Montag, 14. Mai 2012

Die Gräuel, Die Uns Das Imperium Bietet

Reflexionen des Genossen Fidel: Die Gräuel, Die Uns Das Imperium Bietet

Eine heutige Meldung aus Monterrey, Mexiko, von AP, der wichtigsten US-amerikanischen Nachrichtenagentur, erklärt es mit unumstößlicher Klarheit. Es ist weder die erste über eine Wirklichkeit, die den Haufen Lügen zunichte macht, mit dem die Vereinigten Staaten das unmenschliche Schicksal zu rechtfertigen suchen, das sie den Völkern Unseres Amerikas vorbehalten haben, noch wird es die letzte sein.

Was berichtet die Meldung?

„MONTERREY, Mexiko (AP) Neunundvierzig enthauptete und verstümmelte Leichen in einer Blutlache wurden an einer Landstraße verlassen aufgefunden, die den Norden der mexikanischen Bundeshauptstadt Monterrey mit der Grenze zu den Vereinigten Staaten verbindet, was der jüngste Schlag einer Eskalation des Einschüchterungskrieges zwischen Drogenhändlerbanden zu sein scheint.
Die Leichen von 43 Männern und 6 Frauen wurden am Sonntag um 4 Uhr morgens in der Nähe des Ortes San Juan aufgefunden, an einer Landstraße, an der keine Mautgebühr zu zahlen ist und die in Richtung der Grenzstadt Reynosa führt. Auf dem steinernen Tor, das die Besucher des Ortes empfängt, hat jemand mit Spray geschrieben: ‘100% Zeta’.“

„Der Regierungssprecher der Sicherheitsabteilung des nördlichen Bundesstaates Nuevo León, Jorge Domene, hat bei der Pressekonferenz gesagt, dass an der Seite der in Verwesung befindlichen Körper eine ‘Narco-Decke’ gefunden wurde, auf der die Gruppe Los Zetas sich das Gemetzel zuschrieb.
Die Körper könnten schon über 48 Stunden tot sein, weshalb die Behörden glauben, dass sie nicht an jenem Ort ermordet wurden. ‚An keinem einzigen ist ein Kopf und ihre oberen und unteren Gliedmaßen sind verstümmelt, was ihre Identifizierung erschwert’, sagte der Beamte.“

„Der Staatsanwalt des Bundesstaates, Adrián de la Garza, sagte, dass keine Anzeige über Verschwundene aus den letzten Tagen vorliegt, weshalb es sich um Leute aus anderen mexikanischen Bundesstaaten oder sogar um mittelamerikanische Migranten handeln könne, die versuchten, in die Vereinigten Staaten zu gelangen.“

„Die mexikanischen Drogenkartelle haben sich in letzter Zeit eine immer blutigere Schlacht geliefert, um die Schmuggelrouten zu kontrollieren sowie den örtlichen Drogen- und Erpressungsmarkt und unter ihren Opfern befinden sich ebenfalls Migranten, die versuchen in die Vereinigten Staaten zu gelangen.
Im Mai sind seit Monatsbeginn 18 Körper in einem touristischen Bereich in der Nähe von Guadalajara aufgefunden worden, und es tauchten 23 enthauptete bzw. von einer Brücke gehängte Leichen in der Grenzstadt Nuevo Laredo auf, wo die Gewalt zwischen Kartellen eskalierte. Dieses Jahr sind Leichen in den Bundesstaaten Veracruz, Guerrero, Morelos, Jalisco, Tamaulipas und Nuevo León aufgetaucht.“

„Er behauptete, dass keine Anzeichen vorliegen, dass die neue Welle der Gewalt mit den für Juli vorgesehenen Präsidentenwahlen zu tun hätte. ‚Es ist die Bekriegungsdynamik zwischen Kartellen’, sagte er.“

Das Internetportal BBC Mundo seinerseits berichtet Folgendes:

„Die Szenen von enthaupteten und verstümmelten Körpern in Nuevo León, wo am heutigen Sonntag 49 Körper auf die Landstraße geworfen wurden, haben viele aufgrund der von den Mördern zur Schau gestellten äußersten Barbarei erschüttert. Selbst in Mexiko, das nach fünf Jahren eines intensiven Krieges zwischen Kartellen schon alles zu sehen gehaben schien.“

Nicht wenige der Länder Unseres Amerikas sind von diesen Problemen betroffen.

In unserem Vaterland, gibt es die Probleme, die hier wiedergegeben werden, nicht. Ob es wohl deshalb ist, dass das Imperium versucht, es mittels Hunger und Feindseligkeit zu bezwingen? Ein halbes Jahrhundert ist nicht ausreichend gewesen, und ich bezweifle, dass dem Imperium ein weiteres halbes Jahrhundert zur Verfügung steht, bevor es früher oder später in seiner eigenen Schande untergeht.

Fidel Castro Ruz
14. Mai 2012
16:36 Uhr

Donnerstag, 10. Mai 2012

Der 67. Jahrestag Des Sieges Über Den Nazi-Faschismus

Reflexionen des Genossen Fidel: Der 67. Jahrestag Des Sieges Über Den Nazi-Faschismus

Kein politisches Ereignis kann losgetrennt von seiner Epoche und den Umständen, unter denen es stattgefunden hat, beurteilt werden. Niemand kennt auch nur ein einziges Prozent der fabelhaften Geschichte des Menschen; aber dank derselben sind uns Geschehnisse bekannt, die die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten.

Das von mir genossene Privileg, Menschen kennen gelernt zu haben, und sogar Orte, an denen einige der mit der historischen Schlacht verbundene Ereignisse stattgefunden haben, erhöhte das Interesse, mit dem ich dieses Jahr die Gedenkfeierlichkeiten erwartete.

Die kolossale Heldentat war Ergebnis des Heldentums einer Gesamtheit von Völkern, die die Revolution und der Sozialismus vereint und miteinander verflochten hatten, um der brutalen Ausbeutung ein Ende zu setzen, die die Welt über Jahrtausende erduldet hatte. Die Russen waren immer stolz darauf, an der Spitze jener Revolution gestanden zu haben, und stolz darauf, mit welchen Opfern sie zur Durchführung derselben in der Lage gewesen sind.

Dieser äußerst bedeutsame Jahrestag des Sieges konnte nicht unter dem Zeichen einer anderen Flagge bzw. eines anderen Namens begriffen werden, als jenen, die dem Heldentum der Kämpfer des Großen Vaterländischen Krieges vorstanden. Es blieb etwas, was ohne Zweifel unantastbar und unauslöschlich ist: die Hymne, unter deren unvergesslichen Noten Millionen Männer und Frauen dem Tode getrotzt und jene Invasoren vernichtend geschlagen haben, die der gesamten Menschheit tausend Jahre Nazismus und Holocaust aufzwingen wollten.

Mit diesen Ideen im Kopf genoss ich die Stunden, die ich der am besten organisierten und im höchsten Grad kämpferischen Militärparade gewidmet habe, die ich mir je hätte vorstellen können, und bei der die an den russischen Militärakademien ausgebildeten Männer die Hauptrolle spielten.
Die Yankees und die blutrünstigen Armeen der NATO haben sicher nicht erwarten können, dass die in Afghanistan, Irak und Libyen begangenen Verbrechen; die Angriffe auf Pakistan und Syrien; die Drohungen gegen Iran und andere Länder des Mittleren Ostens; die Militärstützpunkte in Lateinamerika, Afrika und Asien; unter absoluter Straffreiheit durchgeführt werden könnten und ohne dass die Welt Bewusstsein über die außergewöhnliche und wahnwitzige Bedrohung erlangen würde.

Wie schnell vergessen doch die Imperien die Lektionen der Geschichte!

Die in Moskau am 9. Mai zur Schau gestellte Militärtechnik zeigte die beeindruckende Fähigkeit der Russischen Föderation, um den im höchsten Grade ausgeklügelten konventionellen und atomaren Mitteln des Imperialismus eine angebrachte und variable Antwort zu bieten.

Das war der Festakt, wie wir ihn an dem ruhmreichen Jahrestag des sowjetischen Sieges über den Faschismus erwartet haben.

Fidel Castro Ruz
10. Mai 2012
20:14 Uhr

Donnerstag, 3. Mai 2012

Der Friedensnobelpreisträger

Reflexionen des Genossen Fidel: Der Friedensnobelpreisträger

Ich werde kaum über das kubanische Volk sprechen, das eines Tages, als das imperialistische System den Höhepunkt seiner Macht erreicht hatte, die Herrschaft der Vereinigten Staaten aus seinem Vaterland beseitigt hat.

Zum 1. Mai konnte man Männer und Frauen der verschiedensten Altersklassen zu den Demonstrationen auf den Plätzen mit der größten symbolischen Bedeutung aller Provinzen defilieren sehen.

Unsere Revolution entstand an dem am wenigsten vom Imperium erwarteten Ort, in einer Hemisphäre, wo es als absoluter Besitzer handelte.

Kuba war das letzte Land, das sich vom spanischen Kolonialjoch befreite, und das erste, dass die verhasste imperialistische Vormundschaft abschüttelte.

Ich denke heute vor allem an die brüderliche Bolivarianische Republik Venezuela und ihren heldenhaften Kampf gegen die unbarmherzige Ausplünderung ihrer Ressourcen, mit denen die Natur dieses edle und selbstlose Volk ausgestattet hat, das eines Tages seine Soldaten in die entferntesten Orte dieses Kontinents schickte, um die spanische Militärmacht auf die Knie zu zwingen.
Kuba braucht nicht zu erläutern, warum wir uns als Land solidarisch gezeigt haben, und dies nicht nur mit den Ländern dieser Hemisphäre, sondern ebenfalls mit vielen von Afrika und anderen Regionen der Welt.

Die Boliviarianische Revolution hat sich ebenfalls mit unserem Vaterland solidarisch gezeigt, und ihre Unterstützung für unser Land ist in den Jahren der Sonderperiode zu einer Tatsache von großer Bedeutung geworden. Diese Kooperation war jedoch nicht Ergebnis von irgendeinem Antrag seitens Kubas, so wie auch wir nie den Völkern Bedingungen gestellt haben, die unserer Dienste im Bildungswesen bzw. im medizinischen Bereich bedurften. Wir hätten Venezuela unter allen Umständen die maximale Hilfe angeboten.

Die Kooperation mit anderen ausgebeuteten und armen Völkern war für die kubanischen Revolutionäre immer ein politisches Prinzip und eine Pflicht der Menschheit gegenüber.
Für mich ist es eine große Befriedigung zu beobachten, wie ich es gestern über Venezolana de Televisión und TeleSur getan habe, was für tiefgründige Auswirkungen im Brudervolk von Venezuela das vom bolivarianischen Revolutionsführer und Präsidenten der Republik Hugo Chávez Frías verkündete Arbeitsverfassungsgesetz hervorbrachte. Ich habe nie etwas Ähnliches im politischen Szenarium unserer Hemisphäre gesehen.

Ich widmete der riesigen Menschenmenge Aufmerksamkeit, die sich auf Plätzen und Alleen von Caracas versammelte, und besonders, den spontanen Wortäußerungen der interviewten Bürger. Sehr selten, vielleicht nie zuvor, habe ich so viel Emotion und Hoffnung gesehen, wie sie in ihren Aussagen zum Ausdruck brachten. Vollkommen klar konnte verfolgt werden, dass die riesige Mehrheit der Bevölkerung sich aus einfachen Werktätigen zusammensetzt. Mit Stärke wird eine wirkliche Ideenschlacht ausgefochten.

Rafael Correa, Präsident von Ecuador, hat mutig erklärt, dass wir eher in einem Wechsel der Epoche als in einer Epoche des Wechsels leben. Beide, Rafael Correa und Hugo Chávez, sind Christen.

Obama dagegen, was ist er, an was glaubt er?

Anlässlich des ersten Jahrestages der Ermordung von Bin Laden wetteifert Obama mit seinem Rivalen Mitt Romney um die Rechtfertigung jener, in einer Einrichtung begangenen Handlung, die ganz in der Nähe der Militärakademie von Pakistan ist, einem mit den Vereinigten Staaten verbündeten, muslimischen Land.

Marx und Engels haben nie davon gesprochen, die Mitglieder der Bourgeoisie zu ermorden. Im alten Konzept der Bourgeoisie sind es die Richter, die richten, und die Henker, die hinrichten.

Ohne Zweifel war Obama Christ; in einer der Strömungen jener Religion hat er das Handwerk, seine Ideen mitzuteilen, gelernt, eine Kunst, die bedeutsam war bei seinem beschleunigten Aufstieg innerhalb der Hierarchie seiner Partei.

In der Grundsatzerklärung von Philadelphia im Juni 1776 wurde behauptet, dass alle Menschen frei und gleich geboren würden und dass ihr Schöpfer allen bestimmte Rechte zugestünde. Soweit bekannt ist, wurden ein dreiviertel Jahrhundert nach der Unabhängigkeit die schwarzen Sklaven weiterhin zusammen mit ihren Frauen und Kindern auf öffentlichen Plätzen verkauft, und knapp zwei Jahrhunderte danach hatte Martin Luther King, Friedensnobelpreisträger, einen Traum, wurde aber ermordet.

Obama wurde vom Ausschuss von Oslo der seinige verliehen und er war beinahe zu einer Legende geworden. Jedoch Millionen Menschen müssen die Szenen gesehen haben. Der Nobelpreisträger Barack Obama reiste schleunigst nach Afghanistan, als ob die Welt die Ermordungen in Masse ignorieren würde, bzw. die Verbrennungen von Büchern, die für die Muslims heilig sind, und die Schändungen der Leichen von den ermordeten Menschen.

Niemand, der ehrlich ist, wird jemals mit den terroristischen Handlungen einverstanden sein. Aber hat etwa der Präsident der Vereinigten Staaten das Recht zu richten und das Recht zu töten, gleichzeitig Gerichtshof und Henker zu sein und solche Verbrechen in einem Land und gegen ein Volk auszuführen, das sich auf der Gegenseite des Planeten befindet?

Wir sahen den Präsidenten der Vereinigten Staaten im Dauerlauf die Stufen einer steilen Treppe hinauflaufen, hemdsärmelig; mit beschleunigten Schritten einen beweglichen Gang entlanggehen, und stehen bleiben, um einem zahlreichen Militärkontingent eine Rede aufzuhalsen, welche den Worten des illustren Präsidenten mit Unlust applaudierten. Jene Männer waren nicht alle geborene US-amerikanische Bürger. Ich dachte an die enormen Ausgaben, die das verursacht und die die Welt bezahlt, denn wer übernimmt die riesigen Ausgaben, die schon mehr als 15 Billionen Dollar betragen? Das ist es, was der illustre Friedenspreisträger der Menschheit bietet.


Fidel Castro Ruz
3. Mai 2012
19:50 Uhr

Freitag, 27. April 2012

Was Obama Weiss

Reflexionen des Genossen Fidel: Was Obama Weiss

Der vernichtendste  Artikel, den ich momentan über Lateinamerika gelesen habe, wurde von Renán Vega Cantor, Professor der Nationalen Pädagogischen Universität Bogota geschrieben und vor drei Tage auf der Webseite Rebelión unter der Überschrift „Nachklänge des Amerika-Gipfels“ veröffentlicht.

Er ist kurz, und ich sollte keine zusätzlichen Versionen machen; die mit diesem Thema beschäftigten Fachleute können ihn auf der erwähnten Webseite finden.

Mehrfach habe ich über das niederträchtige Abkommen gesprochen, das die Vereinigten Staaten von Amerika den Ländern Lateinamerikas und der Karibik aufgezwungen haben, als sie die OAS während des in Bogotá im April 1948 stattgefundenen Außenminister-Treffens gründeten. Zufälligerweise war ich dort, um eine lateinamerikanische Studentenkonferenz zu fördern, deren Hauptziel im Kampf gegen die europäischen Kolonien und die grausamen, von den USA in dieser Hemisphäre eingesetzten Tyranneien bestand.

Einer der herausragenden politischen Führer Kolumbiens, Jorge Eliécer Gaitán, der die fortschriftlichsten Schichten Kolumbiens, die gegen den Yankee-Auswuchs waren, allmählich vereinigt hatte, und über dessen nächsten Wahlsieg es keine Zweifel gab, hat die Studentenkonferenz unterstützt. Er wurde heimtückisch ermordet. Sein Tod löste die Rebellion aus, die nun mehr als ein halbes Jahrhundert andauert.

Soziale Kämpfe sind seit Jahrtausenden an der Tagesordnung, seitdem die Menschen mittels eines Krieges über eine Überschussproduktion verfügt haben, um die Grundbedürfnisse des Lebens zu decken.

Wie bekannt ist, ging die physische Sklaverei, die brutalste Ausbeutungsform, in einigen Ländern erst vor etwas mehr als einem Jahrhundert zu Ende, wie das in unserem eigenen Vaterland in der Endphase der spanischen Kolonialmacht der Fall war.

In den Vereinigten Staaten selbst hat sich die Versklavung afrikanischer Nachkommenschaft bis in die Präsidentschaftszeit von Abraham Lincoln hingezogen. Die Abschaffung dieser brutalen Ausbeutungsform erfolgte nur knapp 30 Jahre früher als in Kuba.

Martin Luther King träumte von der Gleichberechtigung der Schwarzen in den Vereinigten Staaten, und es liegt nur 44 Jahre zurück, als er im April 1968 schändlich ermordet wurde.

Unsere Zeit ist durch den beschleunigten Fortschritt von Wissenschaft und Technologie geprägt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, das ist es, was die Zukunft der Menschheit bestimmt, es handelt sich dabei um eine ganz neue Phase. Der wirkliche Kampf unserer Gattung für ihr eigenes Überleben ist es, was in jedem Winkel der globalisierten Welt den Vorrang hat.

Gegenwärtig sind alle Lateinamerikaner, und besonders unser Land, von dem Prozess betroffen, der sich in Venezuela, der Heimat des Befreiers von Amerika, abspielt.

Ich brauche kaum zu wiederholen, was Sie bereits wissen: die enge Verbindung zwischen unserem und dem venezolanischen Volk, zu Hugo Chávez, dem Förderer der Bolivarianischen Revolution und der von ihm gegründeten Vereinten Sozialistischen Partei.

Eine der ersten, von der Bolivarianischen Revolution geförderten Aktivitäten war die medizinische Zusammenarbeit mit Kuba, ein Bereich, in dem unser Land ein besonderes Prestige gewonnen hat, das heute in der internationalen öffentlichen Meinung anerkennt ist. Tausende Zentren, ausgestattet mit Spitzentechnologie, weltweit von der spezialisierten Industrie geliefert, wurden von der Bolivarianischen Regierung geschaffen, um die Bevölkerung zu behandeln. Chávez hat seinerseits für seine eigene Gesundheit keine teuren Privatkliniken gewählt, sondern begab sich in die  Hände derselben medizinischen Dienste, die er auch seinem Volk geboten hat.

Außerdem haben unsere Ärzte einen Teil ihrer Zeit der Ausbildung venezolanischer Ärzten in den von der Regierung zu diesem Zweck eingerichteten Unterrichtsräumen gewidmet. Die venezolanische Bevölkerung erhielt, unabhängig vom persönlichen Einkommen, die fachärztliche Versorgung durch unsere Mediziner, womit sie zu einer der best betreuten in der Welt wurde, und die Gesundheitskennziffern haben sich sichtbar verbessert.

Präsident Obama weiß das sehr wohl und hat das gegenüber einigen seiner Gäste erwähnt. Zu einem von ihnen hat er ganz offen gesagt: „Das Problem ist, dass die Vereinigten Staaten Soldaten schickte, Kuba jedoch Ärzte.“

Chávez, ein Staatsoberhaupt, der in zwölf Jahren keinen Moment der Ruhe hatte, und sich trotz eiserner Gesundheit eines Tages von einer unerwarteten Krankheit betroffen sah, von seinen Fachärzten entdeckt und behandelt, war nicht leicht von der Notwendigkeit zu überzeugen, einer eigenen Gesundheit maximale Aufmerksamkeit zu widmen. Seither hat er die notwendigen Maßnahmen mustergültig befolgt, ohne seine Pflichten als Staatschef und Führer seines Landes zu beeinträchtigen.

Ich wage seine Haltung als heldenhaft und diszipliniert zu beschreiben. In seinen Gedanken stehen seine Pflichten über allem, manchmal bis zur Erschöpfung. Ich kann das bezeugen, da ich immer im Kontakt mit ihm geblieben bin und mich ständig mit ihm austausche. Seine fruchtbringende Intelligenz hat nie aufgehört, sich der Untersuchung und Analyse der Probleme des Landes zu widmen. Er amüsiert sich über die Niederträchtigkeit und die Verleumdungen der Wortführer der Oligarchie und des Imperiums. Ich habe nie gehört, dass er Beleidigungen oder Gemeinheiten über seine Feinde gesagt hätte.

Der Feind kennt die Charakterzüge von Präsident Chávez und vervielfacht die Anstrengungen, um ihn zu verleumden und ihm Schläge zu versetzen. Meinerseits zögere ich nicht, meine bescheidene Meinung zu sagen, die auf mehr als einem halben Jahrhundert Kampferfahrung basiert, dass die Oligarchie dieses Land nie wieder regieren wird. Deshalb ist es beunruhigend, dass die US-Regierung sich unter diesen Umständen entschieden hat, den Sturz der Bolivarianischen Regierung zu begünstigen.

Andererseits ist es eine grobe Lüge, an der verleumderischen Kampagne festzuhalten, dass es unter den leitenden Funktionären in der Bolivarianischen Regierung harte Auseinandersetzungen gibt, wer die Führung der revolutionären Regierung übernimmt, falls der Präsident seine Krankheit nicht überwindet.

Ganz im Gegenteil, ich konnte die sehr enge Einigkeit in der Führung der Bolivarianischen Revolution beobachten.

Eine Fehlentscheidung von Obama könnte unter  diesen Umständen zu einem Blutbad in Venezuela führen.Venezolanisches Blut ist ekuadorianisches, brasilianisches, argentinisches, bolivianisches, chilenisches, uruguayisches, mittelamerikanisches, dominikanisches und kubanisches Blut.

Man sollte von dieser Tatsache ausgehen, wenn man die politische Lage in Venezuela analysiert.

Versteht man dann, warum die Hymne der Arbeiter fordert, die Welt zu ändern, indem das bourgeoise Imperium gestürzt wird?

Fidel Castro Ruz
27. April 2012
19.59 Uhr

Montag, 16. April 2012

Mit Offenen Augen Schlafen

Reflexionen des Genossen Fidel: Mit Offenen Augen Schlafen

Ich habe Obama auf dem berühmten “Gipfeltreffen” recht gut beobachtet. Die Müdigkeit überwältigte ihn manchmal, unbeabsichtigerweise fielen ihm die Augen zu, aber ab und zu schlief er mit offenen Augen.

In Cartagena versammelte sich nicht eine Gewerkschaft von schlecht informierten Präsidenten, sondern die offiziellen Vertreter von 33 Ländern dieser Hemisphäre, dessen große Mehrheit Antworten auf wirtschaftliche und soziale Problematiken von großer Tragweite fordern, die der Region mit der größten Ungleichheit der Welt bezüglich der Verteilung des Reichtums zu schaffen machen.

Ich möchte nicht den Meinungen von Millionen von Menschen zuvorkommen, die in der Lage sind, die Probleme von Lateinamerika, der Karibik und dem Rest einer globalisierten Welt tiefgründig und ruhigen Blutes zu analysieren, einer Welt, wo einige alles und die anderen nichts besitzen. Egal, wie man es bezeichnet, aber das vom Imperialismus auferlegte System ist in dieser Hemisphäre erschöpft und kann sich nicht mehr halten.

In nächster Zukunft wird die Menschheit unter anderen Problemen jenen, bezüglich des Klimawandels und der Sicherheit und Ernährung der zunehmenden Weltbevölkerung begegnen müssen.

Der maßlose Regen sucht sowohl Kolumbien als auch Venezuela heim. Eine kürzlich vorgenommene Analyse enthüllt, dass die im März des laufenden Jahres in den Vereinigten Staaten aufgetretenen Temperaturen um 4,8 Grad Celsius höher lagen als der aufgezeichnete historische Durchschnitt. Die Folgen dieser Veränderungen, die in den Hauptstädten der wichtigsten europäischen Länder gut bekannt sind, führen zu katastrophalen Folgen für die Menschheit.

Die Völker erwarten von den politischen Führungspersönlichkeiten klare Antworten zu jenen Fragen.
Die Kolumbianer, wo der herabgewürdigte Gipfel stattgefunden hat, stellen ein arbeitsames und aufopferungsvolles Volk dar, das, genauso wie die anderen, die Zusammenarbeit mit seinen lateinamerikanischen Brüdern braucht, in diesem Fall der Venezolaner, Brasilianer, Ecuadorianer, Peruaner und anderer, die in der Lage sind, das zu tun, was die Yankees mit ihren hoch entwickelten Waffen, ihrem Expansionsdrang und ihrem unersättlichen materiellen Appetit niemals tun werden.

Wie zu keinem anderen Augenblick der Geschichte wird sich die Anwendung der folgenden vorausschauenden Formel von José Marti erforderlich machen: „…Die Bäume haben sich so in Reihe und Glied aufzustellen, dass der Riese mit den Siebenmeilenstiefeln nicht durchkommt. Die Stunde der Abrechnung und des gemeinsamen Marsches ist gekommen, und wir müssen in geschlossenem Block gehen, so wie das Silber in den Wurzeln der Anden liegt.”

Weit entfernt vom glänzenden und scharfsichtigen Ideengut von Bolivar und Marti sind jene durchgekauten, verschönten und x-mal wiederholten Worte des illustren Nobelpreisträgers, die während einer lächerlichen Rundreise durch ländliche Gebiete von Kolumbien gesagt wurden und die ich gestern Nachmittag hörte. Sie dienten allein dazu, um sich der Reden der Alliance for Progress von vor 51 Jahren zu erinnern, als noch nicht die monströsen Verbrechen begangen worden waren, die diese Hemisphäre geißelten, und wo unser Land nicht nur um seine Unabhängigkeit kämpfte, sondern um seine Existenz als Nation überhaupt.

Obama sprach von Übergabe von Ländereien. Er sagt weder wie viel, noch wann oder wie.
Die transnationalen Unternehmen der Yankees werden niemals auf die Kontrolle über die Ländereien, die Gewässer, die Bergwerke, die natürlichen Ressourcen unserer Länder verzichten. Ihre Soldaten sollten die Militärstützpunkte verlassen und sie ihre Truppen aus allen und jedem unserer Hoheitsgebiete zurückziehen; und auf den ungleichen Handel und die Ausplünderung unserer Nationen verzichten.

Vielleicht entwickelt sich die CELAC zu dem, was eine hemisphärische politische Organisation sein muss, ausgenommen die Vereinigten Staaten und Kanada. Ihr dekadentes und unhaltbares Imperium hat sich schon das Recht verdient, in Frieden zu ruhen.

Ich meine, man sollte die Bilder des Gipfels gut aufbewahren, und zwar als Beispiel für eine Katastrophe.

Ich beachte nicht den Aufruhr, der von dem Verhalten hervorgerufen wurde, der jenen Mitgliedern des Geheimdienstes zugeschrieben wird, die für die persönliche Sicherheit von Obama verantwortlich sind. Mein Eindruck ist, dass das damit beauftragte Team sich durch seine Professionalität auszeichnet. Das konnte ich beobachten, als ich die UNO besuchte und sie die Staatschefs betreuten.
Ohne Zweifel haben sie ihn vor denen geschützt, die aus rassistischen Vorurteilen nicht gezögert hätten, gegen ihn zu handeln.

Hoffentlich kann Obama auch nur ein paar Stunden mit geschlossenen Augen schlafen, ohne dass irgendjemand ihm eine Rede über die Unsterblichkeit des Krebses auf einem irrealen Gipfel aufhalst.

Fidel Castro Ruz
16. April 2012
19:40 Uhr

Samstag, 14. April 2012

Beschönigte Realitäten, Die in Entfernung Rücken

 Reflexionen des Genossen Fidel: Beschönigte Realitäten, Die in Entfernung Rücken

Ich war heute erstaunt über die Rede von José Miguel Insulza in Cartagena. Ich dachte, das derjenige, der im Namen der OAS sprach, es zumindest übernehmen würde, die Achtung der Souveränität jener Länder dieser Hemisphäre zu verlangen, die während Jahrhunderten durch die Kolonialmächte kolonisiert und grausam ausgebeutet worden sind.

Warum hat er kein einziges Wort über die Malvinas (Falklandinseln) verloren und ebenfalls nicht die Achtung der souveränen Rechte der Brudernation Argentinien gefordert?
Das Gipfeltreffen von Cartagena hat Szenen zu verzeichnen, die nicht einfach zu vergessen sein werden. Es stimmt, dass dasselbe eine enorme Anstrengung erforderte. Trotz der seitdem schon vergangenen Stunden haben wir noch keine Ahnung darüber, was bei dem Mittagessen geschehen ist, mit dem Santos versuchte, den kolossalen Verbrauch an Energie der Teilnehmer wiederherzustellen, den diese bei diesem Treffen aufgewandt haben.

Für denjenigen, für den das unterhaltsam ist, wird es nicht oft in seinem Leben die Möglichkeit geben, die Gesichter von mehr als 30 politischen Führungspersönlichkeiten vor den Fernsehkameras zu sehen, und dies, sobald sie aus dem Auto stiegen, bis sie nach einer heroischen abschließenden Anstrengung, nach Bewältigung des langen und mit Teppichen belegten Gangs, die zehn oder zwölf Stufen bis zum Schauplatz hinaufstiegen, wo sie der Gastgeber lächelnd und glücklich erwartete. Da nützten weder Jugend noch Alter, Plattfüße, operierte Kniescheiben bzw. Gehbehinderungen in einem oder beiden Beinen.  Sie waren gezwungen, bis zum Gipfel weiterzugehen.  Sowohl Reiche als Arme mussten das Zeremoniell ausführen.

Sonderbarerweise war Obama der Einzige, der diese Strecke für ein Sporttraining nutzte. Da er alleine ging, war ihm dies leichter: er nahm eine sportliche Haltung an und bewältigte die Stufen im Dauerlauf.

Die Frauen, sowohl als Begleiter als auch als Staatschefinnen, haben es am besten gemacht. Sie haben ein weiteres Mal bewiesen, dass die Dinge auf der Welt besser laufen würden, wenn sie die politischen Angelegenheiten übernehmen würden. Vielleicht gäbe es weniger Kriege, obwohl niemand dessen sicher sein kann.

Jedermann würde vermuten, das Obama jene Person sein würde, die bei mir den schlechtesten Eindruck hinterlassen würde, aus eindeutig politischen Gründen. Dem war jedoch nicht so.  Ich sah ihn nachdenklich und manchmal recht abwesend. Es war, als ob er mit offenen Augen schlafen würde. Es ist nicht bekannt, wie lange er sich ausruhen konnte, bevor er nach Cartagena kam, mit welchen Generälen er gesprochen hat, welche Probleme sein Denken beschäftigten. Ob er wohl an Syrien, Afghanistan, Irak, Nordkorea oder Iran dachte. Mit Sicherheit dachte er natürlich an die Wahlen, die Schachzüge der Tea Party und die düsteren Pläne von Mitt Romney. Im letzten Augenblick, kurz vor dem Gipfeltreffen, hat er beschlossen, dass die Abgaben der Reichsten mindestens 30% ihrer Einkommen erreichen müssen, wie es vor Bush junior war. Natürlich erlaubt ihm das, sich gegenüber der republikanischen Rechten mit einem eindeutigeren Image seines Gerechtigkeitssinns zu präsentieren.

Aber das Problem besteht in etwas Anderem: die enorme, von der Bundesregierung angehäufte Verschuldung, welche die 15 Billionen Dollar überschreitet, was Ressourcen von mindestens 5 Billionen Dollar erforderlich macht.  Die Besteuerung der Reichsten würde circa 50 Milliarden Dollar in zehn Jahren beitragen, während der Geldbedarf 5 Billionen beträgt.  Er würde so jeweils einen Dollar von den 100 von ihm benötigten erhalten. Diese Berechnung ist einem Schüler der 8. Klasse möglich.

Erinnern wir uns genau an das, was Dilma Rousseff verlangte: „‘gleichberechtigte’ Beziehungen mit Brasilien und den anderen Ländern von Lateinamerika“.

„Die Eurozone hat auf die Wirtschaftkrise mit einer Währungsexpansion reagiert, womit sie einen ‘Tsunami’ hervorgerufen hat, der die brasilianische Währung höher bewertet und die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Industrie beeinträchtigt“, erklärte sie.

Dilma Rousseff, einer fähigen und intelligenten Frau,  entgehen diese Realitäten nicht und sie versteht es, diese mit Autorität und Würde vorzutragen.

Obama, daran gewöhnt, das letzte Wort zu haben, ist bekannt, dass die Wirtschaft von Brasilien sich mit beeindruckender Kraft erhebt, und im Bündnis mit solchen Volkswirtschaften  wie denen von Venezuela, Argentinien, China, Russland, Südafrika und anderen von Lateinamerika  und der Welt diejenige ist, die die Zukunft der Weltentwicklung darstellen kann.

Das Problem der Probleme besteht darin, den Frieden inmitten der zunehmenden Gefahren eines solchen Krieges zu bewahren, der mit der Zerstörungskraft der modernen Waffen die Menschheit an den Rand des Abgrunds stellt.

Ich sehe, dass die Zusammenkünfte in Cartagena sich verlängern und die beschönigten Realitäten in immer größere Entfernung rücken. Über die Guayaberas, mit denen Obama beschenkt wurde, ist nichts verlautbart worden. Jemand wird es übernehmen müssen, den Designer von Cartagena, Edgar Gómez, zu entschädigen.

Fidel Castro Ruz
14. April 2012
21:58 Uhr

Freitag, 13. April 2012

Das Guayabera-Gipfeltreffen

Reflexionen des Genossen Fidel: Das Guayabera-Gipfeltreffen

Obama, als erster Farbiger in der Präsidentschaft der Vereinigten Staaten - ohne Zweifel intelligent, gut ausgebildet und die Kommunikation gut beherrschend -, ließ viele Leute glauben, dass er ein Nacheiferer von Abraham Lincoln und Martin Luther King sei.

Vor fünf Jahrhunderten und unter Anwendung der Konzepte jener Zeit teilte eine päpstliche Bulle zwei kleinen und kriegerischen Königreichen der Iberischen Halbinsel circa 40 Millionen Quadratkilometer Land, Binnengewässer und Küsten zu.     

Engländer, Franzosen, Holländer und andere bedeutende Feudalstaaten wurden von der Verteilung ausgeschlossen. So wurden bald unendliche Kriege ausgelöst, Millionen Afrikaner wurden während vier Jahrhunderten zu Sklaven gemacht und die autochthonen Kulturen, einige von diesen fortgeschrittener als die von Europa selbst,  wurden vernichtet.  

Vor 64 Jahren wurde die verwerfliche Organisation der Amerikanischen Staaten (OEA) gegründet.  Es ist nicht möglich, die groteske Rolle dieser Einrichtung zu übersehen. Eine erhebliche  Anzahl von Personen, insgesamt vielleicht einige Hunderttausende, wurden als Folge ihrer Vereinbarungen zur Rechtfertigung eines von der Central Intelligence Agency (CIA) der Yankees organisierten Putsches gegen die Reformen von Jacobo Árbenz in Guatemala  entführt, gefoltert und verschwinden lassen. Mittelamerika und die Karibik, einschließlich der kleinen Insel Grenada, sind Opfer der interventionistischen US-amerikanischen Wucht mittels der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) geworden.

Noch schwerwiegender war ihre unheilvolle Rolle in Südamerika.

Der Neoliberalismus hatte als offizielle Doktrin des Imperialismus in den 70er Jahren, als die Regierung von Richard Nixon den Wahlerfolg von Salvador Allende in Chile zu scheitern entschied, eine außergewöhnliche Kraft erlangt.   Eine wirkliche verhängnisvolle Etappe in der Geschichte von Lateinamerika begann. Zwei führende Köpfe der chilenischen Streitkräfte, die verfassungstreu waren, wurden ermordet und Augusto Pinochet wurde als Regierungschef aufgezwungen; und dies nach einer beispiellosen Unterdrückung, bei der zahlreiche ausgewählte Personen gefoltert, ermordet und verschwinden lassen wurden.

Die Verfassung von Uruguay, einem Land, das sich viele Jahre lang im verfassungsmäßigen Rahmen gehalten hatte, wurde beseitigt.

Die Militärputsche  und die Unterdrückung breiten sich auf fast alle Nachbarländer aus. Die kubanische Fluggesellschaft war Ziel von brutalen Sabotageakten. Ein Flugzeug wurde mit allen seinen Passagieren in vollem Flug zerstört. Reagan befreite den Haupttäter des grässlichen Verbrechens aus einem Gefängnis in Venezuela und schickte ihn nach El Salvador, um den Tauschhandel von Drogen gegen Geld für den schmutzigen Krieg gegen Nicaragua zu organisieren, der zehntausende Tote und Krüppel gekostet hat.     

Bush Senior und Bush Junior haben die in diese Verbrechen Verwickelten geschützt und von der Schuld befreit. Die Liste der Gewalttaten und terroristischen Handlungen aufzuzählen, die gegen die Wirtschaftstätigkeiten von Kuba über ein halbes Jahrhundert lang verübt worden sind, würde unendlich sein.

Heute, Freitag, den 13., hörte ich mutige Worte, die von mehreren der Redner verlautbart wurden, die an der Sitzung der Außenminister des so genannten Cartagena-Gipfeltreffens teilnahmen.  Das Thema der souveränen Rechte von Argentinien über die Malvinas (Falklandinseln) – dessen Wirtschaft durch die Beraubung der wertwollen energetischen  und maritimen Ressourcen dieser Inseln brutale Schläge erhält -, wurde mit Beharrlichkeit behandelt.  Der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro erklärte am Ende der heutigen Sitzung mit tiefsinniger Ironie, dass „von dem Konsens von Washington zum Konsens ohne Washington übergegangen wurde“.

Jetzt findet das Guayabera–Gipfeltreffen statt. Der Fluss Yayabo und sein von den Indios stammender Name, zu denen sich voll bekannt wurde,  werden in die Geschichte eingehen.  


Fidel Castro Ruz
13. April 2012
 21:40 Uhr