolitano sagte er: »Sie trägt die Erfahrung und Leitungsfähigkeit bei, die wir im Ministerium für Innere Sicherheit brauchen…
Janet übernimmt dieses entscheidende Amt, weil sie die zum Teil schmerzhaften Lektionen der letzten Jahre, seit dem 11. September bis zum Hurrikan Katrina,… erlebt hat. Sie versteht, wie alle, die Bedeutung der Gefahr einer unsicheren Grenze, und sie wird eine Führerin sein, die fähig ist, ein unkontrolliert wachsendes Ministerium zu reformieren, ohne den Schutz unseres Vaterlandes außer Acht zu lassen.«
Diese berühmte Person wurde von Clinton 1993 zur Staatsanwältin des Bezirks Arizona ernannt, 1998 wurde sie zur Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Arizona befördert; im Jahr 2002 war sie Kandidatin der Demokratischen Partei und wurde später zur Gouverneurin dieses Grenzstaates gewählt, der der meistbenutzte Übergangsweg der illegalen Einwanderer ist. Sie wurde 2006 als Gouverneurin wiedergewählt.
Über Susan Elizabeth Rice sagte er: »Susan weiß, dass die globalen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, globale Einrichtungen benötigen, die funktionieren… wir brauchen wirksamere Vereinte Nationen«, erklärt er voller Geringschätzung, »als ein Organ kollektiven Handelns gegen den Terrorismus und die Weiterverbreitung von Kernwaffen, den Klimawandel und den Völkermord, die Armut und die Krankheiten.«
Über James Jones, Berater für Nationale Sicherheit, sagte er: »Ich bin überzeugt, dass der General James Jones besonders gut ausgebildet ist, um ein fähiger und energischen Berater für Nationale Sicherheit zu sein. Generationen der Jones haben im Schlachtfeld ihre Dienste geleistet, von den Tarawa-Stränden im Zweiten Weltkrieg bis zum Foxtrot Ridge in Vietnam. Die Silbermedaille von Jim ist Teil des Stolzes dieses Vermächtnisses… Er war Chef einer Kampfeinheit, Oberkommandierender der Alliierten Truppen in Kriegzeiten« (er bezieht sich auf NATO und den Golf-Krieg) »und hat für den Frieden im Mittelosten gehandelt.
Jim konzentriert sich auf die heutige und zukünftige Bedrohung, denn er versteht die Verbindung zwischen der Energie und der Nationalen Sicherheit und hat in der ersten Linie der globalen Instabilität gearbeitet, von Kosovo bis zum Norden des Iraks und in Afghanistan.
Er wird mich darüber beraten, wie ich alle Elemente der amerikanischen Macht zur Abschaffung der nicht konventionellen Bedrohungen effizient anwenden kann und wie wir unsere Werte fördern können.
Ich vertraue darauf, dass dies das Team ist, das wir für einen Neubeginn bei der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten brauchen«.
Mit Obama kann man sprechen, wo immer er mag, denn wir sind keine Prediger der Gewalt und des Krieges. Man muss ihn daran erinnern, dass die Theorie von Zuckerbrot und Peitsche für unser Land nicht gilt.
Keine der Aussagen seiner letzten Rede beinhaltet Elemente einer Antwort auf die Fragen, die ich am 25. Mai, also vor knapp sechs Monaten, gestellt habe.
Ich werde jetzt nicht sagen, dass Obama weniger intelligent sei. Im Gegenteil, er zeigt die Fähigkeiten, die es mir erlaubt haben, seine Begabung zu sehen und mit der seines mittelmäßigen Gegners, John McCain, zu vergleichen, ein Mann, dessen »Heldentaten« die US-amerikanische Gesellschaft aus reiner Tradition fast belohnt hätte. Ohne Wirtschaftskrise, ohne Fernsehen und ohne Internet hätte Obama nicht den allmächtigen Rassismus besiegen und die Wahlen gewinnen können. Auch nicht ohne sein Studium, erst an der Universität von Columbia, wo er ein Studium der Politikwissenschaften absolvierte, und dann an der Harvard-Universität, wo er das Diplom als Jurist erwarb, was es ihm erlaubte, mit nur ein paar Millionen US-Dollar zu einem Mann der bescheidenden reichen Klasse zu werden. Er war kein Abraham Lincoln, und die heutigen Zeiten sind auch ganz andere als jene, denn heute handelt es sich um eine Konsumgesellschaft, in der das Sparen nicht mehr an der Tagesordnung ist und das Ausgeben sich multipliziert hat.
Jemand musste eine ernste und ruhige Antwort geben, die heute gegen die mächtige Flut von Illusionen anschwimmen muss, die Obama in der Weltöffentlichkeit geweckt hat.
Mir fehlt nur noch, die letzten Agenturmeldungen zu analysieren. Alle beinhalten neue Nachrichten von überall her. Ich schätze, dass allein die USA in dieser Wirtschaftskrise mehr als sechs Billionen an Papiergeld ausgeben werden, deren Wert nur von den anderen Völkern, und zwar in Form von Schweiß, Hunger, Leiden und Blut bestimmt werden kann.
Unsere Prinzipien sind die von Baraguá. Das Imperium muss wissen, dass unser Vaterland in Staub verwandelt werden kann, aber die souveränen Rechte des kubanischen Volkes nicht verhandelbar sind.
Fidel Castro Ruz
4. Dezember 2008
17.28 Uhr
Nach der Ansprache Obamas am Abend des 23. Mai dieses Jahres vor der von Ronald Reagan gegründeten Cuban American National Foundation schrieb ich eine Reflexion unter dem Titel »Die zynische Politik des Imperiums« mit Datum vom 25. dieses Monats.
Darin habe ich seine Worte vor den Annexionisten Miamis wörtlich zitiert:
»Wir werden zusammen die Freiheit Kubas suchen; das ist mein Versprechen; das ist meine Verpflichtung… Es ist an der Zeit, dass es das US-amerikanische Geld schafft, das kubanische Volk weniger abhängig von dem Regime Castros zu machen. Ich werde das Embargo beibehalten«.
Nachdem ich weitere Gedanken und Beispiele über das im Allgemeinen überhaupt nicht ethische Verhalten der Präsidenten hinzufügte, die dem in den Wahlen vom 4. November gewählten vorangegangenen waren, schrieb ich wörtlich:
»Ich sehe mich zu verschiedenen heiklen Fragen verpflichtet:
1. Ist es korrekt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten die Ermordung von irgendeiner Person auf der Welt anordnet, egal unter welchem Vorwand?
2. Ist es ethisch, dass der Präsident der Vereinigten Staaten anordnet, andere Menschen zu foltern?
3. Ist Staatsterrorismus ein Instrument, das ein so mächtiges Land wie die Vereinigten Staaten anwenden sollte, damit es Frieden auf dem Planeten gibt?
4. Kann man ein Gesetz gut und ehrbar nennen, das wie das Adjustment Act als eine Bestrafung nur auf ein einziges Land, Kuba, angewendet wird, um es zu destabilisieren, auch wenn es das Leben von unschuldigen Kindern und Müttern kostet? Wenn es gut genannt werden kann, warum wendet man nicht das automatische Aufenthaltsrecht auf Haitianer, Dominikaner und Bürger der anderen Länder der Karibik an und tut dasselbe mit den Mexikanern, Zentralamerikanern und Südamerikanern, die wie Fliegen an der Mauer der mexikanischen Grenze bzw. in den Gewässern des Atlantischen und Pazifischen Ozeans sterben?
5. Können die Vereinigten Staaten auf die Immigranten verzichten, welche das Gemüse, die Früchte, die Mandeln und andere Delikatessen für die US-Amerikaner anbauen? Wer würde ihre Straßen fegen, die Hausdienste leisten und die schwersten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen?
6. Sind die Razzien gegen die illegalen Einwanderer, die sogar die in den Vereinigten Staaten geborenen Kinder betreffen, gerecht?
7. Sind das Brain Draining (Raub von Gehirnen) und die andauernde Abwerbung der besten wissenschaftlichen und intellektuellen Intelligenz der armen Länder moralisch und zu rechtfertigen?
8. Sie behaupten, dass Ihr Land schon vor langer Zeit die europäischen Mächte darauf hingewiesen hat, dass es keine Interventionen in der Hemisphäre zulassen würde, und unterstreichen gleichzeitig die Beanspruchung jenes Rechts für sich, indem Sie gleichzeitig fordern, an jeglichem Ort der Welt mit Unterstützung von Hunderten auf der ganze Welt verteilten Militärstützpunkten, See-, Luft- und Weltraumstreitkräften eingreifen zu können. Ich frage Sie: Ist das die Art und Weise, durch welche die Vereinigten Staaten ihre Achtung gegenüber der Freiheit, der Demokratie und den Menschenrechten ausdrücken?
9. Ist es gerecht, - unter welchem Vorwand auch immer - durch Überraschungshandlungen und vorbeugend sechzig oder mehr dunkle Winkel der Welt, wie sie Bush nennt, anzugreifen?
10. Ist es ehrbar und klug, Billionen und Aberbillionen Dollar im Militärindustriekomplex zu investieren, um Waffen herzustellen, welche die Erde mehrmals zerstören können?
Ich hätte noch weitere Fragen stellen können.
Trotz der einschneidenden Fragen blieb ich dem afroamerikanischen Kandidaten gegenüber freundlich, in dem ich eine viel größere Fähigkeit und Begabung für die Kunst der Politik sah als in den gegnerischen Kandidaten, nicht nur denen der gegnerischen Partei, sondern auch innerhalb der eigenen.
Letzte Woche hat der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, sein Wirtschaftskonjunktur-Programm angekündigt.
Am Montag, dem 1. Dezember, stellte er das Team für die Nationale Sicherheit und das für die Außenpolitik vor:
»Biden und ich freuen uns, unser Team für Nationale Sicherheit vorzustellen… die alten Konflikte sind noch nicht gelöst und neue, sich festigende Weltmächte üben mehr Druck auf das internationales System aus. Die Verbreitung der Atomwaffen birgt die Gefahr, dass die tödlichste Technologie der Welt in gefährliche Hände geraten kann. Unsere Abhängigkeit vom ausländischen Erdöl stärkt autoritäre Regierungen und gefährdet unseren Planeten.
…unsere wirtschaftliche Macht muss es uns ermöglichen, unsere militärische Kraft, unseren diplomatischen Einfluss und unsere globale Führungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.
Wir werden alte Allianzen erneuern und neue und dauerhafte Bündnissen schaffen… die Werte der Vereinigten Staaten sind das Größte, was dieses Land in die Welt exportieren kann.
…das Team, das wir hier heute versammelt haben, ist gerade dafür besonders vorbereitet.“
… die Männer und Frauen stellen alle diese Elementen der US-Macht dar… Sie haben ihre Dienste als Militärangehörige und als Diplomaten geleistet … Sie teilen meinen Pragmatismus über den Gebrauch der Macht und meine Ziele bezüglich der Rolle der USA als Weltführer.«
»Ich kenne Hillary Clinton«, sagt er.
Meinerseits vergesse ich nicht, dass sie die Rivalin des gewählten Präsidenten Barack Obama war und die Ehefrau des Präsidenten Clinton, der die exterritorialen Gesetze gegen Kuba, das Torricelli- und das Helms Burton-Gesetz, bestätigt hat. Während ihres Wahlkampfes engagierte sie sich für diese Gesetze und für die Wirtschaftsblockade. Ich beschwere mich nicht, ich stelle es nur fest.
»Es erfüllt mich mit Stolz, dass sie unsere nächste Außenministerin sein wird«, sagte Obama weiter. »Man wird sie in allen Hauptstädten respektieren, und natürlich wird sie die Fähigkeit haben, unsere Interesse in der Welt voranzubringen. Die Ernennung Hillarys ist ein Zeichen an Freunde und Feinde für die Ernsthaftigkeit meines Engagements…«
»Zu diesem Zeitpunkt, wo wir einem beispiellosen Übergang inmitten zweier Kriege gegenüberstehen, habe ich Robert Gates darum gebeten, weiter in seinem Amt als Verteidigungsminister zu bleiben…
Sobald ich das Amt antrete, werde ich unserem Minister Gates und unserer Armee eine neue Aufgabe geben: die Verantwortung, den Krieg im Irak durch einen erfolgreichen Übergang zur irakischen Kontrolle zu beenden.«
Mir fällt auf, dass Gates Republikaner und nicht Demokrat ist, der einzige, der als Verteidigungsminister und Direktor der CIA amtiert hat, und der das eine oder das andere Amt unter der Regierung der einen oder der anderen Partei ausgeübt hat. Gates, der weiß, dass er populär ist, hat erklärt, dass er sich erst Gewissheit darüber verschafft hat, dass der gewählte Präsident ihn für die erforderliche Zeit auswählen würde.
Während Condolezza Rice mit Anweisungen von Bush nach Indien und Pakistan reiste, um in den gespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vermitteln, hat der Verteidigungsminister von Brasilien vor zwei Tagen einer brasilianischen Firma genehmigt, MAR-1-Raketen herzustellen, aber statt wie bisher einer, fünf von ihnen monatlich, um für einen geschätzten Preis von 85 Millionen Euro 100 Raketen an Pakistan zu verkaufen.
»Diese Raketen werden an Flugzeuge gekoppelt und sind für die Lokalisierung von Radaren auf dem Land entwickelt. Sie funktionieren als eine sehr wirksame Form der Überwachung sowohl des Luftraumes als auch der Oberfläche«, sagte der Minister wörtlich in einer öffentlichen Erklärung.
Obama führt seinerseits in seiner Erklärung vom Montag unerschütterlich weiter aus: »Um voranzukommen, werden wir weiter die notwendigen Investitionen tätigen, um unsere Armee zu stärken und unsere Landstreitkräfte weiter auszubauen, mit dem Ziel, die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zu besiegen.«
Über Janet Napolitano sagte er: »Sie trägt die Erfahrung und Leitungsfähigkeit bei, die wir im Ministerium für Innere Sicherheit brauchen…
Janet übernimmt dieses entscheidende Amt, weil sie die zum Teil schmerzhaften Lektionen der letzten Jahre, seit dem 11. September bis zum Hurrikan Katrina,… erlebt hat. Sie versteht, wie alle, die Bedeutung der Gefahr einer unsicheren Grenze, und sie wird eine Führerin sein, die fähig ist, ein unkontrolliert wachsendes Ministerium zu reformieren, ohne den Schutz unseres Vaterlandes außer Acht zu lassen.«
Diese berühmte Person wurde von Clinton 1993 zur Staatsanwältin des Bezirks Arizona ernannt, 1998 wurde sie zur Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Arizona befördert; im Jahr 2002 war sie Kandidatin der Demokratischen Partei und wurde später zur Gouverneurin dieses Grenzstaates gewählt, der der meistbenutzte Übergangsweg der illegalen Einwanderer ist. Sie wurde 2006 als Gouverneurin wiedergewählt.
Über Susan Elizabeth Rice sagte er: »Susan weiß, dass die globalen Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, globale Einrichtungen benötigen, die funktionieren… wir brauchen wirksamere Vereinte Nationen«, erklärt er voller Geringschätzung, »als ein Organ kollektiven Handelns gegen den Terrorismus und die Weiterverbreitung von Kernwaffen, den Klimawandel und den Völkermord, die Armut und die Krankheiten.«
Über James Jones, Berater für Nationale Sicherheit, sagte er: »Ich bin überzeugt, dass der General James Jones besonders gut ausgebildet ist, um ein fähiger und energischen Berater für Nationale Sicherheit zu sein. Generationen der Jones haben im Schlachtfeld ihre Dienste geleistet, von den Tarawa-Stränden im Zweiten Weltkrieg bis zum Foxtrot Ridge in Vietnam. Die Silbermedaille von Jim ist Teil des Stolzes dieses Vermächtnisses… Er war Chef einer Kampfeinheit, Oberkommandierender der Alliierten Truppen in Kriegzeiten« (er bezieht sich auf NATO und den Golf-Krieg) »und hat für den Frieden im Mittelosten gehandelt.
Jim konzentriert sich auf die heutige und zukünftige Bedrohung, denn er versteht die Verbindung zwischen der Energie und der Nationalen Sicherheit und hat in der ersten Linie der globalen Instabilität gearbeitet, von Kosovo bis zum Norden des Iraks und in Afghanistan.
Er wird mich darüber beraten, wie ich alle Elemente der amerikanischen Macht zur Abschaffung der nicht konventionellen Bedrohungen effizient anwenden kann und wie wir unsere Werte fördern können.
Ich vertraue darauf, dass dies das Team ist, das wir für einen Neubeginn bei der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten brauchen«.
Mit Obama kann man sprechen, wo immer er mag, denn wir sind keine Prediger der Gewalt und des Krieges. Man muss ihn daran erinnern, dass die Theorie von Zuckerbrot und Peitsche für unser Land nicht gilt.
Keine der Aussagen seiner letzten Rede beinhaltet Elemente einer Antwort auf die Fragen, die ich am 25. Mai, also vor knapp sechs Monaten, gestellt habe.
Ich werde jetzt nicht sagen, dass Obama weniger intelligent sei. Im Gegenteil, er zeigt die Fähigkeiten, die es mir erlaubt haben, seine Begabung zu sehen und mit der seines mittelmäßigen Gegners, John McCain, zu vergleichen, ein Mann, dessen »Heldentaten« die US-amerikanische Gesellschaft aus reiner Tradition fast belohnt hätte. Ohne Wirtschaftskrise, ohne Fernsehen und ohne Internet hätte Obama nicht den allmächtigen Rassismus besiegen und die Wahlen gewinnen können. Auch nicht ohne sein Studium, erst an der Universität von Columbia, wo er ein Studium der Politikwissenschaften absolvierte, und dann an der Harvard-Universität, wo er das Diplom als Jurist erwarb, was es ihm erlaubte, mit nur ein paar Millionen US-Dollar zu einem Mann der bescheidenden reichen Klasse zu werden. Er war kein Abraham Lincoln, und die heutigen Zeiten sind auch ganz andere als jene, denn heute handelt es sich um eine Konsumgesellschaft, in der das Sparen nicht mehr an der Tagesordnung ist und das Ausgeben sich multipliziert hat.
Jemand musste eine ernste und ruhige Antwort geben, die heute gegen die mächtige Flut von Illusionen anschwimmen muss, die Obama in der Weltöffentlichkeit geweckt hat.
Mir fehlt nur noch, die letzten Agenturmeldungen zu analysieren. Alle beinhalten neue Nachrichten von überall her. Ich schätze, dass allein die USA in dieser Wirtschaftskrise mehr als sechs Billionen an Papiergeld ausgeben werden, deren Wert nur von den anderen Völkern, und zwar in Form von Schweiß, Hunger, Leiden und Blut bestimmt werden kann.
Unsere Prinzipien sind die von Baraguá. Das Imperium muss wissen, dass unser Vaterland in Staub verwandelt werden kann, aber die souveränen Rechte des kubanischen Volkes nicht verhandelbar sind.
Fidel Castro Ruz
4. Dezember 2008
17.28 Uhr
Sonntag, 30. November 2008
Die große Krise der 30er Jahre
Reflexionen des Genossen Fidel: Die große Krise der 30er Jahre
Obwohl es sehr einfach scheint, ist das ein schwierig zu erklärendes Thema. Das System der US-Federal Reserve wurde im Jahr 1913 im Ergebnis des sich in voller Entwicklung befindenden Kapitalismus gegründet. Zu dieser Zeit war Salvador Allende, an den wir uns alle als einen Mann unserer Zeit erinnern, ungefähr 15 Jahre alt.
Der Erste Weltkrieg begann im Jahr 1914, als der Kronprinz des im Herzen von Mittel- und Südeuropa befindlichen österreichisch-ungarischen Reiches in Sarajewo ermordet wurde. Kanada war noch eine Kolonie Großbritanniens. Das britische Pfund Sterling hatte das Privileg, die Währung des internationalen Zahlungsverkehrs zu sein. Seine metallische Grundlage war das Gold, wie es schon vor mehr als tausend Jahren in der Hauptstadt des Römischen Reiches des Ostens, Konstantinopel, gewesen war.
Diejenigen, die die blutigen Kämpfe gegen die muslimischen Gläubigen im Nahen Osten unter Anführung religiöser Vorwänden begannen, waren feudalen Ritter der christlichen Königreiche Europas, und deren eigentliche Zwecke waren die Kontrolle der Handelswege und andere gemeinere, profane Zwecke, auf die vielleicht bei anderer Gelegenheit eingegangen werden könnte.
Zum Ende des Ersten Weltkrieges, ab 1917, nahmen die Vereinigten Staaten an ihm teil, zwei Jahre nach der Versenkung des Schiffs Lusitania, das voller nordamerikanischer Passagiere war, die aus New York abfuhren. Es war von einem deutschen U-Boot aus mit Torpedos beschossen worden, das den absurden Befehl hatte, ein Schiff mit der Flagge eines fernen reichen und potentiell mächtigen Landes anzugreifen, dessen Regierung mit einer angeblich neutralen Haltung Vorwänden suchte, um neben Großbritannien, Frankreich und ihren Verbündeten am Krieg teilzunehmen. Der Angriff fand am 7. Mai 1915 während des Überquerens der Meerenge zwischen Irland und England statt. In den 20 Minuten, die das Schiff brauchte um unterzugehen, konnten es nur sehr wenige Passagiere verlassen; 1 198 Menschen, die noch an Bord waren, verloren ihr Leben.
Das Wachstum der US-Wirtschaft ist nach diesem Krieg stabil geblieben, mit Ausnahme von zyklischen Krisen, die durch das System der Federal Reserve (FED) ohne größere Folgen gelöst wurden.
Am 24. Oktober 1929, in der Geschichte der USA als „schwarzer Donnerstag“ bekannt, wird die Wirtschaftskrise ausgelöst. Die Reserve Bank of New York, die ihren Sitz in Wall Street hat, sowie andere große Banken und Konzerne, reagieren nach Meinung des Theoretikers der Rechten, des berühmten US-Ökonoms und Wirtschafts-Nobelpreisträger (1976), Milton Friedman, „instinktiv“ und treffen die seines Erachtens geeignetsten Maßnahmen: „Geld in den Umlauf zu spritzen“. Der Reserve Bank of Washington, an die Vorrangstellung ihrer Kriterien gewohnt, gelingt es schließlich, die gegenteilige Meinung durchzusetzen. Der Finanzminister des US-Präsidenten Hoover unterstützt die Reserve Bank of Washington. Am Ende gibt die Bank aus New York nach. „Aber das Schlimmste kam erst noch", sagt Friedman, der deutlicher als alle anderen hervorragenden Ökonomen, einige von ihnen mit entgegensetzter Tendenz, den Ablauf der Ereignisse erklärt, als er schreibt: „Bis zum Herbst 1930 wurde die Rezession der wirtschaftlichen Tätigkeit, obwohl sie schwer war, nicht von finanziellen Schwierigkeiten oder von Anträgen der Deponenten zur Zurückziehung ihrer Einlagen betroffen. Das Wesen der Rezession änderte sich dramatisch, als eine Reihe von Bankrotten im Mittleren Westen und im Süden der Vereinigten Staaten das Vertrauen in die Banken untergrub und es zu zahlreichen Versuchen kam, die Bankeinlagen in Bargeld umzuwandeln.“
„Am 11. Dezember 1930 machte die Bank der Vereinigten Staaten zu. Das ist der kritische Tag. Es war in der Geschichte der Vereinigten Staaten bis dahin die größte Geschäftsbank, die eingebrochen war.“
Allein im Dezember 1930 schlossen 352 Banken ihre Türen. „Die FED hätte eine bessere Lösung finden können, wenn sie auf dem öffentlichen Geldmarkt in großen Dimensionen Schuldtitel der öffentlichen Hand aufgekauft hätte.“
„Im September 1931, als Großbritannien den Goldstandard aufgab, befolgte jene Institution eine noch negativere Politik.“
„Das System reagierte nach zwei Jahren starker Beschränkung, indem es den Leitzins auf ein Niveau anhob, das er in seiner Geschichte nie zuvor erreicht hatte.“
Man muss berücksichtigen, dass Friedman eine Meinung äußert, die noch fast 80 Jahre später in den offiziellen Kreisen der Vereinigten Staaten vertreten wird.
„1932 schloss die FED, dem Druck des Kongresses folgend, ihre Sitzungsperiode und brach sofort ihr Einkaufsprogramm ab.“
„Die Schlussepisode war die Bankpanik von 1933.“
„Die Angst wurde während des Interregnums zwischen der Regierung von Herbert Hoover und der von Franklin D. Roosevelt schlimmer. Letzterer wurde am 8. November 1932 gewählt, aber sein Amtsantritt war erst am 4. März 1933. Ersterer wollte keine drastischen Maßnahmen ohne die Zusammenarbeit des neuen Präsidenten unternehmen, während Roosevelt seinerseits keine Verantwortung übernehmen wollte, bis er nicht im Amt vereidigt wäre.“
Diese Episode erinnert uns an das, was heute mit dem vor einem Monat, am 4. November, in den jüngsten Wahlen gewählten Präsidenten, Barack Obama, geschieht, der Bush am 20. Januar 2009 ablösen wird. Geändert hat sich nur die Interregnumsdauer, 1930 betrug sie bis zu 117 Tagen, während sie heute auf 77 Tage beschränkt ist.
Wie Friedman verweist, gab es zur Zeit des größten Wirtschafswachstums in den Vereinigten Staaten bis zu 25.000 Banken. Anfang des Jahres 1933 war die Zahl auf 18.000 gesunken.
„Als Präsident Roosevelt zehn Tage nach seinem Amtsantritt beschloss, die Schließung der Banken zu beenden,“, so sagte Friedman, „wurde der Neuantrag von etwas weniger als 12.000 Banken gestattet, zu denen später nur noch 3.000 Banken dazukamen. Das heißt, von den 1929 existierenden 25.000 Banken verschwanden in diesen vier Jahren insgesamt etwa 10.000 durch Pleite-, Fusions-, oder Abwicklungsprozesse.“
„Die Schlieβung der Unternehmen, die Einschränkung der Produktion, die wachsende Arbeitslosigkeit, alles schürte die Angst und die Nervosität.“
„Sobald die Depression im Gang war, übertrug sie sich auf andere Länder und es erfolgte, selbstverständlich, eine Wechselwirkung; ein weiteres Beispiel der so allgegenwärtigen Rückkopplung in einer komplexen Wirtschaft“, sagt Friedman am Ende.
Die Welt von 1933, von der er in seinem Buch sprach, ähnelt in nichts der Welt von heute, einer vollkommen globalisierten Welt, die aus mehr als 190 in der UNO vertretenen Staaten besteht, deren Einwohner in ihrer Gesamtheit von Gefahren bedroht sind, die die Wissenschaftler, auch optimistischsten unter ihnen, nicht ignorieren können und die eine zunehmende Zahl von Menschen kennen und teilen, darunter auch berühmte US-Politiker.
Das Echo der Auswirkungen der gegenwärtigen Krise sieht man in den verzweifelten Anstrengungen wichtiger Staatsmänner.
Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, dass Hu Jintao, der Präsident der Volksrepublik China, eines Landes, das in den letzten Jahren über ein ausdauerndes zweistelliges Wachstum verweist, gestern warnte, dass „China sich wegen seiner enormen Einwohnerzahl, seiner begrenzten Ressourcen und Umweltproblemen unter einem zunehmenden Druck befindet“. Es handelt sich dabei um das einzige Land, von dem wir wissen, dass es über Devisenreserven in Höhe von fast 2 Billionen Dollar verfügt. Der chinesische Staatschef nennt „eine Reihe von Schritten, die notwendig sind, um die grundlegenden Interessen der Bevölkerung und die Umwelt im Rahmen der Industrialisierungs- und Modernisierungsstrategie Chinas zu schützen“. Zum Abschluss verwies er darauf, dass „sich mit der Ausweitung der Finanzkrise die weltweite Nachfrage nach Produkten deutlich verringert hat“.
Nach diesen Worten des Präsidenten des meistbevölkerten Landes der Welt ist es nicht notwendig, noch weitere Argumente über die Tiefe der gegenwärtigen Krise hinzuzufügen.
Fidel Castro Ruz
30. November 2008
18.15 Uhr
Obwohl es sehr einfach scheint, ist das ein schwierig zu erklärendes Thema. Das System der US-Federal Reserve wurde im Jahr 1913 im Ergebnis des sich in voller Entwicklung befindenden Kapitalismus gegründet. Zu dieser Zeit war Salvador Allende, an den wir uns alle als einen Mann unserer Zeit erinnern, ungefähr 15 Jahre alt.
Der Erste Weltkrieg begann im Jahr 1914, als der Kronprinz des im Herzen von Mittel- und Südeuropa befindlichen österreichisch-ungarischen Reiches in Sarajewo ermordet wurde. Kanada war noch eine Kolonie Großbritanniens. Das britische Pfund Sterling hatte das Privileg, die Währung des internationalen Zahlungsverkehrs zu sein. Seine metallische Grundlage war das Gold, wie es schon vor mehr als tausend Jahren in der Hauptstadt des Römischen Reiches des Ostens, Konstantinopel, gewesen war.
Diejenigen, die die blutigen Kämpfe gegen die muslimischen Gläubigen im Nahen Osten unter Anführung religiöser Vorwänden begannen, waren feudalen Ritter der christlichen Königreiche Europas, und deren eigentliche Zwecke waren die Kontrolle der Handelswege und andere gemeinere, profane Zwecke, auf die vielleicht bei anderer Gelegenheit eingegangen werden könnte.
Zum Ende des Ersten Weltkrieges, ab 1917, nahmen die Vereinigten Staaten an ihm teil, zwei Jahre nach der Versenkung des Schiffs Lusitania, das voller nordamerikanischer Passagiere war, die aus New York abfuhren. Es war von einem deutschen U-Boot aus mit Torpedos beschossen worden, das den absurden Befehl hatte, ein Schiff mit der Flagge eines fernen reichen und potentiell mächtigen Landes anzugreifen, dessen Regierung mit einer angeblich neutralen Haltung Vorwänden suchte, um neben Großbritannien, Frankreich und ihren Verbündeten am Krieg teilzunehmen. Der Angriff fand am 7. Mai 1915 während des Überquerens der Meerenge zwischen Irland und England statt. In den 20 Minuten, die das Schiff brauchte um unterzugehen, konnten es nur sehr wenige Passagiere verlassen; 1 198 Menschen, die noch an Bord waren, verloren ihr Leben.
Das Wachstum der US-Wirtschaft ist nach diesem Krieg stabil geblieben, mit Ausnahme von zyklischen Krisen, die durch das System der Federal Reserve (FED) ohne größere Folgen gelöst wurden.
Am 24. Oktober 1929, in der Geschichte der USA als „schwarzer Donnerstag“ bekannt, wird die Wirtschaftskrise ausgelöst. Die Reserve Bank of New York, die ihren Sitz in Wall Street hat, sowie andere große Banken und Konzerne, reagieren nach Meinung des Theoretikers der Rechten, des berühmten US-Ökonoms und Wirtschafts-Nobelpreisträger (1976), Milton Friedman, „instinktiv“ und treffen die seines Erachtens geeignetsten Maßnahmen: „Geld in den Umlauf zu spritzen“. Der Reserve Bank of Washington, an die Vorrangstellung ihrer Kriterien gewohnt, gelingt es schließlich, die gegenteilige Meinung durchzusetzen. Der Finanzminister des US-Präsidenten Hoover unterstützt die Reserve Bank of Washington. Am Ende gibt die Bank aus New York nach. „Aber das Schlimmste kam erst noch", sagt Friedman, der deutlicher als alle anderen hervorragenden Ökonomen, einige von ihnen mit entgegensetzter Tendenz, den Ablauf der Ereignisse erklärt, als er schreibt: „Bis zum Herbst 1930 wurde die Rezession der wirtschaftlichen Tätigkeit, obwohl sie schwer war, nicht von finanziellen Schwierigkeiten oder von Anträgen der Deponenten zur Zurückziehung ihrer Einlagen betroffen. Das Wesen der Rezession änderte sich dramatisch, als eine Reihe von Bankrotten im Mittleren Westen und im Süden der Vereinigten Staaten das Vertrauen in die Banken untergrub und es zu zahlreichen Versuchen kam, die Bankeinlagen in Bargeld umzuwandeln.“
„Am 11. Dezember 1930 machte die Bank der Vereinigten Staaten zu. Das ist der kritische Tag. Es war in der Geschichte der Vereinigten Staaten bis dahin die größte Geschäftsbank, die eingebrochen war.“
Allein im Dezember 1930 schlossen 352 Banken ihre Türen. „Die FED hätte eine bessere Lösung finden können, wenn sie auf dem öffentlichen Geldmarkt in großen Dimensionen Schuldtitel der öffentlichen Hand aufgekauft hätte.“
„Im September 1931, als Großbritannien den Goldstandard aufgab, befolgte jene Institution eine noch negativere Politik.“
„Das System reagierte nach zwei Jahren starker Beschränkung, indem es den Leitzins auf ein Niveau anhob, das er in seiner Geschichte nie zuvor erreicht hatte.“
Man muss berücksichtigen, dass Friedman eine Meinung äußert, die noch fast 80 Jahre später in den offiziellen Kreisen der Vereinigten Staaten vertreten wird.
„1932 schloss die FED, dem Druck des Kongresses folgend, ihre Sitzungsperiode und brach sofort ihr Einkaufsprogramm ab.“
„Die Schlussepisode war die Bankpanik von 1933.“
„Die Angst wurde während des Interregnums zwischen der Regierung von Herbert Hoover und der von Franklin D. Roosevelt schlimmer. Letzterer wurde am 8. November 1932 gewählt, aber sein Amtsantritt war erst am 4. März 1933. Ersterer wollte keine drastischen Maßnahmen ohne die Zusammenarbeit des neuen Präsidenten unternehmen, während Roosevelt seinerseits keine Verantwortung übernehmen wollte, bis er nicht im Amt vereidigt wäre.“
Diese Episode erinnert uns an das, was heute mit dem vor einem Monat, am 4. November, in den jüngsten Wahlen gewählten Präsidenten, Barack Obama, geschieht, der Bush am 20. Januar 2009 ablösen wird. Geändert hat sich nur die Interregnumsdauer, 1930 betrug sie bis zu 117 Tagen, während sie heute auf 77 Tage beschränkt ist.
Wie Friedman verweist, gab es zur Zeit des größten Wirtschafswachstums in den Vereinigten Staaten bis zu 25.000 Banken. Anfang des Jahres 1933 war die Zahl auf 18.000 gesunken.
„Als Präsident Roosevelt zehn Tage nach seinem Amtsantritt beschloss, die Schließung der Banken zu beenden,“, so sagte Friedman, „wurde der Neuantrag von etwas weniger als 12.000 Banken gestattet, zu denen später nur noch 3.000 Banken dazukamen. Das heißt, von den 1929 existierenden 25.000 Banken verschwanden in diesen vier Jahren insgesamt etwa 10.000 durch Pleite-, Fusions-, oder Abwicklungsprozesse.“
„Die Schlieβung der Unternehmen, die Einschränkung der Produktion, die wachsende Arbeitslosigkeit, alles schürte die Angst und die Nervosität.“
„Sobald die Depression im Gang war, übertrug sie sich auf andere Länder und es erfolgte, selbstverständlich, eine Wechselwirkung; ein weiteres Beispiel der so allgegenwärtigen Rückkopplung in einer komplexen Wirtschaft“, sagt Friedman am Ende.
Die Welt von 1933, von der er in seinem Buch sprach, ähnelt in nichts der Welt von heute, einer vollkommen globalisierten Welt, die aus mehr als 190 in der UNO vertretenen Staaten besteht, deren Einwohner in ihrer Gesamtheit von Gefahren bedroht sind, die die Wissenschaftler, auch optimistischsten unter ihnen, nicht ignorieren können und die eine zunehmende Zahl von Menschen kennen und teilen, darunter auch berühmte US-Politiker.
Das Echo der Auswirkungen der gegenwärtigen Krise sieht man in den verzweifelten Anstrengungen wichtiger Staatsmänner.
Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, dass Hu Jintao, der Präsident der Volksrepublik China, eines Landes, das in den letzten Jahren über ein ausdauerndes zweistelliges Wachstum verweist, gestern warnte, dass „China sich wegen seiner enormen Einwohnerzahl, seiner begrenzten Ressourcen und Umweltproblemen unter einem zunehmenden Druck befindet“. Es handelt sich dabei um das einzige Land, von dem wir wissen, dass es über Devisenreserven in Höhe von fast 2 Billionen Dollar verfügt. Der chinesische Staatschef nennt „eine Reihe von Schritten, die notwendig sind, um die grundlegenden Interessen der Bevölkerung und die Umwelt im Rahmen der Industrialisierungs- und Modernisierungsstrategie Chinas zu schützen“. Zum Abschluss verwies er darauf, dass „sich mit der Ausweitung der Finanzkrise die weltweite Nachfrage nach Produkten deutlich verringert hat“.
Nach diesen Worten des Präsidenten des meistbevölkerten Landes der Welt ist es nicht notwendig, noch weitere Argumente über die Tiefe der gegenwärtigen Krise hinzuzufügen.
Fidel Castro Ruz
30. November 2008
18.15 Uhr
Freitag, 28. November 2008
Dimitri A. Medwedew
Reflexionen des Genossen Fidel: Dimitri A. Medwedew
In den letzten Wochen hatte ich ihn bei vielen Gelegenheiten als Präsidenten der Russischen Föderation nach der Zuspitzung der Finanzkrise, die die Welt geißelt, beobachtet. Die Russische Föderation ist trotz des Zerfalls der UdSSR einer der mächtigsten Staaten der internationalen Gemeinschaft.
Die Reden des russischen Präsidenten sind durch die Exaktheit, die Klarheit und die Kürze seiner Worte gekennzeichnet. Es gibt kein Thema, dem er ausweicht oder Fragen, die er nicht beantwortet. Er verfügt über umfassende Kenntnisse und überzeugt den Zuhörer. Diejenigen, die anderer Auffassung sind, respektieren ihn zumindest.
Er hat den Wunsch geäußert, während seines Besuches mit mir zu sprechen. Es war für mich eine Ehre, und ich war mir sicher, dass es ein angenehmes Treffen sein wird.
In den letzten Monaten sind erstaunliche Veränderungen vor sich gegangen und neue Situationen entstanden. Die Yankees haben illegale Aktionen gegen Südossetien und Abchasien unternommen, zwei Länder, die mit Georgien nichts zu tun haben, das von den Vereinigten Staaten bis an die Zähne bewaffnet wurde. Sie haben die Männer ermutigt und trainiert; sowie die Waffen zum Angriff auf die russischen Streitkräfte geliefert, die dort rechtens vor Ort waren, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Dieses Problem wird auch von der internationalen Gemeinschaft so gesehen und harrt noch einer Lösung. Aus dem abenteuerlichen Krieg im Irak haben sich zweitausend georgische Söldner, die im Dienste des infamen Eroberungskriegs der Yankee auf Ölsuche waren, zur Verstärkung der Aggressoren in Bewegung gesetzt.
Aus der ruhigen aber festen Stimme Medwedews, vor kurzem als Präsident der Russischen Föderation gewählt, war Stärke zu fühlen
Eine weitere wichtige Veränderung war die Wahl des neuen US-Präsidenten, Barack Obama, von schwarzer Hautfarbe, des im Irak von Bush durchgeführten Gemetzels überdrüssig, und vor allem entrüstet über die umherirrende Art und Weise, mit der Bush sich der Finanzkrise gestellt und diese noch verschärft hat, die immer schwerer und potenziell gefährlicher für die Wirtschaft des Landes und der Welt wird.
Die Ereignisse fanden gleichzeitig mit den allgemeinen Wahlen in Paraguay und der Volksabstimmung in Ecuador statt, beide von großer Bedeutung; sowie mit den regionalen Wahlen in Nicaragua und insbesondere in Venezuela. All dies kann man als eine zunehmende Unehrerbietigkeit gegenüber der strangulierenden Vorherrschaft des Imperiums sehen. Parallel zu diesen Ereignissen fanden in Washington und Lima die Treffen der Mitglieder der G-20 und G-21 statt. Die Präsidenten von Russland und China, zwei unumgehbare Bastionen des Weltszenariums, nahmen an beiden Sitzungen neben den Staatsmännern aus Dutzenden von Staaten aus fünf Kontinenten teil, und haben mit vielen von ihnen gesprochen.
Medwedew ist nach seinem Besuch in Brasilien und Peru nach Venezuela weitergereist und nahm dort am Treffen der ALBA in Caracas teil, wo er sich mit deren hochrangigen Vertretern traf, zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Gleichzeitig ist eine Abteilung der russischen Flotte in diesem Bruderland angekommen. Es ist also leicht zu verstehen, welche Bedeutung der Teilnahme des hohen Gastes an diesen Ereignissen beigemessen wird, mit dem ich mich am heutigen Freitagvormittag getroffen habe.
Für mich war sehr wichtig, seine Meinung über die genannten Ereignisse zu hören.
Diesmal hat das Treffen nur eine Stunde und 15 Minuten gedauert. Er kam in Begleitung von Ricardo Cabrisas, Vize-Präsident der kubanischen Regierung, zuständig für die Verhandlungen Kubas mit Russland, China und Venezuela, die drei wichtigsten Länder unseres gegenwärtigen Handelsaustauschs, den das mächtige Imperium nicht blockieren konnte.
Ich habe mit ihm über alle wichtigen Themen gesprochen, auch über unsere Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten, wo es für eine Politik von Zuckerbrot und Peitsche keinen Platz gibt und wir auch nicht auf die Rückgabe des in unserem Land gewaltsam besetzten Gebietes in Guantánamo bis zum letzten Quadratmeter verzichten werden.
Ich wiederholte ihm unsere geduldige und friedliche Politik, aber ohne unsere Verteidigungsfähigkeit gegenüber einem möglichen Aggressor außer Acht zu lassen. Kein Land könnte diese Politik besser verstehen als Russland, das ständig der Bedrohung eben dieses Friedensgegners ausgesetzt ist.
So wichtig oder noch wichtiger war die Äußerung unserer Ideen über die gegenwärtigen ernsten Probleme in entscheidenden Bereichen, denen die Völker heutzutage auf ihrer Suchen nach einer multipolaren Welt gegenüberstehen und die die nachhaltige und friedliche Entwicklung gewährleistet.
Der Terminkalender scheint voll zu sein, aber dennoch haben wir beide über diese Themen gesprochen, ein gutes Zeichen dafür, dass trotz aller Schwierigkeiten die Probleme der Welt immer noch diskutierbar sind und noch nicht völlig aus dem Ruder laufen.
Für mich war das Treffen sehr motivierend. Es hat bei mir ein gutes Gefühl von den intellektuellen Fähigkeiten Medwedews hinterlassen, was meinen bisherigen Eindruck von ihm bestätigt hat. Er ist der jüngste aller bedeutenden Staatschefs der Welt, und sein Land ist außerdem territorial das größte.
Mit welch innerer Bewegung haben wir immer die russische Hymne gehört, unter deren Noten das heroische Volk Russlands das Blut von Millionen von Frauen und Männern vergossen hat, ohne deren Opfer der Sieg über den Nazifaschismus nicht möglich gewesen wäre!
Fidel Castro Ruz
28. November 2008
19.23 Uhr
In den letzten Wochen hatte ich ihn bei vielen Gelegenheiten als Präsidenten der Russischen Föderation nach der Zuspitzung der Finanzkrise, die die Welt geißelt, beobachtet. Die Russische Föderation ist trotz des Zerfalls der UdSSR einer der mächtigsten Staaten der internationalen Gemeinschaft.
Die Reden des russischen Präsidenten sind durch die Exaktheit, die Klarheit und die Kürze seiner Worte gekennzeichnet. Es gibt kein Thema, dem er ausweicht oder Fragen, die er nicht beantwortet. Er verfügt über umfassende Kenntnisse und überzeugt den Zuhörer. Diejenigen, die anderer Auffassung sind, respektieren ihn zumindest.
Er hat den Wunsch geäußert, während seines Besuches mit mir zu sprechen. Es war für mich eine Ehre, und ich war mir sicher, dass es ein angenehmes Treffen sein wird.
In den letzten Monaten sind erstaunliche Veränderungen vor sich gegangen und neue Situationen entstanden. Die Yankees haben illegale Aktionen gegen Südossetien und Abchasien unternommen, zwei Länder, die mit Georgien nichts zu tun haben, das von den Vereinigten Staaten bis an die Zähne bewaffnet wurde. Sie haben die Männer ermutigt und trainiert; sowie die Waffen zum Angriff auf die russischen Streitkräfte geliefert, die dort rechtens vor Ort waren, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Dieses Problem wird auch von der internationalen Gemeinschaft so gesehen und harrt noch einer Lösung. Aus dem abenteuerlichen Krieg im Irak haben sich zweitausend georgische Söldner, die im Dienste des infamen Eroberungskriegs der Yankee auf Ölsuche waren, zur Verstärkung der Aggressoren in Bewegung gesetzt.
Aus der ruhigen aber festen Stimme Medwedews, vor kurzem als Präsident der Russischen Föderation gewählt, war Stärke zu fühlen
Eine weitere wichtige Veränderung war die Wahl des neuen US-Präsidenten, Barack Obama, von schwarzer Hautfarbe, des im Irak von Bush durchgeführten Gemetzels überdrüssig, und vor allem entrüstet über die umherirrende Art und Weise, mit der Bush sich der Finanzkrise gestellt und diese noch verschärft hat, die immer schwerer und potenziell gefährlicher für die Wirtschaft des Landes und der Welt wird.
Die Ereignisse fanden gleichzeitig mit den allgemeinen Wahlen in Paraguay und der Volksabstimmung in Ecuador statt, beide von großer Bedeutung; sowie mit den regionalen Wahlen in Nicaragua und insbesondere in Venezuela. All dies kann man als eine zunehmende Unehrerbietigkeit gegenüber der strangulierenden Vorherrschaft des Imperiums sehen. Parallel zu diesen Ereignissen fanden in Washington und Lima die Treffen der Mitglieder der G-20 und G-21 statt. Die Präsidenten von Russland und China, zwei unumgehbare Bastionen des Weltszenariums, nahmen an beiden Sitzungen neben den Staatsmännern aus Dutzenden von Staaten aus fünf Kontinenten teil, und haben mit vielen von ihnen gesprochen.
Medwedew ist nach seinem Besuch in Brasilien und Peru nach Venezuela weitergereist und nahm dort am Treffen der ALBA in Caracas teil, wo er sich mit deren hochrangigen Vertretern traf, zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Gleichzeitig ist eine Abteilung der russischen Flotte in diesem Bruderland angekommen. Es ist also leicht zu verstehen, welche Bedeutung der Teilnahme des hohen Gastes an diesen Ereignissen beigemessen wird, mit dem ich mich am heutigen Freitagvormittag getroffen habe.
Für mich war sehr wichtig, seine Meinung über die genannten Ereignisse zu hören.
Diesmal hat das Treffen nur eine Stunde und 15 Minuten gedauert. Er kam in Begleitung von Ricardo Cabrisas, Vize-Präsident der kubanischen Regierung, zuständig für die Verhandlungen Kubas mit Russland, China und Venezuela, die drei wichtigsten Länder unseres gegenwärtigen Handelsaustauschs, den das mächtige Imperium nicht blockieren konnte.
Ich habe mit ihm über alle wichtigen Themen gesprochen, auch über unsere Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten, wo es für eine Politik von Zuckerbrot und Peitsche keinen Platz gibt und wir auch nicht auf die Rückgabe des in unserem Land gewaltsam besetzten Gebietes in Guantánamo bis zum letzten Quadratmeter verzichten werden.
Ich wiederholte ihm unsere geduldige und friedliche Politik, aber ohne unsere Verteidigungsfähigkeit gegenüber einem möglichen Aggressor außer Acht zu lassen. Kein Land könnte diese Politik besser verstehen als Russland, das ständig der Bedrohung eben dieses Friedensgegners ausgesetzt ist.
So wichtig oder noch wichtiger war die Äußerung unserer Ideen über die gegenwärtigen ernsten Probleme in entscheidenden Bereichen, denen die Völker heutzutage auf ihrer Suchen nach einer multipolaren Welt gegenüberstehen und die die nachhaltige und friedliche Entwicklung gewährleistet.
Der Terminkalender scheint voll zu sein, aber dennoch haben wir beide über diese Themen gesprochen, ein gutes Zeichen dafür, dass trotz aller Schwierigkeiten die Probleme der Welt immer noch diskutierbar sind und noch nicht völlig aus dem Ruder laufen.
Für mich war das Treffen sehr motivierend. Es hat bei mir ein gutes Gefühl von den intellektuellen Fähigkeiten Medwedews hinterlassen, was meinen bisherigen Eindruck von ihm bestätigt hat. Er ist der jüngste aller bedeutenden Staatschefs der Welt, und sein Land ist außerdem territorial das größte.
Mit welch innerer Bewegung haben wir immer die russische Hymne gehört, unter deren Noten das heroische Volk Russlands das Blut von Millionen von Frauen und Männern vergossen hat, ohne deren Opfer der Sieg über den Nazifaschismus nicht möglich gewesen wäre!
Fidel Castro Ruz
28. November 2008
19.23 Uhr
Montag, 24. November 2008
Totale Transparenz
Reflexionen des Genossen Fidel: Totale Transparenz
Wer stellt das in Frage? Beobachter aus aller Welt und jeglicher Herkunft waren bei den Wahlen am 23. November in Venezuela zugegen. Ihre Berichte haben sie völlig frei übermittelt. Die Oligarchie schrie mit großem Getöse die plumpe Verleumdung in die Welt hinaus, dass mit der Verlängerung der Endauszählung der Stimmen zu dem Zweck, für die Bürger die Möglichkeit der Wahlausübung zu gewährleisten, ein Wahlbetrug beabsichtigt wurde, obwohl der Landeswahlrat das bereits zuvor beschlossen und angekündigt hatte.
Wenn die Vereinigten Staaten diese Maßnahme zur Ermöglichung der indirekten Wahl des Präsidenten ihres Landes treffen würden, das als Beispiel der venezolanischen Oligarchien dient, wäre das vollkommen richtig, doch nicht in Venezuela, nicht nur, weil es sich nicht um die Wahl des Präsidenten handelt, die genauso wie die der weiteren Ämter der Exekutive direkt ist.
Die schändliche Unterwerfung unter das Regime des Imperiums, die Devisenflucht von jährlich unzähligen Milliarden Dollar, die Erhaltung der Armuts-, Analphabeten- und Arbeitslosenrate von über 20 Prozent, nur das gilt als anständig und ehrlich für sie.
Ich würde nicht wagen, irgendeine Meinung über ein anderes Land dieser Hemisphäre abzugeben, wenn ich nicht wüsste, dass wir Brüder sind und dass Martí, der für Kuba und für Unser Amerika kämpfte und starb, vor der Statue des Freiheitskämpfers Simón Bolivar einmal sagte: „Venezuela, sagen Sie mir, womit kann ich Ihnen dienen: Sie haben in mir einen Sohn.“
In diesem Bruderland arbeiten vierzigtausend hoch qualifizierte Landsleute, die bereit sind, für das Volk Bolivars ihr Leben zu opfern, und die mit ihm zusammen das gleiche Risiko eines möglichen imperialistischen Prankenhiebes eingehen.
Ich bin kein Fremdling, wenn ich meine Meinung im Land der ALBA äußere.
Venezuela kann zu einem Beispiel sozialistischer Entwicklung werden, ausgehend von den Ressourcen, die die transnationalen Unternehmen aus der reichen Natur und dem Schweiße der Arbeiter und Intellektuellen heraus gezogen haben. Keine ausländische Macht wird ihre Zukunft bestimmen. Das Volk ist Herr seines Schicksals und schreitet weiter voran, um das höchste Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitsniveaus zu erreichen und Arbeitsplätze für alle zu schaffen. Es ist ein Beispiel, dem auch andere Bruderländer dieser Hemisphäre folgen können, ohne vor jemandem auf den Knien zu liegen. Es mag nicht im Schlepptau eines Imperiums marschieren, das es ausplündert. Mit Recht und Würde fordert Venezuela von der Vollversammlung der Vereinten Nationen, dass sie eine neue internationale Finanzstruktur gestaltet. Kuba unterstützt sie bei diesem Streben.
Wenn man sich die internationalen Nachrichten anschaut, scheint es, als ob die Auflösung der UdSSR erst gestern geschehen wäre. Heute, Montag, wie Stella Calloni sagen würde, entfesselte sich der Apparat des Medienterrors. Hinter dem Dunstschleier wird aber trotzdem die Wahrheit wieder ans Licht kommen.
Die gestrigen Wahlen wurden in vielen Aspekten zu einem messbaren qualitativen Fortschritt für den bolivarianischen revolutionären Prozess; und nicht etwa wie es der Apparat der massiven Desinformation ausdrückt: „Castro meint, dass die Revolution in Venezuela trotz der Wahlen weiter vorwärts gehen wird.“ Nein! Gerade anhand der Analyse der grundlegenden Daten aus den Bulletins des Nationalen Wahlrates sehe ich ganz klar den großen Sieg, der errungen wurde.
Es gab präzise Daten: zweifelsfreier Sieg der Gouverneurskandidaten in 17 der 22 Staaten, die alle der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) angehören; eine höhere Wahlbeteiligung als je zuvor, 1,5 Millionen mehr Stimmen als die Kandidaten der Opposition erhalten haben, die für dieses Amt kandidierten; 264 von 328 Bürgermeisterämtern, die zur Wahl anstanden. Es gibt keine Oppositionspartei; es gibt eine Menge von Oppositionellen mit einem halben Dutzend Parteien, und es gab eine totale Transparenz. Deshalb sagte und betone ich immer wieder, dass die Flamme der Revolution in Venezuela sehr schwer auszulöschen sein wird.
Fidel Castro Ruz
24. November 2008
18:35 Uhr
Wer stellt das in Frage? Beobachter aus aller Welt und jeglicher Herkunft waren bei den Wahlen am 23. November in Venezuela zugegen. Ihre Berichte haben sie völlig frei übermittelt. Die Oligarchie schrie mit großem Getöse die plumpe Verleumdung in die Welt hinaus, dass mit der Verlängerung der Endauszählung der Stimmen zu dem Zweck, für die Bürger die Möglichkeit der Wahlausübung zu gewährleisten, ein Wahlbetrug beabsichtigt wurde, obwohl der Landeswahlrat das bereits zuvor beschlossen und angekündigt hatte.
Wenn die Vereinigten Staaten diese Maßnahme zur Ermöglichung der indirekten Wahl des Präsidenten ihres Landes treffen würden, das als Beispiel der venezolanischen Oligarchien dient, wäre das vollkommen richtig, doch nicht in Venezuela, nicht nur, weil es sich nicht um die Wahl des Präsidenten handelt, die genauso wie die der weiteren Ämter der Exekutive direkt ist.
Die schändliche Unterwerfung unter das Regime des Imperiums, die Devisenflucht von jährlich unzähligen Milliarden Dollar, die Erhaltung der Armuts-, Analphabeten- und Arbeitslosenrate von über 20 Prozent, nur das gilt als anständig und ehrlich für sie.
Ich würde nicht wagen, irgendeine Meinung über ein anderes Land dieser Hemisphäre abzugeben, wenn ich nicht wüsste, dass wir Brüder sind und dass Martí, der für Kuba und für Unser Amerika kämpfte und starb, vor der Statue des Freiheitskämpfers Simón Bolivar einmal sagte: „Venezuela, sagen Sie mir, womit kann ich Ihnen dienen: Sie haben in mir einen Sohn.“
In diesem Bruderland arbeiten vierzigtausend hoch qualifizierte Landsleute, die bereit sind, für das Volk Bolivars ihr Leben zu opfern, und die mit ihm zusammen das gleiche Risiko eines möglichen imperialistischen Prankenhiebes eingehen.
Ich bin kein Fremdling, wenn ich meine Meinung im Land der ALBA äußere.
Venezuela kann zu einem Beispiel sozialistischer Entwicklung werden, ausgehend von den Ressourcen, die die transnationalen Unternehmen aus der reichen Natur und dem Schweiße der Arbeiter und Intellektuellen heraus gezogen haben. Keine ausländische Macht wird ihre Zukunft bestimmen. Das Volk ist Herr seines Schicksals und schreitet weiter voran, um das höchste Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitsniveaus zu erreichen und Arbeitsplätze für alle zu schaffen. Es ist ein Beispiel, dem auch andere Bruderländer dieser Hemisphäre folgen können, ohne vor jemandem auf den Knien zu liegen. Es mag nicht im Schlepptau eines Imperiums marschieren, das es ausplündert. Mit Recht und Würde fordert Venezuela von der Vollversammlung der Vereinten Nationen, dass sie eine neue internationale Finanzstruktur gestaltet. Kuba unterstützt sie bei diesem Streben.
Wenn man sich die internationalen Nachrichten anschaut, scheint es, als ob die Auflösung der UdSSR erst gestern geschehen wäre. Heute, Montag, wie Stella Calloni sagen würde, entfesselte sich der Apparat des Medienterrors. Hinter dem Dunstschleier wird aber trotzdem die Wahrheit wieder ans Licht kommen.
Die gestrigen Wahlen wurden in vielen Aspekten zu einem messbaren qualitativen Fortschritt für den bolivarianischen revolutionären Prozess; und nicht etwa wie es der Apparat der massiven Desinformation ausdrückt: „Castro meint, dass die Revolution in Venezuela trotz der Wahlen weiter vorwärts gehen wird.“ Nein! Gerade anhand der Analyse der grundlegenden Daten aus den Bulletins des Nationalen Wahlrates sehe ich ganz klar den großen Sieg, der errungen wurde.
Es gab präzise Daten: zweifelsfreier Sieg der Gouverneurskandidaten in 17 der 22 Staaten, die alle der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) angehören; eine höhere Wahlbeteiligung als je zuvor, 1,5 Millionen mehr Stimmen als die Kandidaten der Opposition erhalten haben, die für dieses Amt kandidierten; 264 von 328 Bürgermeisterämtern, die zur Wahl anstanden. Es gibt keine Oppositionspartei; es gibt eine Menge von Oppositionellen mit einem halben Dutzend Parteien, und es gab eine totale Transparenz. Deshalb sagte und betone ich immer wieder, dass die Flamme der Revolution in Venezuela sehr schwer auszulöschen sein wird.
Fidel Castro Ruz
24. November 2008
18:35 Uhr
Abonnieren
Posts (Atom)